So, heute dann also der vorerst letzte Brief aus der “Tach, Post!“-Reihe, vor Weihnachten gibt es dann nochmal ein Spezial mit Briefen an den Weihnachtsmann, aber dann war es das wirklich. Darum würde ich mich freuen, wenn ihr in dem Artikel mit dem Inhaltsverzeichnis mal ein wenig Feedback zu der Aktion geben würdet. Welche Briefe haben euch am Besten gefallen, welche waren grottig und so, würde mich wirklich freuen.
Aber jetzt erstmal noch den heutigen Brief und leider muss ich euch mitteilen, dass ich für den Schluss keinen wirklichen Knaller aufbewahrt habe…
Zufall & Co. Videosynchron
Plantagenstr. 5
12169 Berlin3.4.1999Sehr geehrter Damen und Herren!
Ich richte mich mit diesem Brief an Sie, da Sie meine letzte Rettung sind, aus meiner schlechten Lage heraus zu kommen. In Ihnen sehe ich die wahre Macht in Deutschland. Nicht Schröder oder sonstwer hat hier das sagen, sondern Sie. Ich weiß nicht wie, aber irgendwie haben Sie es geschafft, auf alles Einfluß zu nehmen.
Letztens kam ich aus dem Kino. Ich war in dem Film mit dem Gottschalk und dem „Dirty Harry“ Schmidt; Der war vielleicht schlecht, naja. In weniger guter Stimmung (Haben Sie den Film gesehen? Wenn ja, verstehen Sie mich wahrscheinlich) trottete ich also aus dem Kino, mein Blick war beschämt (keiner sollte sehen, daß ich in DIESEM Film war) nach unten gerichtet. Plötzlich wanderte ein 5DM-Stück in mein Blickfeld und meine Stimmung besserte sich schlagartig. Ich nahm das Stück an mich und wendete meinen Blick gen Himmel um Gott zu danken, da sagte mein Freund, daß der damit nichts zu tun hätte, das wäre Zufall gewesen. An dieser Stelle also mein Dankeschön für die fünf Mark.
Auch die Lottozahlen werden ja bekanntlich von Ihnen bestimmt und in wen man sich verliebt entscheidet angeblich auch der Zufall. Zudem haben Sie das ganze Glücksspiel in der Hand. Warum lassen Sie eigentlich immer den Max gewinnen, wenn wir Poker spielen. Ich finde das nicht sehr fair, ich würde nämlich auch mal gerne gewinnen. Aber Sie wissen ja, was Sie machen.
Da Sie eine solche Macht haben, wende ich mich nun an Sie. Und das gegen den Willen meiner Oma, denn die sagt immer, man solle nicht auf den Zufall vertrauen. Der wäre sehr unzuverlässig und würde eintreten, wann er wolle, „wie es der Zufall will“.Jetzt aber zu meinem Problem:
Letzte Woche war ich, weil das Wetter so herrlich schön war, mit meiner Freundin am Rhein entlang spazieren. Wir waren nicht die einzigen, die diese Idee hatten und wir trafen viele liebe Leute. Wie es der Zufall, also Sie, wollte, trafen wir meine Nachbarin Stella, die uns mit Ihrem Bernhaardiener (der ging mir bis über die Hüfte) entgegen kam. Voller Freude sprang dieser, sein Name ist übrigens Klütschi (was ein überaus dämlicher Name für einen Riesenhund), meine Freundin an und leckte ihr über die Finger. Nach dem Treffen hatte meine Freundin schleimige Finger, die ihr nicht so gut gefielen. Darum wusch sie ihre Finger im Rhein-Wasser (ob sie dadurch sauberer wurden ist zu bezweifeln). Dabei verlor sie leider ihren Ring und wir fanden ihn nicht wieder.Jetzt kommt meine Bitte an Sie. Wäre es nicht Zufall, wenn ich mir auf dem Wochenmarkt einen Fisch kaufen würde, der aus dem Rhein gefischt wurde und in dem sich der Ring meiner Freundin befinden würde? Das wäre doch ein Superzufall, oder? Könnten Sie das irgendwie für mich arrangieren?
Ich würde mich wahnsinnig freuen. Wenn es geht, hätte ich den Ring noch vor dem 20.5. wieder, denn da hat meine Freundin Geburtstag und es wäre doch ein tolles Geschenk, wenn ich ihr ihren verschollenen Ring wiedergeben könnte. Sie müßten mir nur mitteilen, wann ich wo welchen Fisch kaufen muß.
Vielen Dank im VorausHochachtungsvoll
Andreas Hallerbach
Das mit dem Bernhaardiner war übrigens ein Witz, der wohl auf meine damalige Klassenkameradin Stella (ja, genau diese) gemünzt war, ich weiß aber nicht mehr, was das sollte…
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Alle Beiträge der Reihe 'Tach, Post!'
- Tach, Post!
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- Tach, Post! (II): Theo Waigel – Der Euro Teil 1
- Tach, Post! (III): Stadtwerke Neuwied
- Tach, Post! (IV): ARD und ZDF
- Tach, Post! (V): Müntefering
- Tach, Post! (VI): Lafontaine und Eichel – Der Euro Teil 2 und 3
- Tach, Post! (VII): Ravensburger
- Tach, Post! (VIII): Swatch
- Tach, Post! (IX): Europäisches Parlament – Der Euro Teil 4
- Tach, Post! (X): McDonalds
- Tach, Post! (XI): Procter & Gamble – Wick-Inhalierstift Teil 1
- Tach, Post! (XII): Sat.1
- Tach, Post! (XIII): BILD
- Tach, Post! (XIV): Deutscher Fußball Bund
- Tach, Post! (XV): Haribo
- Tach, Post! (XVI): Vorwerk
- Tach, Post! (XVII): Procter & Gamble – Wick-Inhalierstift Teil 2
- Tach, Post! (XVIII): Tuffi
- Tach, Post! (XIX): Aktiva
- Tach, Post! (XX): Duden
- Tach, Post! (XXI): Microsoft
- Tach, Post! (XXII): Warsteiner
- Tach, Post! (XXIII): Lagnese Honig
- Tach, Post! (XXIV): Modern Living
- Tach, Post! (XXV): Charmin
- Tach, Post! (XXVI): Deutsche Post
- Tach, Post! (XXVII): Einkaufswagen
- Tach, Post! (XXVIII): Rheinzeitung
- Tach, Post! (XXIX): T-Com Zeitansage
- Tach, Post! (XXX): Zufall
- Tach, Post! (XXXI): Weihnachtsmann
- Tach, Post! (XXXII): Carcassonne
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