In ner halben Stunde beginnt das DFB-Pokal-Spiel zwischen Victoria Hamburg (Oberliga) und den Wölfen aus Wolfsburg (Bundesliga).
Interessiert mich jetzt nicht wirklich, aber am Sonntag hab ich dazu bei Zeigler zwei sehr schicke Videos zu gesehen.
Erstmal das Ausgangsvideo, aus Sicht des Außenseiters: “Kleine Hamburger ärgern die Wölfe!” (von der Agentur the potentialist)
Sowas lassen sich die Wölfe natürlich nicht gefallen uns so heißt die prompte Antwort (der Agentur deepblue networks) dann auch “Große Wölfe sollte man nicht ärgern!”:
Und damit es noch was anderes gibt, als beim Zeigler, hier noch ein anderes Video der Hamburger:
Sekunden nach dem Abpfiff der Nachspielzeit (und damit Sekunden nach dem Ausgleich der Fortuna) tippte ich folgendes in meine Tastatur:
In den letzten Jahren war es ja üblich, dass der HSV gut in die Wettkämpfe gestartet ist, immer Chancen auf irgendwelche Titel hatte und am Ende alles verspielt hat und mit leeren Händen dastand.
Diese Saison aber machen wir alles anders. Warum nicht mal einfach die Umkehrstrategie ausprobieren. Wir verlieren also am Anfang die Spiele und sparen uns die Puste fürs Ende auf, um da nochmal richtig Gas zu geben. So schreiben uns dann am Anfang alle schon ab und am Ende gewinnen wir doch alle drei Pokale.
Der erste Grundstein ist heute schonmal gelegt.
Nur irgendwie hab ich das dumpfe Gefühl, dass da noch ein kleiner Fehler in meiner Rechnung ist…
Und dann fiel es mir auf. Da war ja was.. K.O-System und so. Also schnell mal bei Frank Rost durchgeklingelt und ihm die Sache erklärt.
Aber so tendenziell war es ja ne gute Idee, schwach anfangen und stark aufhören wäre doch mal was.
Und mal dumm gefragt: Was war das denn heute für ne Abwehr? Bzw. war da eine?
ich meine, schlecht war das Spiel nicht wirklich (immer) und im Mittelfeld hat mir das Kurzpassspiel stellenweise wirklich gefallen (vor allem Zé Roberto wird sich echt noch für uns lohnen). Und ich bin echt froh, wenn die neuen Spieler endlich mitmachen dürfen und ich den Pitroipa nicht mehr auf dem Feld sehen muss. Heieiei..
Hoffe mal, dass das in Freiburg entspannender wird…
Warum muss ausgerechnet der unsympathischste Spieler der gesamten Fußball-Bundesligageschichte der Matchwinner des Abends sein? Da hätte Bremen mal lieber vorher die Sache klar gemacht (oder halt doch Pitroipa in der Schlussminute), damit hätte ich besser leben können.
Aber immerhin geht der HSV im Nordvergleich in Führung, denn da zählen ja bekanntlich nur die Tore aus der regulären Spielzeit, geteilt durch die Anzahl der Spieler, die am Ende noch auf dem Platz standen.
Zwischenstand nach einem Spiel also:
HSV 0,1 : 0,091 Werder Bremen
Und im UEFA-Cup verabschieden wir uns dann von der Idee, nur mit Abwehr und Sturm spielen zu wollen, dann klappt das auch, da bin ich zuversichtlich.
Ich bin schon ganz hibbelig…
In drei Stunden gibts das erste der 4 anstehenden Duelle zwischen dem HSV und Werder Bremen. Und ich behaupte mal: Das heute ist das wichtigste. Nicht nur, weil es das einzige KO-Spiel ist (ein schlechtes Hinspiel im UEFA-Cup kann man ja daheim locker wieder ausbügeln und auch die Meisterschaft verliert man nicht unbedingt mit einer Niederlage gegen Bremen), sondern weil es eben auch wichtig für die Einstellung der Spieler in den folgenden Spielen ist. Wer heute gewinnt, geht gleich mit viel mehr Selbstvertrauen in die nächsten Duelle und hat da dann auch wieder einen kleinen Vorteil. Außerdem hat man ja schon ein Finale in der Tasche (und gegen Leverkusen ist das ja auch schnell gewonnen) und macht sich selber nicht mehr so viel Druck.
Also: Heute muss unbedingt ein Sieg her. Ich bin mal gespannt, wie meine Nerven das aushalten…
Kurzkritik: Interessante Dokumentation über Künstliche Intelligenz, die vor allem durch die sympathische Art des ehemaligen MIT-Professorn Joseph Weizenbaum getragen wird, der den ganzen Entwicklungen sehr kritisch gegenüber steht.
Und das in meinen Augen vollkommen zu Recht. Relativ oft hab ich mir im Laufe der 90 Minuten die Frage gestellt: "Und warum genau sollte man das wollen?"
Ich hatte (auch aufgrund des Untertitels "Von Computern und anderen Menschen") eher ein breiteres Spektrum erwartet als nur die KI und musste dann bald Erfahrungen aus meinem Studium wiederholen: KI ist zwar ein Thema, für das ich mich gerne interessieren würde, aber dann wird mir doch relativ schnell langweilig. Im Studium hab ich zweimal versucht (bei verschiedenen Dozenten) die KI-Vorlesung durchzuhalten, hab es aber nie über 3 Wochen geschafft.
Und auch der Film verlor im hinteren Teil einen Teil meiner Aufmerksamkeit...