Sohnvanone hat von uns zu Weihnachten ein Telefon geschenkt bekommen, das viele tolle Tasten hat, die blinken und Musik machen, wenn man sie drückt. Dummerweise ist das Teil usabilitytechnisch ganz schlecht gestaltet, so dass Sohnvanone fast immer nur den Ein- und Ausschalter drückt, was dann noch nen ganzen Ticken nerviger ist, als die artgerechte Benutzung.
Da ist der Laptop, den er auch zu Weihnachten bekommen hat, schon deutlich besser. Nur bin ich nicht sicher, ob dessen Titellied “Der Laptop ist mein Freund” wirklich die Message rüberbringt, die ich meinem Sohn auf den Weg geben will. Aber ich glaub da hat er als Sohn seiner Informatikereltern eh schon verloren…
Aber egal, es geht ja noch viel schlimmer.
Sollte es also irgendwem geben, dem es noch nicht reicht, wenn das eigene Kind sein Spielzeug (am liebsten natürlich Bauklötze, die nicht nur im Fernsehen sacke weh tun, wenn man barfuß drauf tritt) in der Wohnung verteilt, so gibt es da genau das richtige Spielzeug als Ergänzung:
Ganz andere Stilrichtung: Ein Fußball, der die Titelmelodie vom “Beverly Hills Cop” spielt, während er einen Laserkreis um sich auf den Boden wirft
Und falls dem Kind da vor Schreck die Haare vom Kopf fallen, oder es eh mit sehr spärlicher Behaarung auf die Welt gekommen ist, lohnt sich sicher ein Blick auf www.babytoupee.com. Mehr muss ich dazu wohl nicht schreiben…
So ein Kind ist schon was komisches. Auf einmal steckt man in einer Kapsel und kriegt von der Welt drumherum kaum noch was mit. Horst Köhler ist zurückgetreten? Heute ist Feiertag? Oder Sonntag? Morgen geht schon die WM los?
Ja, morgen geht schon die WM los. Und noch nie war ich so “unvorbereitet” wie jetzt. Gruppengegner, “deutsche Termine”, teilnehmende Mannschaften… von allem keinen Plan. Aber drüber bloggen kann ich ja trotzdem, das hat mich noch nie von irgendwas abgehalten. Dabei werde ich sicher kein unkompetentes Gelaber zu den einzelnen Spielen abgeben (das kann eh keiner so gut, wie Inishmore auf seinem “unfassbar kompetenzfreien WM-Tagebuch”, absoluter Lesebefehl), sondern euch nur Zeug hier hin schaufeln, das thematisch vage passt und mir irgendwann mal vor die Füße gefallen ist.
Und zwar mach ich das jetzt alles in einem Wusch, also macht mal etwas Platz…
Gleich mal ein Spoiler vorweg, für alle, die keine Zeit für die WM haben: Brasilien wird Serbien im Finale besiegen, Deutschland scheidet gegen Frankreich im Viertelfinale aus. Zumindest, wenn man den Berechnungen von Simon Kuper und Stefan Szymanski glauben darf. Die komplette WM-Verlaufs-Prognose kann man sich hier in hübsch visualisiert anschauen. Mehr Infos und weiterführende Links gibts bei Spreeblick.
Ein wichtiger Helfer, um mir einige der oben genannten Fragen zu beantworten, ist natürlich Google. Und die haben nicht nur eine schicke Übersicht über die nächsten Spiele und die einzelnen Gruppen, wenn man nach “Weltmeisterschaft” sucht, sondern auch das “Gooooooogle” am unteren Rand (zum Durchblättern der Suchergebnisseiten) durch ein “Gooooooooal” ersetzt. Sehr witzig…
Und jetzt unterbreche ich das ganze mal für eine unglaublich tolle Werbung:
Ok, zurück zum Programm, zurück zur WM. Und die ist voll mit Vuvuzelas. Die hatte ich ja in dem sagenhaft schlechtesten Spiel des HSV in der letzten Saison live im Stadion erleben dürfen und mittlerweile sind sie auch bei uns in der Nachbarschaft ankgekommen und tröten uns den Nachmittag voll. Was also tun, wenn ein Tor fällt? Schnell das Hemd über die Ohren ziehen, damit man den Lärm nicht hört.
Und damit das nicht zu dämlich aussieht, muss man natürlich das richtige Hemd anziehen. So wie dieses hier, nur eben nicht unbedingt in der Oranje-Variante:
Ok, die Idee ist nicht neu (hab es zum ersten Mal glaub in der Zombie-Variante gesehen), aber trotzdem lustig.
“Nicht neu” ist auch das folgende Video, welches ich eigentlich bringen wollte, als der HSV im Europa-League-Endspiel gestanden hätte, wenn da nicht.. ach… reden wir nicht drüber.
Also: Stell dir vor, es ist der Tag des großen Finales (z.B. das WM-Finale Deutschland-England oder so, im folgenden handelt es sich aber nicht wirklich um ein Finale, sondern “nur” ein Championsleauge-Spiel zwischen dem AC Mailand und Real Madrid) und deine Frau schleppt dich aber genau zu dieser Zeit zu einem Poesie-und-klassische-Musik-Event. Natürlich gehst du mit ihr hin, aber dein Leben ist runiniert. Bis dann auf einmal… diese Musik… die kennst du doch… das ist doch…
Aber seht selbst, was Heineken da veranstaltet hat:
So, nachdem ich jetzt leicht abgeschweift bin, wieder zur WM 2010. Und dem wichtigsten Utensil: Dem Ball. Doch wie wird der hergestellt? Bestimmt in hochtechnisierten
Fabrikanlagen, wo am Anfang ein Klumpen Rohstoff auf das Fließband fällt und dann am Ende ein fertiger Ball rauskommt, oder? Nicht wirklich, das ganze ist überwiegend Handarbeit (Kinderhände konnte ich keine entdecken…):
Und das soll es dann auch für heute gewesen sein. Jetzt sollten wir alle auf die WM vorbereitet sein (nein, bin ich nicht, ich weiß nichtmal, wie unsere WM-Hmnye heißt, wer unsere TV-Experten sind und wann morgen eigentlich die Eröffnungsfeier ist. Die ist doch morgen, oder?). Und nun ziehet durch die Straßen und stimmet alle mit ein:
Kurzkritik: Interessante Dokumentation über Künstliche Intelligenz, die vor allem durch die sympathische Art des ehemaligen MIT-Professorn Joseph Weizenbaum getragen wird, der den ganzen Entwicklungen sehr kritisch gegenüber steht.
Und das in meinen Augen vollkommen zu Recht. Relativ oft hab ich mir im Laufe der 90 Minuten die Frage gestellt: "Und warum genau sollte man das wollen?"
Ich hatte (auch aufgrund des Untertitels "Von Computern und anderen Menschen") eher ein breiteres Spektrum erwartet als nur die KI und musste dann bald Erfahrungen aus meinem Studium wiederholen: KI ist zwar ein Thema, für das ich mich gerne interessieren würde, aber dann wird mir doch relativ schnell langweilig. Im Studium hab ich zweimal versucht (bei verschiedenen Dozenten) die KI-Vorlesung durchzuhalten, hab es aber nie über 3 Wochen geschafft.
Und auch der Film verlor im hinteren Teil einen Teil meiner Aufmerksamkeit...