Tach, Post! 2.0: Bloginterpretation: Richard Oehm und der Stuhl

24. März 2007 um 13:10 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

In der Koch-Werkstatt gab es vor einiger Zeit  diesen Beitrag. Im Zuge der “Tach, Post! 2.0″-Aktion habe ich mich mal an eine Interpretation des Textes gewagt.

 

Hallo,
wir nehmen in der Schule jetzt moderne Literatur durch und sollen uns jetzt als Hausaufgabe was aussuchen und das interpretieren. Und da ich gerne Blogs lese und das ja so das modernste ist was es gibt, hab ich mir da was ausgesucht. Um genau zu sein einen Text von dir.
Jetzt hab ich bei der Interpretatation noch ein paar Probleme und würde gerne wissen, ob du mir da was weiterhelfen könntest.
Hier meine Interpretation:

Schon die Überschrift lässt erahnen, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Denn der Audruck “googeln” im Sinne von “mit der Suchmaschine Google etwas suchen” wurde von Google vor Gericht verboten. Diese Tatsache ist allerdings nicht jedem bekannt und darum geht es auch in dem folgenden Text: Die Benutzung von Google in Zusammenhang mit einer Tatsache, die unverständlicherweise nicht jedem Menschen bekannt ist.
Es geht um eine Person (das Geschlecht ist nicht bekannt), die sich mit Google über die Benutzung eines Stuhles erkundigen wollte. Schon im ersten Satz gibt der Autor preis, dass er von diesem Vorgang “ganz fasziniert” ist, und kann es dann nur auf den Zufall zurückführen, dass die Person dann “hier” landete. Das “hier” ist dabei nicht näher definiert.
Der Autor beantwortet die Frage nicht, sondern startet eine Gegenfrage: “Öhm?” Gemeint ist damit der Fußballspieler Richard Oehm, der eine so enge Verbundenheit zum FC Nürnberg aufwies, dass er auch zur Zeit, als er in München wohnt, alle dortigen Angebote abschlug und lieber regelmäßig die lange Zugfahrt nach Nürnberg auf sich nahm. Oehm ist also der Inbegriff eines Menschen, der sich mit “sitzen” auskennt. Nachdem die Gegenfrage mit einem deutlichen “Ja!” beantortet wird, erstönt das Geräusch der in Nürnberg haltenden Dampflock: “Pffft”. Diese übertönt die Antwort auf die eigentliche Frage, die für den Leser aber hinlänglich bekannt sein sollte.
Doch der Autor ist nun selber neugierig geworden. Mit dem guten Gefühl, einem Menschen geholfen zu haben gibt er sich nicht zufrieden, er will nun, dass auch ihm geholfen wird, weshlab er nun selber eine Frage stellt. Die Frage nach dem Warum. Die Frage, die immer wieder gestellt wird. Die Frage, dessen Antwort eben nicht allen Menschen bekannt ist. Nicht einmal Google.

Und, was sagst du? Du ahst sicher bemerkt, dass ich mit dem Satz “Das finde ich jetzt mal richtig hart.” nichts anfangen kann. Ich weiß einfach nicht, worauf der sich bezieht. Auf den Zug, auf die nicht hörbare Antwort, oder auf was ganz anderes? Ich hoffe, du kannst mir in dem Punkt etwas weiter helfen.

Ach und bitte: Erwähne davon nix auf deinem Blog. Die Lehrerin muss ja nicht wissen, dass ich dich um Hilfe gebeten habe.

Dankeschön
Jens

Eine Antwort gibt es nicht.

 
Ein Googler:

Die Verwendung von “googlen” in o.g. Kontext ist nicht verboten, sondern die einzig korrekte Verwendung.

Googlen zu verwenden fuer irgendwelche Suchen in irgendwelchen Suchmaschinen ist unerwuenscht. Das hat mit dem Markenrecht zu tun.

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Karsten:

Naja, das ist ja so nicht ganz richtig.

Eine Antwort habe ich schon gegeben. Ich habe nur der Veröffentlichung nicht zugestimmt.

Sonst heisst es nachher noch, ich würde nicht auf Abfragen reagieren.

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donvanone:

“gibt es nicht” im Sinne von “gibt es hier nicht”. Ich hab bei allen Briefen nicht zwischen “hat mir nicht geantwortet” und “darf ich nicht veröffentlichen” unterschieden, weil das ja auch falsch ausgelegt werden könnte. So nach der Art “ach guck mal, der versteht wohl gar keinen Spaß” oder so.

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