Ich arbeite momentan mal wieder für die Parkhausfirma, bei der ich mir auch schon während des Studiums und früher was dazu verdient habe.
Bei diesem Ding habe ich z.B. die Arretierungen für die Gegengewichte der Aufzüge montiert … in 50m Höhe, an einem Seil hängend im Innern der ca 40x80cm großen Schächte für die Gewichte … war spannend. Und es ist irgendwie nett an sowas mitgewirkt zu haben.
Es ist auch echt faszinierend wie unbekannt eine Firma sein kann, obwohl sie bekannte Sachen gebaut hat. Sogar auf dem Discovery Channel lief was dazu:
Ab 1:30 sieht man was von der Technik …
Die Türme bei VW laufen schon seit 2000. Vieleicht kann ich bei der Arbeit noch ein paar coole Bilder organisieren, die ich dann posten darf, auch von den neueren Systemen in Peking und DenHaag.
Wäre eigentlich auch fast was für unsere Meerschweine, aber 260 Dollar ist es dann doch nicht wert.
Wofür hat man Nachbarn, wenn nicht zum Babysitten ;-)
Hat jemand gelacht, als er die Überschrift gelesen hat? Dem sei gesagt: Das ist kein Scherz, das ist (zumindest in BaWü) bittere Realität.
Aber fangen wir doch vorne an: Nachdem ich mit Frau Bü heute ziemlich produktiv Hochzeitsvorbereitungen getroffen habe (Basteltag…) und wir uns den Braten (ihr erinnert euch…) haben munden lassen (nachdem er doch “ein wenig” länger brauchte, als auf der Packung stand), wollten wir den Abend mit einem netten Film ausklingen lassen. Nachdem die ersten Pläne, die hauseigenen Filmvorräte auszunutzen nicht wirklich aufgingen (Film verliehen oder doch nicht der, den man meinte), entschlossen wir uns dann doch für einen Besuch in der Automatenvideothek um die Ecke (über Fingerabdruck und Karte, ganz ohne Personal, 7 Tage 24 Stunden geöffnet, sehr sehr bequem). Zum Glück hatte es auch endlich aufgehört zu regnen und so musste man sich nur noch auf einen Film einigen.
Frau Bü brachte wieder ein “Ab wann gibts nochmal den ‘Mitten ins Herz’?” heraus, wie sie es immer tut, seit der Film nicht mehr im Kino läuft, wo wir ihn eigentlich sehen wollten. Also wurde der Rechner hochgefahren und Google angeworfen: 17. August. Schade… Dann eben doch mal auf der Online.Seite der Videothek gucken, was die momentan so haben. Kurz gestuzt… da gabs den Film doch schon (auch “Born to be wild” (den ich nie nie nie sehen will), der laut Videotheks-Zeitschrift erst ab dem 22.8. erhältlich sein soll, irgendwie komisch). Also schnell auf “Reservieren” geklickt (das erspart den Fingerabdruck und die umständliche Auswahl am Bildschirm und stellt sicher, dass die DVD auch noch da ist, wenn man die 5 Minuten Fußweg hinter sich hat) und los zur Videothek.
Dort angekommen fand ich dann diesen Zettel neben einem abgeschalteten Monitor vor:
Nach § 6 Abs. 1 des baden-württembergischen Sonn- und Feiertagsgesetzes sind an Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen öffentlich bemerkbare Arbeiten verboten, die geeignet sind, die Ruhe des Tages zu beeinträchtigen. Eine solche öffentlich bemerkbare Arbeit liege bei der automatisierten gewerblichen Vermietung von Videokassetten und DVD’s nach der ständigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs, des Bundesverwaltungsgerichts und des Bundesverfassungsgerichts vor. Auch wenn der Mietvorgang ohne Mitwirkung von Personal im Inneren eines Ladengeschäft vorgenommen werde, handele es sich um einen typisch werktäglichen Lebensvorgang, der geeignet sei, die Sonntagsruhe zu beeinträchtigen. [..] Zwar dienten die von der Antragstellerin vermieteten DVD’s auch dem Freizeitvergnügen ihrer Kunden an Sonn- und Feiertagen. Sie müssten zu diesem Zweck aber nicht notwendigerweise auch an diesen Tagen entliehen werden.
Bitte wie bescheuert ist das denn? Müssen Geldautomaten an Banken jetzt Sonntags auch abgeschaltet werden? Die beeinträchtigen die Ruhe des Tages nämlich genauso stark wie Viedotheksautomaten. Was geht in so Gehirnen eigentlich vor, wenn solche Gesetze beschlossen werden?
Aber kommen wir zum kleinen Happy-End der Geschichte: Ich hatte ja oben meinen Klick auf den “Reservieren”-Button erwähnt, mit dem ich ohne Fingerabdruck und (heute abgeschaltete) Bildschirme an meine DVD kommen. Nun… das ging heute auch ganz gut. Sollte ich aber vermutlich nicht zu laut sagen, sonst wird das auch schnell behoben…
Als ich dann kurz vor 24 Uhr die DVD zurückbrachte, waren in der Videothek nicht nur ein paar Menschen versammelt, die alle (fast wie an Silvester) die Sekunden bis Mitternacht zählten, um sich endlich eine DVD ausleihen zu können, nein, ich traf unterwegs auch noch diesen netten Igel:
Und für alle, die heute keine DVD ausleihen durften, hier nochmal (hat wohl jeder schon gesehen) das fantastische Video zu “Pop goes my heart”:
Kurzkritik: Interessante Dokumentation über Künstliche Intelligenz, die vor allem durch die sympathische Art des ehemaligen MIT-Professorn Joseph Weizenbaum getragen wird, der den ganzen Entwicklungen sehr kritisch gegenüber steht.
Und das in meinen Augen vollkommen zu Recht. Relativ oft hab ich mir im Laufe der 90 Minuten die Frage gestellt: "Und warum genau sollte man das wollen?"
Ich hatte (auch aufgrund des Untertitels "Von Computern und anderen Menschen") eher ein breiteres Spektrum erwartet als nur die KI und musste dann bald Erfahrungen aus meinem Studium wiederholen: KI ist zwar ein Thema, für das ich mich gerne interessieren würde, aber dann wird mir doch relativ schnell langweilig. Im Studium hab ich zweimal versucht (bei verschiedenen Dozenten) die KI-Vorlesung durchzuhalten, hab es aber nie über 3 Wochen geschafft.
Und auch der Film verlor im hinteren Teil einen Teil meiner Aufmerksamkeit...