Worst Case

22. Februar 2017 um 12:30 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Als ich euch damals von meinen Auswander-Absichten berichtete, wurde ich in den Kommentaren schon gewarnt, z.B.:

 

…aber aber… …seid ihr euch sicher? Ich meine, denkt doch mal an euer Kind!

Und ja, jetzt muss ich sagen: Ich hatte die Gefahren ein wenig unterschätzt. Hab den Kinder leichtfertig diese fremde Kultur näher gebracht und ihnen auch noch Kontakt zu Ureinwohnern erlaubt und teilweise gefördert.

Was hab ich mir nur dabei gedacht??

Sohnvanone verkraftet das mit seinen bald 7 Jahren recht gut, aber Tochtanone (4 Jahre) hab ich nun glaub für immer verloren.

Natürlich wusste ich, dass das ganze nicht ganz spurlos an den beiden vorbeigeht, aber irgendwie dachte ich, ich komme damit dann schon klar. Was sollte auch passieren?

Der Bub möchte in Lederhosen rumlaufen? Ja, das wäre hart, aber wenn er am Tisch sitzt, sieht man das ja auch fast gar nicht mehr. Und ein Dirndl für Tochtanone fänd ich sogar ganz hübsch, offenbar bin ich selber schon zu tief in den Sumpf geraten.

Die Kinder drücken dem FC Bayern statt dem HSV die Daumen? Könnte ich ihnen nichtmal verübeln, so wie der HSV spielt (wobei das ja gerade wieder besser wird).

Die Kinder wählen irgendwann CSU oder treten ihr gar bei? Sobald sie wählen können, sind sie auch alt genug um aus unserem Haus ausziehen, ist mir dann also egal…

Ihr seht: Ich hatte für alles eine Lösung.
Dachte ich zumindest. Denn den worst case hatte ich nicht bedacht und so hat er mich nun eiskalt erwischt.

Tochtanone hat dieses Jahr im Kindergarten das Projekt “Weltreise” und sie lernen immer wieder was über andere Länder und Kulturen. Das ist ja an sich nichts schlechtes, zumal die Bayern ja auch mal gerne nur auf sich schauen.

Aber nun war eben China an der Reihe…

Oder wie Tochtanone sagt: “Kina”

Wenn sie jetzt noch “Kemikerin” werden will, dreh ich durch…

D´r Schaid in Seeg

13. September 2015 um 23:10 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

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Als wir damals nach Bayern auswanderten (der beste Witz an diesem Auswander-Beitrag ist übrigens, dass mich kurz danach jemand von VOX anrief, um zu fragen, ob sie unsere Auswanderung nicht von “Vox – Die Auswanderer” dokumentieren lassen wollten. Als ich ihr aber dann den Witz des Artikels erklärte (und die Tatsache, dass wir schon ausgewandert waren), war das Interesse dann aber wieder verschwunden), also als wir auswanderten, war uns ja klar, dass das ein kultureller Schock werden würde und hier alles anders wäre.
Aber dem wollten wir mit offenen Armen entgegen gehen und uns (in gesundem Maße. CSU wählen braucht man darum ja nun nicht gleich) auf die Sitten und Bräuche einlassen.

Einer dieser Bräuche ist “d’r Schaid”, bzw. “der Viehscheid”, bzw. um es für jeden verständlich zu machen: “Der Almabtrieb”. Den wollte ich eigentlich schon lange mal gesehen haben, aber da die Alm dann doch noch ein Stückerl weiter weg ist, hab ich davon immer erst mitbekommen, wenn es schon wieder vorbei war.
Dieses Jahr aber nicht. Da wurde es glücklicherweise kurz vorher im Radio erwähnt und da das Wetter ja auch optimal werden sollte (und es dann auch wurde), war klar: Dieses Jahr geht es also zum Schaid.

Stellte sich dann nur noch die Frage: Wo genau soll es denn hingehen? Denn an dem Tag gab es dann gleich 6 Almabtriebe. Da ich nicht sicher war, wie die Kinder die nahen und durch die Glocken sehr lauten Kühe wegstecken würden, entschied ich mir für einen relativ kleinen Schaid, auch in der Hoffnung, dass man da dann noch nen guten Platz bekommt und es noch nen urigen Touch hat (zeitgleich war auch ein Abtrieb in Hohenschwangau, wo ich dann durch das Schloss Neuschwanstein eher ein überfülltes Touri-Event erwarten würde). Letztes Kriterium war dann noch die Uhrzeit. Denn um 9 Uhr muss ich an einem Samstag dann doch noch nicht auf der Alm sein…

Und so ging es dann nach Seeg, wo es nur 80 Kühe gab, die gegen 13 Uhr im Ort eintreffen sollten. Optimaler Einsteiger-Schaid quasi.

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Bis zum Eintreffen picknickten wir noch auf einer Wiese, von wo wir dann beim ersten Kuhglockenläuten an die Straße eilten (wo dann immer noch mehr als genug Platz war. Der Plan war also voll und ganz aufgegangen).
Und schwups, war es auch ganz schnell wieder vorbei, denn die 80 Kühe waren dann auch in windeseile durch die Straße gejagt (das hatte ich mir aufgrund von YouTube-Recherchevideos doch ein wenig länger vorgestellt (das nächste Mal geht es dann nach Bad Hinde, da gibt es wohl ca. 1000 Kühe und es sollte ne Weile länger dauern…)).
Hat gerade noch gereicht um ein paar Fotos zu machen, da war es schon wieder vorbei:

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Sohnvanone hat auch noch zwei Fotos gemacht (dann war sein Speicher voll, was er mir aber erst auf der Rückfahrt verraten hat. Bis dahin hat er weiterhin so getan, als würde er Fotos machen…):

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Damit war es dann aber zum Glück noch nicht vorbei, denn das war erst Mal nur der Almabtrieb. “D’r Schaid” hat seinen Namen aber von der Scheidung/Trennung der Tiere, denn diese müssen nun nach ihren Besitzern aufgeteilt werden. Und damit da auch ja alles mit rechten Dingen zugeht, schauen alle aufmerksam zu:

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Dort konnte man dann auch noch die Kranzkuh und das Kreuzrind aus der Nähe bewundern und anfassen:

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Die Kranzkuh ist traditionell die schönste Kuh und wird besonders geschmückt, wenn es in der Zeit auf der Alm keine tödlichen Zwischenfälle (für Mensch und Tier) gab. Dieser wird (so sagt es Wikipedia) “aufwändig aus Zweigen, Blumen, Gräsern und Bändern in Form einer Krone geflochten”. Und weiter: “Meist zeigt der Kranz ein Kreuz, womit um den Schutz des Himmels gefleht wird, sowie Spiegel und Glocken zur Abwehr böser Geister.” Können wir alles bestätigen.
In Seeg gibt es allerdings nicht nur die überall verbreitete Kranzkug, sondern auch noch das weniger verbreitete Kreuzrind.

Auf dem Heimweg, musste ich dann aber doch noch ein paar Mal anhalten, um die schöne Landschaft festzuhalten:

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Das nächste Mal darf es dann ruhig ein größerer Schaid sein. Jetzt wissen wir ja, was auf uns zukommt…

Ende. Also nach dem zugehörigen Symbolbild:

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Nochmal Müller

14. Juli 2014 um 10:25 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

UPDATE: Puhh! RTL ist wohl wegen der letzten Müller-Aktion nachtragend und will uns an dem Spaß nicht teilhaben lassen. Ich hab obiges Video mal nochmal ausgetauscht, könnte also für so 1-2 Stunden wieder funktionieren.
Alternativ bleibt wohl nur ein sehr sehr saurer Apfel, nämlich bild.de, wo man hier das Video eingequetscht zwischen peinlichem “Journalismus” (??) ab Position 0:58 finden kann.

Das Land der Dichter und Denker

29. November 2009 um 23:36 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Nächstes Jahr heiratet mein Bruder. Der war früher angeblich nie Bayern- sondern immer Bochum-Fan, aber irgendwie hab ich das anders in Erinnerung. Naja, wie auch immer. Momentan überlege ich, ob ich ihm an seinem Hochzeitstage nicht ein Gedicht aufsagen soll.
Ich wüsste auch schon, bei wem ich da anfrage, nämlich niemand geringerem als Karl-Heinz-Rummenigge. Keine Ahnung, warum der ein Fußballer wurde, bei so viel Poesie, die in ihm schlummert. Das ist doch verschwendetes Talent:


Original Video- More videos at TinyPic

Hier noch der Text zum mitlesen und interpretieren:

 

Lieber Franz, ich danke Dir.
Ich danke Dir, ich danke Dir sehr.
Ich danke Dir, das fällt uns nicht schwer.
Ich danke Dir, danke Dir ganz toll,
weiß gar nicht, was ich alles sagen soll.
Ich danke Dir, Du bist ein Schatz,
dies sag ich Dir in diesem Satz.
Ich danke Dir, das fällt nicht schwer -
danke, danke, danke sehr.
Und ein spezielles Dankesehr
an 1860 für die Watschn an Dir.

[via Pleitegeiger]

Blamage für die Bayern

04. April 2009 um 18:14 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Puh, die Hamburger haben mal wieder so auf “wir machen hier mal nichts vorzeitig klar” gespielt, dass ich mir die letzten 15 Minuten nur in der Konferenz angetan habe. Und pünktlich zur Bayern-Demütigung schlechthin und dem Tor des Jahres (sag ich mal so) war ich dann auch da:

Wow, was ein Tor.
Und da der HSV auch gewonnen hat, stehen wir jetzt also punktgleich mit den Wölfen an der Spitze, dank des “relativ” schlechten Torverhältnisses aber nur auf Platz 2.
Aber ehrlich: Vor dem letzten Spieltag sind mir die Wölfe vor der Nase deutlich lieber als die Bayern, denn den Wolfsburgern traue ich eher zu, in einer solchen Situation noch zu patzen.
Alles perfekt gelaufen heute, würd mich mal sagen (wenn man von der gelb-roten für Jarolim mal absieht). Ein Dank auch nach Dortmund…

Marcell Jansen zum HSV

27. August 2008 um 21:56 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Ich find die Transferpolitik des HSV in letzter Zeit ziemlich lustig. Nach außen dringe irgendwie kaum was, so dass jede Zeitung mit anderen Namen spekuliert und auf einmal heißt es dann “Kompany ist weg” oder  “Jansen kommt” oder so und man sitzt da und denkt:  “Äh, bitte was???”
Aber ganz ehrlich: Ich mag Überraschungen und finde so unvorhergesehene Transfers viel lustiger, als solche, bei denen man ewig mitfiebert, ob es denn nun klappt und am Ende wird dann doch nix draus. Vollendete Tatsachen, das ist doch mal was.

Aber was ist Marcell Jansen? Ersteinmal natürlich ein Nutella-Boy. Wie auch dieser Herr Lahm Lauth, den wir Hamburger ja nicht so sonderlich gut in Erinnerung haben (ist ja jetzt wieder bei 1860 gelandet, mal gespannt, ob er da jetzt “ein ganz Großer wird”.
Jansen ist auch noch der milchbubigste Nutellaboy von allen, das macht es nicht unbedingt besser. Aber dann hat er ja am 4.11. Geburtstag, was ich sehr gut nachempfinden kann. Nur hab ich das schon 5 Jahre länger. FÜNF Jahre! Hallo? Wie jung sind denn so Fußballspieler heutzutage? Und sagt jetzt keiner, dass ich ja schon so alt wäre, das kann gar nicht sein!

Und nun? Bin ich glücklich mit dem Einkauf? Ich hab keinen blassen Schimmer. Irgendwie kann ich mir den nicht mit der Raute auf der Brust vorstellen. Mal abwarten, ob er mich überzeugen kann. Als “Bayer” seh ich den aber nicht, dafür hat der da einfach zu wenig gespielt. Ist wie bei Poldi, der ist für mich auch in erster Linie Nationalspieler und dann Kölner. Danach erst Bayer…

PS: Bitte verschont mich mit dem schlimmsten aller Nutellaboys: Kevin Kuranyi.Das würde ich nie verkraften…

PPS: Noch schnell ein Video. Für alle Fußballunkundigen: Der der ganz am Anfang in Nahaufnahme ins Nutellbrot beißt, dass ist unser neuer “Mann”:

DFB-Pokal! (II)

27. Februar 2008 um 23:06 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Nochmal kacke!
Typisch Bayern…

18,60

27. Februar 2008 um 14:08 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Ganz speziell nur für meinen kleinen Bruder, der ein halber  60er ist (hat er irgendwann mal eingeführt (behaupte ich mal so, er wird es sicher abstreiten), um als Lauterer immer einen Lieblingsverein in der ersten Liga zu haben, ist mit dem Konzept aber gnadenlos gescheitert…) und diese Situation in ähnlicher Weise (natürlich mit genau anderer Reaktion) auch schon erlebt hat.

Heute drück ich den  60ern dann aber auch die Daumen, sofern ich sie nicht beim  Hamburg-Spiel schon zerquetscht habe…

[via  Werbeblogger]

Update: Der erste Kommentar beim Werbeblogger hat es auch in sich:  Grünewalder Stadion rot weiß angemalt. Da will es jemand echt wissen…

UPDATE2: Ups, WordPress scheint nur Zahlen als Titel nicht zu mögen, der Artikel war in der Einzelansicht nicht aufrufbar. Jetzt geht es aber…

Klinsi neuer Trainer bei den Bayern

11. Januar 2008 um 16:31 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Ja, passt.

Etwas verwundert hat mich nur dieser Abschnitt im  SpOn-Artikel:

 

Der 43-Jährige lebt mit seiner Familie in Newport Beach in der Nähe von Los Angeles. Ob er für seine neue Tätigkeit beim FC Bayern nach Deutschland zurückkehren wird, teilte der Verein bislang nicht mit.

Was ist denn das für ne Frage? Will der jeden Tag pendeln, oder ist der nicht fürs Training zuständig, sondern nur, um am Wochenende sein Gesicht auf der Trainerbank in die Kamera zu halten? Oder installieren die dem ne Webcam auf dem Trainingsgelände und der steuert das alles vom Strand aus?

(via Ghost Dog, der mich mit seiner Überschrift  “Der Jürgen macht’s”, denn ich hatte fast befürchtet, dass mir der bisher sehr sympatische Jürgen Klopp auf einmal extrem unsympathisch wird…)

Skandal: FCB schummelt sich zur Meisterschaft

28. August 2007 um 19:00 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Klar kann man die Meisterschaft gewinnen, in dem man all sein Geld in Spitzenspieler ausgibt. Aber man würde sich ziemlich dem Spott aussetzen, wenn es dann am Ende doch nicht klappen würde. Daher geht der FC Bayern ganz sicher und sperrt einfach vor riskanten Spielen den besten Spielers der gegnerischen Mannschaft. Hat sich sonst keiner über die rote Karte für Vincent Kompany gewundert? War natürlich nix schlimmes, aber für ein Spiel (eben genau das gegen die Bayern) muss er nach einer solchen Karte gesperrt werden.
Und da sollen jetzt die Bayern dran Schuld sein? Don der schlechte Verlierer, der irgendwelche haarsträubenden Theorien an Land schleppt?
Mitnichten!
Der FCB gibt  auf der eigenen Website zu, Vincent höchstpersönlich gesperrt zu haben:

FCB sperrt Kompany

Hab ich da jemand “Zwangsabstieg” rufen hören?

(via Newsgroup)