BST 3: Dom zu Speyer, A61

04. Januar 2009 um 13:45 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

braunes Schild: Dom zu Speyer

Gute Vorsätze sind nichts, was es bei mir zum neuen Jahr gibt, aber vor längerer Zeit hab ich mir für meine momentane Urlaubszeit etwas vorgenommen: Nämlich endlich mal die ganzen braunen Schilder abzuarbeiten, die wir zwar schon besucht, aber noch nicht verbloggt haben.
Und so geht die “braune Schilder”-Tour (BST) heute endlich in die dritte Runde. Und die fand am 7.9.2008 in Speyer statt.

Dom mit Schild

Dort wohnt nämlich ein alter Kindergarten-, Grunschul- und Gymnasialfreund, der nebenbei noch Ums-Eck-Nachbar und Trauzeuge war. Und eben dieser hat uns dann bei einem der Besuche auch mal den Dom gezeigt, von dem das zugehörige braune Schild berichtet.

Im Dom

Und naja, was soll ich sagen? Es war halt ein Dom…
Mein Klassenlehrer hat mir damals mit seinen übermäßigen Kirchenbesichtigungs-Klassenfahrten wohl die Begeisterung genommen, irgendwie bin ich von Kirchen nicht so leicht zu begeistern. Da hilft Schildkrötencontent nur bedingt…

Die dort ebenfalls vorgestellten Schildkröten-Kuscheltiere gabs dann übrigens später ebenfalls in Speyer im  Sea Life zu sehen. Wie diese Annemone:

Annemone

Spektakulärer als das innere des Doms war da schon, was sich drumherum abspielte. Denn wie schon in Bietigheim hatten wir zufällig einen Tag rausgegriffen, an dem ein besonderes Rahmenprogramm geboten wurde. Und hier war das rund um den Dom die  “Mission Olympic”, bei der “Deutschlands aktivste Stadt” gesucht wurde. Und jetzt bereue ich es gerade, dass ich damals nicht irgendwo auch nur eine Muskelzuckung investiert habe, denn dann hätte ich hier jetzt behaupten können, dass nur dank meiner tatkräftigen Unterstützung der Sieg auch tatsächlich  nach Speyer ging.
Aber vielleicht kann ich das ja einfach trotzdem behaupten. Denn wer weiß, ob der Sieg mit meiner Teilnahme auch wirklich noch geklappt hätte? Also doch ganz allein mein Verdienst…

Um den Dom

Mehr (und größere) Bilder gibts im zugehörigen  Flickr-Album.

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Silvester 08 – Der krönende Jahresabschluss

02. Januar 2009 um 17:24 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Silvester

So, wo fange ich an? Am Besten mal geh ich nochmal zurück zur Besichtigung unserer neuen Wohnung. Denn schon als wir da die Aussicht von unserem Balkon über Ulm (und um Ulm herum, ist echt so) gesehen hatten, war klar, dass Silvester 2008 bei uns gefeiert wird. Da fällt mir auf, dass ich die hier auf de, Blog noch gar nicht erwähnt hatte. Okay, hier ist sie:

Panorama

Gibts natürlich auch in groß. Und bei gutem Wetter, können wir ganz hinten sogar die Alpen erkennen (sehr deutlich sogar, aber das kennt ihr ja schon, war von Daimler oben ja nicht anders. Besser zu sehen aber noch auf dem  Münsterblickpanorama, das Manu hier mal vorgestellt hat).
Und bei der Einweihungsparty im April waren dann auch unsere 8 Gäste schon informiert. So früh wusste ich noch nie, wo ich Silvester feier…

Für das Thema “krönender Jahresabschluss” muss man dann nicht so weit zurückgehen, das kam einfach beim Suchen nach passender Silvester-Deko kurz vor Weihnachten. Da war nicht wirklich viel vernünftiges zu finden, dafür um so mehr Kronen. Also erdachten wir uns schnell einen Bezug zwischen Kronen und Silvester und schon war das Thema fertig. Vor allem, da der geplante Nachtisch dazu einfach perfekt passte. Für den müssen wir jetzt dann wieder ein wenig weiter zurück, nämlich bis in den August zu unserem Tauchurlaub. Da war es es uns tagsüber über Wasser einfach zu heiß, so dass wir zwischendurch in unserem Hotelzimmer vor dem Fernseher verschnaufen mussten. Und da gab es dann bei  “Unter Volldampf” die  “Dom Schokolade a la Wolfgangka”, die einfach nur lecker aussah. Kaum wieder in Deutschland (2 Tage danach) haben wir das ganze dann auch gleich mal ausprobiert und waren dann auch vom Geschmack begeistert. Also: Bloß nicht drüber bloggen, soll ja schließlich geheim bleiben…

Der Probenachtisch sah damals so aus (man beachte die Krone):

Dom Schokolade a la Wolfgangka
(Vom Original-Silvesternachtisch hab ich irgendwie kein vernünftiges Bild gemacht, später kommts hier noch in klein, aber auf dem Foto sieht das Probeteil einfach leckerer aus…)

Einen Tipp für den, der es selber nachmachen will (was ich nur empfehlen kann): Die Mengenangabe in dem Rezept ist utopisch! Die Zutaten für 4 Personen reichen dicke für 8 Leute. Dicke! Wir hatten das irgendwie wieder vergessen (der Probenachtisch war ja schon so lange her) und hatten dann daher (mit der Menge für 8 Personen) trotzdem 10 so riesige Döme wie auf dem Foto oben (statt einem Dom in der Größe der Kaffeetasse daneben). Und selbst ohne ein opulentes Raclette davor, ist so ein großer Dom nur von geübten Essern zu schaffen. Schließlich sind in so einem einzigen Dom dann eine Tafel Schokolade, ein halber Becher Sahne und 2 Eier.

Wenn man vom Tauchurlaub jetzt nochmal etwa einen Monat zurück geht, kommt man zu einem weiteren Punkt, der schon sehr früh feststand: Ich hatte Ke nämlich versprochen, ihr spätestens Silvester Marshmallows zu machen (die leckeren, mit dem einfachen Puderzucker-Wasser-Gelatine-Rezept). Und da ich vorher irgendwie nicht dazu kam, war das also auch unumgänglich. Hat diesmal auch ganz ohne Probleme geklappt (sogar in weiß!) und geschmeckt haben sie auch. Noch leckerer waren sie allerdings (das haben wir dann erst gestern festgestellt, als alle Gäste schon weg waren und wir den Affenplaneten betrachteten), nachdem man sie mit dem Flambierfeuerzeug ein wenig bearbeitet hatte. So mit lecker Karamellkruste und flüssiger Matsche drunter. Wow!

Da man aber nicht nur von Nachtisch und Marshmallows leben kann, gabs dann auch noch das schon erwähnte Raclette und eine Vorspeisenplatte, zu der Frau Bü sehr leckere Lachs- und Olivencreme zauberte. Meine Aufgabe war es, die Cocktails als Häppchen zu servieren. Details dazu gibt es später in einem separaten Beitrag, hier gehen wir jetzt nur mal die Schritte zurück. Nämlich erst einmal zu meinem allerersten Blogbeitrag, in dem ich schon mein Interesse an molekularer Küche bekundete. Und dann gehen wir zu meinem Geburtstag in diesem Jahr, zu dem mir RoKe nicht nur die Bacon Mints schenkten, sondern (damals nur geheimnistuerisch erwähnt, da auch das eine Überraschung für Silvester werden sollte) auch ein Set um Molekular-Cocktails herzustellen. Aber wie gesagt: Dazu später mehr, das würde hier jetzt den Rahmen sprengen.

Jetzt erstmal ein paar Eindrücke vom Essen und der Kronen-Tischdekoration:

Silvester

Wie man sieht, gab auch das traditionelle Bleigießen, für Gummibärchenorakel und Dinner for One war irgendwie keine Zeit mehr, was aber nicht wirklich schlimm war. Viel toller waren da eh die persönlichen Jahresrückblicke, die die Gäste in je 15 Minuten vortragen durften. Schließlich waren darunter auch  welche, die das letzte Jahr komplett durch Abwesenheit glänzten und da will man ja (mal abgesehen von den Blogbeiträgen) auch auf den aktuellen Stand gebracht werden. Und so gab es dann Videos, Fotos (Analog wie Digital) und auch Zeichnungen zu sehen.
Ich bedanke mich jetzt noch schnell bei meinen Gästen, die natürlich auch viel zu dem gelungenen Abend (und der Nacht) beigetragen haben und bin dann hier jetzt auch mal fertig…

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Mailand – Die Stadt

18. September 2008 um 11:42 von Frau Bü | Kommentar abgeben | Trackback

September ist wirklich eine schöne Jahreszeit um den eisigen Temperaturen von Ulm zu entfliehen und über die Berge ins sonnige Italien zu entfliehen. Mit über 30°C noch weit in den Abend hinein war es so richtig angenehm in Mailand. Quasi genau meine Wohlfühltemperatur.
Von der Stadt selbst habe ich leider nicht so wahnsinnig viel gesehen, denn neben Konferenz und Workshop blieb nur wenig Zeit für Sightseeing. Was ich allerdings besichtigen konnte war der Dom von Mailand. Der drittgrößte weltweit. Das tolle an diesem Dom war, dass man auf eine Dachterasse hinaufkonnte (dazu waren gar nicht mal so viele Stufen zu nehmen) von der aus man die ganze Stadt überblicken konnte.
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Mein Eindruck insgesamt von Mailand ist, dass hier eine völlig andere Mentalität herrscht. Abends (eigentlich zu jeder Tageszeit) sah man auch unter der Woche immer volle Restaurants und Bars. Die Klientel dabei ist geschätzte 40 Jahre im Durchschnitt alt und trägt, was sollte man von Mailand auch anderes erwarten, Designerkleidung. Insgesamt sind die Mailänder immer sehr aufgebrezelt. Vermutlich erhofft sich der ein oder andere einen tollen Job bei Versace, Dolce und Gabbana oder irgendeinem anderen Modedesigner mit Atelier in Mailand. Das teuerste Kleidungsstück war übrigens eine Krokodil-Leder-Herrenjacke für 33.000€.

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Ein anderer Punkt, der mich an den Mailändern stört, ist, dass sie ihre Häuser richtig herunterkommen lassen. Die ganze Stadt wirkt irgendwie von einem schrecklichen Gilb befallen. Die künstliche Flusspromenade ist lächerlich. Die Fassaden wirken lieblos gestaltet. Es scheint so, als ob die Italiener nicht viel zeit daheim verbringen würden. Sondern vielmehr damit beschäftigt sind die neueste Mode zu ergatten und diese auf den öffentlichen Laufstegen zu präsentieren.

Mein Fazit: Ich hatte irgendwie mehr erwartet. Ich habe allerdings die Hoffnung/ Vermutung, dass ich einfach zu wenig von den tollen Dingen gesehen habe und deswegen enttäuscht bin. Aber wer rechnet schon damit, dass man die Highlights der Stadt mehrere Wochen im Voraus buchen muss? Das Abendmahl von Leonardo da Vinci hätte ich doch schon ganz gerne mal gesehen.

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