Blogs + Werbung + DonAlphonso

03. März 2007 um 13:08 von Manu | Kommentar abgeben | Trackback

Momentan verursacht  DonAlphonso ja mal wieder ein bischen Wirbel in der Blogospäre … Viel Lärm um nichts?

Prinzipiell finde ich es gut wenn jemand die Dinge kritisch hinterfragt wie DonAlphonso. Und dann auch aktiv wird gegen Mißstände. Und es gibt durchaus einige Artikel von ihm, die ich gut finde. Was mir aber immer wieder auffällt ist sein manchmal fast schon fanatischer Eifer.
Ich kenne DonAlphoso nicht. Aber es scheint so, als hätte er ein klares Bild davon, wie das Web und seine Blogosphäre aussehen sollten. Das Problem, das ich dabei sehe ist die Vielfalt, die er damit einschränkt. DonAlphoso ist Journalist und Buchautor. Er ist scheinbar der Meinung, dass jedes Blog eine journalistische Arbeit zu sein hat. Zumindest legt das die Beschreibung des Buchs “BLOGS!” nahe.
Aber viele Blogs sind einfach nur von Amateuren betriebene persönliche Veröffentlichungsplattformen. Für manche interessiert sich niemand, manche treffen den Geschmack von vielen Lesern. Nicht alles was man liest muss hohe Literatur sein, auch seichte Unterhaltung hat ihre Daseinsberechtigung. Erlaubt ist, was gefällt (solange gewisse Regeln eingehalten werden). Nicht jeder der mal ein paar Leser mehr hat muss auf einmal professionell bloggen. Jeder darf auf seinem privaten Blog auch mal was ausprobieren … auch z.B. Werbung. Den Lesern sollte man zumindest so viel Mündigkeit zutrauen, dass sie selbst entscheiden was sie lesen. Wenn jemand seine Werbung dezent plaziert und kennzeichnet, dann wirkt sich das ganz von selbst positiv auf seine Glaubwürdigkeit bei den Lesern aus. Aber auch einer, der mögliche Probleme aufzeigt hat seinen Platz. Man kann selten erwarten, dass jeder Nutzer einer Plattform weiß, was alles im Hintergrund abläuft.

Was mir auch aufgefallen ist … wieso verkaufen  Rebellen ohne Markt eigentlich Bücher? Ich denke auch Nischen sind Märkte. Nur eben nicht der Mainstreammarkt. Auch bei Rebellen geht es um ein angemessenes Verhältnis zwischen Finanzierung und Rebellion … Naja, man muss aber auch nicht plötzlich alles ändern wenn man mal Erfolg hat.

Was ich damit sagen will: Ich denke DonAlphoso macht es sich zu einfach und malt manches zu Schwarz-Weiß. Aber genau damit kann man natürlich die Leute leichter aufmerksam machen und “überzeugen”. Wie in Werbung und Politik geht es leider auch im Journalismus zuviel um plakative Auftritte.

BTW: Hier wäre ein toller Gegner aus der Medienlandschaft … Alle die von Rundfunkgebühren leben und dafür meist trotzdem nur billige Inhalte samt Werbung abliefern (Es geht mal wieder um das Augenmaß, diesmal bei den Rundfunkgebühren). Und es gibt auch wieder üble Auswüchse der Abzockerei:  Der WDR ist vor Gericht damit gescheitert, von Supermärkten Rundfunkgebühren einzukassieren, die im Non-Food-Bereich verpackte Radios und Fernseher anbieten.

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anderen Menschen eine Freude machen

05. April 2006 um 18:30 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Es gibt sie in der heutigen Welt immer noch, diese netten Menschen, die nur darauf aus sind, anderen Mitmenschen das Leben schöner zu machen und dabei nicht unbedingt auf den eigenen Gewinn achten.
Aber warum nicht anderen Menschen eine Freude machen und gleichzeitig auch was davon haben? Eine klassische Win-Win-Situation also? Auch das geht. 10 Euro vom Tokio-Hotel-BillNehmen wir zum Beispiel an, es gibt da Menschen (vornehmlich jung, weiblich und mit Zahnspange), die gerne alles besitzen würden, was mit einem anderen jungen Menschen (angeblich männlich, auch jung und wohnhaft in einem Hotel in Tokio, nennen wir ihn einfach mal “Bill”) zu tun hat. Und dann ist da dieser Mensch, der genau ein solches Objekt besitzt, sich darum aber nicht sonderlich schert. Wie kommt es da zu einer solchen Win-Win-Situation? Klar: über ebay. Und so erfreut sich die junge Dame nun an einem 10 EUR-Schein, den Bill einmal in seinen Händen hielt. Und der ursprüngliche Besitzer freut sich, dass er aus 10 Euro mal eben 25,50 Euro gemacht hat. Was will man mehr? (Ach ja, alle anderen Sachen von Tokio Hotel auch, aber da ist die junge Dame auch fleißig dabei, wie man bei yamb nachlesen kann)
Super-Mario-PilzUnd? Auf den Geschmack gekommen? Wollt ihr nun auch einen Menschen glücklich machen? Ja? Mich vielleicht? Dann sorgt doch mal dafür, dass Google mir wieder so viele Besucher beschert wie noch vor einer Woche und sich nicht mit 10 Leuten am Tag zufrieden gibt (ich würde echt mal gerne wissen, was der Grund dafür ist). Oder aber ihr sorgt dafür, dass es diesen Super-Mario-Pilz wirklich wirklich gibt (und nicht nur als Aprilscherz) und lasst mir ein solches Exemplar zukommen. Dann würde ich mich aber freuen. Mindestens so viel, wie diese lieben Kinder (öh, ist YouTube gerade down? Der Link geht nicht…). Die wissen, wie man an Weihnachten mit bloßer Freude auch die Eltern glücklich machen kann (wieder eine klassische Win-Win-Situation).
The right mixUnd wenn ihr noch mehr Menschen glücklich machen wollt, dann lernt doch endlich mal, einen gescheiten Cosmopolitan zu mixen. Am besten jetzt gleich, mit diesem Spiel. Ich komme nur auf 6230 Punkte und meine anderen Erfindungen kamen auch nicht wirklich an (dafür sind die Reaktionen sehr schön anzusehen, ich hab es sogar schon in den negativen Punktebereich geschafft…)

via Weblog eines pessimistischen Webdesigners (Pilz)
via Gadgetmania (Weihnachtsfreude)
via Telagon Sichelputzer (Cosmopolitan-Spiel)

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GEZ auf Internet und Handys

22. Februar 2006 um 14:30 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Meine Geräte sind alle angemeldet!Das Thema ist schon älter, ich hatte es aber gestern wieder davon und wollte darum hier noch schnell ein paar Links loswerden, wo man sich der Sache angenommen hat:

Spiegel Online: PC-Gebühren bringen GEZ 163 Millionen Euro

Law blog: Diskussion über Klagemöglichkeiten

Telepolis: Kostet bald auch das Telefon Rundfunkgebühren?

Sehr cool auch dieser Spruch:

 

“AndrewPoison: Die GEZ schlägt einmal mehr mit ihrer “Logik” zu. Ich soll also Gebühren dafür zahlen, dass ich ein Internetfähiges Gerät besitze, auch wenn ich gar keinen Internetanschluss habe.
AndrewPosion: Tja, dann werde ich mal ganz schnell Kindergeld beantragen. Ich habe zwar noch keine Kinder aber das Gerät ist vorhanden. :D”

(Die Fußmatte auf dem Bild gibt es übrigens bei funandsmile zu kaufen)

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