
Wann taut es denn mal wieder? Hätte hier noch Balkonpflanzen und -möbel, die auf den Speicher wollen, aber momentan unter viel zu viel Schnee begraben sind…


Wann taut es denn mal wieder? Hätte hier noch Balkonpflanzen und -möbel, die auf den Speicher wollen, aber momentan unter viel zu viel Schnee begraben sind…
Wie im letzten “Interview” schon angedeutet, waren Frau Dr. Bü und ich an diesem Wochenende mehr als fleißig und haben beinahe ihr ganzes Arbeits- und Nähzimmer aufgelöst und in verschiedene andere Zimmer (hauptsächlich in “mein” Arbeitszimmer (jetzt “unser”, wir sind also quasi nochmal zusammengezogen, obwohl wir schon zusammen wohnen), aber auch in Keller und Speicher, die dafür dann auch alle wieder auf- und entgeräumt werden wollten) verteilt.
So kann das Baby-/Kinderzimmer also bald kommen (die Scherzkekse vom Möbelhaus haben mich tatsächlich am Mittwoch angerufen und gefragt, ob sie es Tag drauf vorbeibringen könnten, obwohl eigentlich Ende März ausgemacht war. Dabei bleibt es jetzt dann auch).
Und während Frau Dr- Bü nun um ihr Zimmer trauert, trauer ich um das Wandregal, dass mich seit meiner Geburt immer begleitet hat. Hier nur die Bilder aus den verschiedenen Wohnungen in Ulm (bzw. auch verschiedenen Zimmern innerhalb einer Wohnung), davor war es halt im elterlichen Haus (und davor in der elterlichen Wohnung) immer irgendwo im Einsatz (mit kurzer Pause? Bin nicht mehr sicher):

Jetzt hat es erstmal ausgedient (das Bild unten links ist quasi kurz vor dem Ruhestand) und wartet im Keller auf den nächsten Umzug. Nur die beiden Schrankkästen haben auf dem Speicher noch einen neuen Einsatzort gefunden, aber das ist halt nicht das Gleiche…
Und wo wir am Wochenende so unglaublich fleißig waren (echt jetzt), hab ich auch gleich mal begonnen, was jetzt seit über einem Jahr auf meiner ToDo-Liste steht und durch den samstäglichen Sonnenschein wieder dringlicher wurde: Ich hab nämlich den Balkontisch gesäubert und gepflegt. Hier mal ein Vorher-Nachher-Vergleich mit einem der viel zu vielen anderen Balkonmöbel, die alle auch noch behandelt werden wollen (uff!):

Jetzt brauch ich erstmal wieder ne Arbeitswoche, um mich von dem Wochenende zu erholen…

So, wo fange ich an? Am Besten mal geh ich nochmal zurück zur Besichtigung unserer neuen Wohnung. Denn schon als wir da die Aussicht von unserem Balkon über Ulm (und um Ulm herum, ist echt so) gesehen hatten, war klar, dass Silvester 2008 bei uns gefeiert wird. Da fällt mir auf, dass ich die hier auf de, Blog noch gar nicht erwähnt hatte. Okay, hier ist sie:

Gibts natürlich auch in groß. Und bei gutem Wetter, können wir ganz hinten sogar die Alpen erkennen (sehr deutlich sogar, aber das kennt ihr ja schon, war von Daimler oben ja nicht anders. Besser zu sehen aber noch auf dem Münsterblickpanorama, das Manu hier mal vorgestellt hat).
Und bei der Einweihungsparty im April waren dann auch unsere 8 Gäste schon informiert. So früh wusste ich noch nie, wo ich Silvester feier…
Für das Thema “krönender Jahresabschluss” muss man dann nicht so weit zurückgehen, das kam einfach beim Suchen nach passender Silvester-Deko kurz vor Weihnachten. Da war nicht wirklich viel vernünftiges zu finden, dafür um so mehr Kronen. Also erdachten wir uns schnell einen Bezug zwischen Kronen und Silvester und schon war das Thema fertig. Vor allem, da der geplante Nachtisch dazu einfach perfekt passte. Für den müssen wir jetzt dann wieder ein wenig weiter zurück, nämlich bis in den August zu unserem Tauchurlaub. Da war es es uns tagsüber über Wasser einfach zu heiß, so dass wir zwischendurch in unserem Hotelzimmer vor dem Fernseher verschnaufen mussten. Und da gab es dann bei “Unter Volldampf” die “Dom Schokolade a la Wolfgangka”, die einfach nur lecker aussah. Kaum wieder in Deutschland (2 Tage danach) haben wir das ganze dann auch gleich mal ausprobiert und waren dann auch vom Geschmack begeistert. Also: Bloß nicht drüber bloggen, soll ja schließlich geheim bleiben…
Der Probenachtisch sah damals so aus (man beachte die Krone):

(Vom Original-Silvesternachtisch hab ich irgendwie kein vernünftiges Bild gemacht, später kommts hier noch in klein, aber auf dem Foto sieht das Probeteil einfach leckerer aus…)
Einen Tipp für den, der es selber nachmachen will (was ich nur empfehlen kann): Die Mengenangabe in dem Rezept ist utopisch! Die Zutaten für 4 Personen reichen dicke für 8 Leute. Dicke! Wir hatten das irgendwie wieder vergessen (der Probenachtisch war ja schon so lange her) und hatten dann daher (mit der Menge für 8 Personen) trotzdem 10 so riesige Döme wie auf dem Foto oben (statt einem Dom in der Größe der Kaffeetasse daneben). Und selbst ohne ein opulentes Raclette davor, ist so ein großer Dom nur von geübten Essern zu schaffen. Schließlich sind in so einem einzigen Dom dann eine Tafel Schokolade, ein halber Becher Sahne und 2 Eier.
Wenn man vom Tauchurlaub jetzt nochmal etwa einen Monat zurück geht, kommt man zu einem weiteren Punkt, der schon sehr früh feststand: Ich hatte Ke nämlich versprochen, ihr spätestens Silvester Marshmallows zu machen (die leckeren, mit dem einfachen Puderzucker-Wasser-Gelatine-Rezept). Und da ich vorher irgendwie nicht dazu kam, war das also auch unumgänglich. Hat diesmal auch ganz ohne Probleme geklappt (sogar in weiß!) und geschmeckt haben sie auch. Noch leckerer waren sie allerdings (das haben wir dann erst gestern festgestellt, als alle Gäste schon weg waren und wir den Affenplaneten betrachteten), nachdem man sie mit dem Flambierfeuerzeug ein wenig bearbeitet hatte. So mit lecker Karamellkruste und flüssiger Matsche drunter. Wow!
Da man aber nicht nur von Nachtisch und Marshmallows leben kann, gabs dann auch noch das schon erwähnte Raclette und eine Vorspeisenplatte, zu der Frau Bü sehr leckere Lachs- und Olivencreme zauberte. Meine Aufgabe war es, die Cocktails als Häppchen zu servieren. Details dazu gibt es später in einem separaten Beitrag, hier gehen wir jetzt nur mal die Schritte zurück. Nämlich erst einmal zu meinem allerersten Blogbeitrag, in dem ich schon mein Interesse an molekularer Küche bekundete. Und dann gehen wir zu meinem Geburtstag in diesem Jahr, zu dem mir RoKe nicht nur die Bacon Mints schenkten, sondern (damals nur geheimnistuerisch erwähnt, da auch das eine Überraschung für Silvester werden sollte) auch ein Set um Molekular-Cocktails herzustellen. Aber wie gesagt: Dazu später mehr, das würde hier jetzt den Rahmen sprengen.
Jetzt erstmal ein paar Eindrücke vom Essen und der Kronen-Tischdekoration:

Wie man sieht, gab auch das traditionelle Bleigießen, für Gummibärchenorakel und Dinner for One war irgendwie keine Zeit mehr, was aber nicht wirklich schlimm war. Viel toller waren da eh die persönlichen Jahresrückblicke, die die Gäste in je 15 Minuten vortragen durften. Schließlich waren darunter auch welche, die das letzte Jahr komplett durch Abwesenheit glänzten und da will man ja (mal abgesehen von den Blogbeiträgen) auch auf den aktuellen Stand gebracht werden. Und so gab es dann Videos, Fotos (Analog wie Digital) und auch Zeichnungen zu sehen.
Ich bedanke mich jetzt noch schnell bei meinen Gästen, die natürlich auch viel zu dem gelungenen Abend (und der Nacht) beigetragen haben und bin dann hier jetzt auch mal fertig…
Gratulation an XiongShui, er hats richtig getippt.
Allerdings hatten wir hier schon vorher die Lösung. Und zwar auch getrennt voneinander. Ok, ich wusste nur, dass es ein Käfer ist, Frau Bü konnte mir dann aber unabhängig von meiner “Recherche” den Namen des Käfers ins Gesicht sagen, als sie vom Fechten wiederkam. Also ist jetzt aus drei Quellen bestätigt, was es ist: Ein Junikäfer.

Bei XiongShui war es eine vage Ferndiagnose, bei Frau Bü war es das Wiederentdecken der Viecher an anderer Stelle mit fachkundigen Leuten drumherum und bei mir war es (angetrieben durch Babba) ein Spiel um Leben und Tod.
Denn um der Sache auf den Grund zu gehen, musste ich eines der Viecher fangen, anders war bei der einbrechenden Dunkelheit und der Rastlosigkeit der Brummer keine Chance gegeben, sie mal aus der Nähe zu betrachten. Ich musste also raus auf den Balkon, mitten in den Schwarm der fiesen Erderoberer. Ich konnte ja zu dem Zeitpunkt noch gar nicht wissen, um wen es sich hier handelt. Angriffslustige Bienen? Noch angriffslustigere Hummeln? Noch noch angriffslustigere Außerirdische Flugobjekte mit kleinen Laserpistolen und nem Enführungsteleporter und anschließender Untersuchung meine Körpers auf dem Seziertisch (da, wo ja eigentlich deren Körper hin soll)?
Nun gut, ich fasste also allen Mut zusammen und ging in die Höhle des Löwen (okay, dass es keine Löwen waren, war auch bei den schlechten Lichtverhältnissen relativ eindeutig zu erkennen, aber ihr wisst ja, wie es gemeint ist). Und dann stand ich da und hatte keine Ahnung, was ich tun sollte. Wie fängt man so ein flinkes Tier, ohne es zu verletzten und ohne sich selber von dem Laserstrahl treffen zu lassen?
Da erblickte mein Auge (nur das eine, das andere beobachtete weiter den Feind) eine Spinne, die die ganze Arbeit schon für mich geleistet hatte (siehe kleines Foto). Ich brauchte das eingepackte Vieh also nur noch zu “pflücken” und dann zu beobachten. Dummerweise hing die Spinne ganz schön weit oben, so dass ich nicht rankam. Also einen Stock organisiert und den einen Papiermülleimer so drunter gehalten, dass das arme Vieh nach einem kleinen Schlag genau reinfallen sollte. Irgendwie (Außerirdische?) muss das aber schief gelaufen sein und das eingeschnürte Tierchen verfehlte den Eimer und stürzte 3 Stockwerke in die Tiefe. Auf meine Frage, ob noch alles in Ordnung sei, kam keine Antwort. Ich befürchtete schlimmes, konnte mich aber nicht weiter drum kümmern.
Zumal mein zweites Auge gerade einen Brummer über dem Tisch fliegen sah. Und schwups, war auch schon der Mülleimer drüber gestülpt. Schnell ne Pappe drunter und rein mit dem Teil ins Wohnzimmer. Nur weg von den umherschwirrenden Monstern.
Aber im Wohnzimmer erkannte ich dann schnell, dass ich nur einen kleinen Schritt weitergekommen war. Denn das Ungeheuer schwirrte immer noch ungebremst umher und war durch die feinen Maschen des Papiermülleimers ( so einer war es) nicht wirklich zu fotografieren. Ja kacke…
Also hab ich mir die Glasschüssel geschnappt, in der gestern während den ersten 30 Minuten des Fußballspiels noch Popcorn zu finden war und spülte sie schnell mal durch. Währenddessen überlegte ich mir, wie ich wohl das Tier jetzt unter diese Schüssel bekomme, ohne Gefahr zu laufen, dass es am ende im Wohnzimmer rumfliegt. Ich kam nicht wirklich zu einer vernünftigen Lösung, glücklicherweise hatte mir das unbekannte Flugobjekt diese Frage aber auch abgenommen. Denn irgendwie hat es sich in den kleinen Löchern des Papierkorbs verfangen und hing leblos am Rand fest.
Also schüttele ich es einfach ab und stülpte flugs die Glasschüssel drüber. Nachdem durch die Scheibe aber auch nicht so toll zu fotografieren war und das Tier auch einen relativ toten Eindruck machte, ließ ich diese Schutzwand dann aber weg und machte fleißig Fotos. Als ich es dann am Ende auf den Rücken drehte, um es auch einmal von unten zu fotografieren, muss ich wohl den Heimlichgriff für Junikäfer angewandt haben, denn plötzlich kam wieder Leben in den Kleinen. Langsam regten sich die Beinchen. Ich also schnell noch ein letztes Foto von unten gemacht und dann nichts wie raus mit dem Teil.

Und ich kann alle Tierschützer beruhigen: Keine Minute später flog es dann auch wieder munter mit seinen Kameraden in der Gegen rum, bis es ihnen zu langweilig war. Morgen um 21:30 gehts in die nächste Rune, da werde ich dann aber nicht mehr dabei sein…
Bis 21:20 Uhr war nichts zu sehen, dann waren die Hummelbienen auf einmal wieder da. Mal gespannt, wann sie heute kommen…
Wenn die Sonne am frühen Morgen noch zaghaft durch unser Ost-Fenster und die Afrika-Gardinen scheint dann bin ich meistens schon wach. Hell wach um genau zu sein. Zu keinem anderen Zeitpunkt der Woche oder des Tages ist dieses Gefühl zu erreichen. Nur an einem freien Wochenende zu Hause in Ulm bin ich um 7:30 Uhr hellwach und voller Tatendrang. Inzwischen kann meinen morgendlichen Schöpfergeist auch kein warmes Bettchen mehr bremsen da es inzwischen ja Sommer ist.
Wenn ich dann um 7:31 Uhr in der Küche am Fenster bei der ersten Tasse Soja-Milch stehe, dann denke ich mir immer, das diese Zeit nur mir gehört. Ich stehe dann da und schlürfe und genieße vor mich hin und plane. Soll ich backen? Was backe ich? Soll ich nähen? Was nähe ich? Soll ich Sporteln? Wie lange? Dieses Wochenende war der eindeutige Sieger dieses morgigen Überlegungen immer und mit einer eindeutigen Mehrheit: BACKEN. Da mir meine Prachtstücke auf Dauer doch Bikini gefährlich werden und ich den Tauchanzug ja auch mal ausziehen möchte ;) habe ich mir etwas anderes gesucht, dass man backen kann und täglich verzehren darf: Brot und Brötchen! Was passt besser zu einem Sa/ So oder Feiertagsmontag Morgen als frische Backwaren? Nichts, außer ein wachsweich gekochtes Ei vielleicht. Also habe ich letzte Woche unserem Bäcker Konkurrenz gemacht (O-Ton: die Dinkelknauzen sind noch nicht da! Müssten aber bald kommen.” Sa morgens um 10:00 Uhr?!?!?! – unfassbar). Da ich mich grundsätzlich an keine Rezepte halte diente mein neues Brotbackbuch eher als Orientierung denn als Vorlage. Das Ergebnis ist dann natürlich mal sehr gut (Karotten-Körnerbrot) und mal weniger gut (Mohnbrot). Aber durchweg befriedigend für die Seele.
Und da ich mich dieses Wochenende ein echtes Küchen-Fieber gepackt hat kamen noch allerlei andere köstlichen selbstgebackenen, eingekochte oder sonst wie zubereitete Dinge auf den Tisch, die wir bei dem schönen Wetter allesamt auf dem Balkon genießen durften:

*ich freu mich*
Bei dem Wetter ist es echt dringend an der Zeit, den Balkon mit den entsprechenden Möbeln zu versehen:

Am Sonntag gabs dann passend dazu auch den ersten Alpenblick vom Balkon aus. Schee… (nein, da fehlt kein “n”)