Das Buch ohne Namen: Prolog (II)

19. Januar 2007 um 11:11 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

(Warum? Darum!)

Nächste Woche ist es soweit, da fliege ich mit meinen Freunden in Urlaub nach Menorca. Mit dabei ist dann auch mein nerviger Bruder Sebastian Dito Geimer, der im Moment noch bei der Oma ist und da Bauernhof-Wochenendurlaub macht. Warum kommt keiner auf die Idee, ihn wegen seines Zweitnamens Dito zu verarschen. Ich versteh das nicht. Mich verarschen alle, ich heiße Andreas Ponko Geimer und werde darum immer Sponko oder Sponk genannt. Meinen Bruder, der übrigens 10 Minuten nach mir von meiner Mutter auf die Welt gepresst wurde, wird nur G-Punkt gerufen, weil die Abkürzung seines Nachnamens ja G. ist. Mich nennen die aber nicht so, ich verstehe das nicht. Naja, auf jeden Fall werde ich den auf Menorca 2 Wochen am Hals haben. Mit dabei seine Freundin und meine Ex-Freundin Sabrina Müller. Wir verstehen uns aber noch sehr gut, was meinen Bruder manchmal ganz schön ärgert. Dann kommen noch verschiedene andere Pärchen mit, sogar ein Schwulenpärchen. Nein, stimmt nicht, nur ein Teil eines Schwulenpärchens, nämlich der Simon Heinzelmann, der eindeutig die weibliche Rolle in der Beziehung spielt. Darum wird er auch ab und zu Simone gerufen, was er aber gar nicht gerne hört. Er ist mit dem Marque zusammen. Wie der mit richtigem Namen heißt, weiß ich nicht, der ist ein im ganzen Land bekannter Didgeridoo-Spieler, der sich diesen Künstlernamen zugelegt hat. Ich glaube der heißt Gereon Weigand, bin mir aber nicht sicher. Außerdem kommt noch mein bester Freund Bastian Bug mit seiner Freundin Susi Kutsche mit (oft böse als „Sutsche bezeichnet“) und die Felicia Immel mit. Bei der war es schwer, einen Spitznamen zu finden. Fili hört sich doof an, Filou mochte sie nicht und Immi schon gar nicht. Wir haben uns fast jede Woche zusammengesetzt und einen Spitznamen für sie gesucht, denn ohne Spitznamen ist man ja stumpf und das ist total out. Und Felicia will nie out sein. Darum mussten wir auch dringends einen Spitznamen finden. Irgendwann kam ich dann auf die rettende Idee. Wie meinem Bruder, dem G-Punkt, versuchte ich es mal mit den Anfangsbuchstaben. I-Punkt war dann aber doch zu phantasielos, oder sollte ich fantasielos schreiben. Nein, sollte ich nicht, denn Felicia trinkt ja immer nur Pepsi, keine Fanta. Pepsi light. Also kam ich zu den Initialen F.I. und schon war der Name da: Eff-I. Also Effi. Felicia war einverstanden und endlich wieder in. Ihr Freund, der Florian Much kommt leider nicht mit, der muss arbeiten. Der arbeitet seit letzten Monat in Boppard als staatlich anerkannter Wundertütenfüller. Einmal hat der doch glatt so einen Plastikring mitgehen lassen und der Felicia mitgebracht. Die mochte den natürlich gar nicht, traute sich aber nicht, das zuzugeben und meinte nur, man dürfte doch nichts klauen, auch nicht aus Wundertüten und der Flo sollte das doch bitte zurückgeben. Seitdem ist der voll brav geworden und klaut nichts mehr. Voll gemein, ich wollte nämlich, dass der mir mal so einen lustigen Kreisel mitbringt, den man auch auf den Kopf stellen kann und der sich trotzdem nicht drehen lässt. Aber nein, man macht das ja nicht.

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Das Buch ohne Namen: Prolog (I)

18. Januar 2007 um 11:11 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

(Warum? Darum!)

Die Sonne brennt wie wild auf den zerbrochenen Spiegel, der vor mir liegt. Jedes verdammte Stück scheint die Sonnenstrahlen genau in meine halb verschlossenen Augen zu schicken. An Schlaf ist so nicht zu denken. Die Scherben wegzuräumen wäre aber viel zu viel Arbeit. Verdammt noch mal, ich hab doch Urlaub. Darum liege ich auch faul in meiner niegelnagelneuen Hängematte (nicht im Norma für 12.98 DM gekauft, weil die hatten die nicht bekommen, was weiß ich warum). Neben mir steht mein Nachtischschränkchen, welches ich extra für meine faule Viertelstunde die Treppe runtergeschleppt habe. Nun steht es hier im Garten. Darauf habe ich eine Schale mit Honigmelonen-Stücken und ein Glas eisgekühlten Eistee hingestellt. Eistee ist eben die beste Erfrischung. Vor circa 5 Minuten hatte ich auch noch ein Tablett. Den Spiegel aus dem Flur, der mir aber eben runtergefallen ist, weil ich mit zwei Fingern ein Stück Melone vom Teller holen wollte, ohne mit den anderen drei Fingern das Glas Eistee loszulassen. Nun liegt der Spiegel zerbrochen auf dem Boden und eine Katze, die gerade durch die Hecke gehuscht kam, hat sich an ihm die Füße aufgeschnitten. Es muss eine sehr dumme Katze gewesen sein, denn schlaue Katzen machen so was nicht, die würden eher Whiskas kaufen, als sich an einem handelsüblichen Spiegel, den irgendein Trottel auf den Boden geworfen hat, die Füße zu zerschneiden. Jetzt ist es aber zu spät. Ich habe aber kein Mitleid mit der Katze, sie war sowieso schon alt und da es für Katzen kein Altenheim gibt, ist es wohl besser, sie stirbt jetzt irgendwo an einer dummen Schnittwunde als dass sie noch Alzheimer bekommt und vergisst, dass sie eine Katze ist. Dann denkt sie vermutlich auf einmal, sie wäre ein Mensch und will beim Metzger ein Pfund Gehacktes kaufen. So geht das ja auch nicht.

Rechts neben mir taucht auf einmal ein Schatten auf. Na gut, dachte ich, da kommt mich wohl ein Schatten besuchen. Aber der Schatten wollte gar nicht zu mir, sondern die dazugehörige Person. Es ist meine Mutter, Marianne Geimer, sie hat den Schatten einfach nur so mitgebracht, weil sie dachte, der bräuchte auch mal was frische Luft. „Was willst du denn hier“, frage ich sie, „Ich hab doch meine faule Viertelstunde, da brauch ich keinen für, alleine bin ich immer am faulsten.“ „Achso, naja, du hast auf jeden Fall Post bekommen, ich leg den Brief mal hier neben die Scherben, du kannst ihn ja lesen, wenn du deine Brieflesviertelstunde hast. Wann war die noch mal?“ „Wie jeden zweiten Mittwoch in ungeraden Monaten: Direkt nach den Hängematte-zusammenbaufünfminuten, also um 17.23 Uhr. Von wem ist den der Brief?“ „Von Kreutzer-Reisen. Was die wohl wollen?“ „Ich hab da doch den Urlaub gebucht.“ „Bei Kreutzer? Ich dachte bei LTU, weil die haben einen viel besseren Service.“ „Egal, Kreutzer ist billiger. Und billig…“ „..da stehst du ja drauf.“ „Genau“ „Okay, ich will dich nicht weiter stören, tschüss!“ „Tschöö.“

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Don stellt seine Leser auf die Probe

18. Januar 2007 um 00:15 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Noch etwa einen Monat, dann sollte die Diplomarbeit fertig in meinen Händen liegen. Bis dahin wird es immer schwerer, hier regelmäßig vernünftigen Content abzulegen. Vor allem, wenn ich nebenher (wie heute) noch ein wenig am Blog für das geheime UfA-Geheimprojekt (geheim!) rumbasteln oder (wie morgen) wieder ein Interview mit einer Zeitung habe (da letztens ja nur die Ulmer in den Genuss des Artikels kamen, wird diesmal eine andere Region bedient. Sollte nicht schwer zu erraten sein…).
Darum stelle ich euch diese Woche mal ein wenig auf die Probe und teste, wie leidensfähig ihr seid. Ab heute wird es die nächsten 4 Tage (also Do-So) zur Mittagszeit den Anfang eines Buches geben, welches ich Ende 2000 schreiben wollte. Mehr als einen Prolog (wird hier auf DonsTag in zwei Teile geteilt) und zwei Kapitel sind es aber nie geworden, was wahrscheinlich auch besser ist. In etwa jedem zweiten Satz ist eine Anspielung auf irgendwas verpackt, was ich irgendwann mal erlebt habe, was ihr aber nicht wirklich wissen könnt und darum viel weniger Spaß an dem Teil haben werdet, als ich ihn habe (wobei ich auch nicht mehr alles verstehe). Die Namen sind alle verfremdet, spielen aber auf echte Freunde an, die teilweise auch schon hier im Blog erwähnt wurden.
Ich bin mal gespannt, ob ihr durchhaltet. “Richtige” Beiträge gibt es dann sehr wahrscheinlich erst wieder am Montag, es gibt nämlich gerade sehr viel zu tun…

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