Tach, Post! 2.0: Ich will Co-Autor werden: MS Paint

22. März 2007 um 00:30 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Diese Mail wurde im Zuge der “Tach, Post! 2.0″-Aktion an verschiedene Grafik-Blogs verschickt:

 

Hallo,
ich bin ein großer Grafik-Fan und habe jetzt deine Seite gefunden. Ich finde es sehr interessant was du da schreibst, allerdings gehst du irgendwie nicht auf die Leute ein, die kein Geld für teure Photoshops haben. Ich würde mich daher anbieten, dass du mich als Gastautor einstellst (kostenlos, ist ja mein Hobby) und ich berichte dann über die billigeren Programme. Das gibt ne ganz neue Zielgruppe.
Hier mal ein erster Artikel von mir, den du gerne direkt online stellen darfst:

Wer daheim kein Photoshop hat, der braucht nicht verzweifeln, denn das normale Windows liefert schon einen guten Ersatz, der keinen Cent kostet: Paint. Bei echten Grafikern ist Paint oft verpöhnt, aber denen gefällt eben nur das, was auch viel geld kostet. Für den normalen Einsatz reicht Paint vollkommen aus.
Man darf sich nicht von der Farbleiste unten abschrecken lassen. Auch wenn da nur28 Farben zu sehen sind: Wenn man Fotos von der Digitalkamera öffnet, sehen die aus wie echt.
Jetzt mal eine Bescheibung der Sachen, die man mit den Symbolen an der linken Seite machen kann.
Das erste Kästchen ist zur freien Auswahl da (nicht nur Sterne, da geht ales, was man Freihand machen kann), daneben ist eine Auswahl für Rechtecke. In der nächsten Zeile kommt ein Radiergummie, wenn man mal Sachen löschen will, daneben ist das Tintenfass, um Fläschen zu füllen. Mit der Pipette kommt man an Farben ran, die in der Farbleiste unten nicht zu sehen sind, die Lupe ist zum näher angucken. Mit dem Stift kann man zum Beispiel rote Augen korrigieren, indem man einfach mit schwarz drüber malt. Schneller geht das mit dem Pinsel daneben, der ist dicker. Als nächstes kommt die Sprühdose, mit der man realistische Graffitti-Effekte erzeugen kann. Mit dem “A” kann man beliebige Texte schreiben. Dann kommen noch Knöpfe für Linien und verschiedene Formen. Da kann man sich aussuchen, ob man nur Rahmen, nur Füllung, oder Rahmen mit Füllung haben will. Zum Buttons-Machen ist das total gut, vor allem der letzte Knopf mit den abgerundeten Ecken.

Wenn du willst, kann ich da noch Screenshots zu machen, wo man das dann immer genau sieht, was ich beschreibe.
Ich hoffe, dir gefällt meine Arbeit, würde mich freuen, wenn ich dir bei deiner Seite helfen kann.

Ciao
Sebastian

Antworten gibt es nach einem Klick auf “mehr”.

Dirk vom  Photoshop-Weblog antwortete:

 

Hallo Sebastian,

mit gefällt deine Arbeit, aber in der Schule würde man wohl sagen: Thema verfehlt, setzen, 6! Es ist ja ein Photoshop-Weblog und kein Grafik-Weblog. Aber was spricht denn dagegen, dass du so ein Grafik-Weblog auf die Beine stellst? Schreiben kannst du ja schon ganz gut, noch jeweils `nen Screenshot drunter und in `nem halben Jahr hast du 800 Leser täglich. Klar ist das harte Arbeit. Wenn mich einer fragt, wie man mit Bloggen erfolgreich wird: 1. täglich eine Meldung (außer Sa/So) 2. am Ball bleiben, also nicht schon nach zwei Wochen aufgeben, weil nur 20 Besucher pro Tag kommen, 3. Auf ein Thema spezialisieren

Dein Thema könnten Grafik-Programme allgemein sein. Wie du schon schreibst: Die Programme neben Photoshop wie etwa Gimp, das ja auch eine große Fangemeinde hat.

Wenn du da etwas Schönes geleistet hast, könnte ich im Photoshop-Weblog darauf hinweisen und dein Blog vorstellen!

Beste Grüße Dirk

Nach meiner Auflösung kam dann noch folgende Anmerkung:

 

Deinen Text habe ich ehrlicherweise nur bis zum Wort Paint gelesen, den Rest schon nicht mehr. :-) Als Fachblog-Betreiber erhalte ich ziemlich viele Anfragen, Wünsche und Linktipps per Telefon oder Mail (das können schon mal 50 E-Mails pro Tag werden), da muss man Gas geben, wenn man nicht den ganzen Tag damit verbringen möchte, Antworten zu schreiben – und Geld verdienen muss man ja leider auch noch. Ansonsten gebe ich gerne Tipps und möchte solch einen Ansatz nicht gleich im Keim ersticken. Ich bin ja nicht der Dieter Bohlen der Blogosphere, der einen Anfänger gleich zur Aufgabe seiner Blogger-Karriere zwingt. Deshalb auch diese – vielleicht etwas zu positive – Antwort. Die Qualität kommt dann entweder ganz von alleine (Learning by Doing) oder “Sebastians Grafik-Blog” schläft ein. Darwins Grundsätze der natürlichen Auslese haben ja auch für uns Blogger ihre Gültigkeit. ;-)

Auch auf anderen Blogs konnte ich meinen Beitrag nicht wirklich unterbringen. Der  Pixelgangster antwortete:

 

Hallo Sebastian,

herzlichen Dank für dein Angebot und für den Artikel. Allerdings muss ich dich leider enttäuschen, das ist mehr so ein eigenes Süppchen was ich da koche, und das ziehe ich zunächst alleine durch. Ist ja nur ein Blog, wie viele andere auch. Na vielleicht komme ich ja aber eines Tages noch auf dich zurürck.

Nicht böse sein!

Gruß
Robert

Fast geschafft hätte ich es bei Mike vom  Pixelgalerie Weblog. Der erteilt zwar auch eine klare Absage, hat mir aber danach erzählt, dass er es sich fast anders überlegt hätte…

 

Hallo Sebastian,
vielen Dank für dein Interesse am Pixelgalerie Weblog. Ich bin jedoch derzeit nicht auf der Suche nach Co-Autoren. Das Weblog ist meine private
“Spielwiese” für die Themen die mich so antreiben. In Sachen Grafikbearbeitung ist das eben hauptsächlich Photoshop. Die Kluft zwischen diesem Programm und beispielsweise MS Paint ist doch sehr groß. So weit möchte ich dieses Themengebiet nicht fächern, da die Interessensgruppen hier doch zu unterschiedlich sind. Ein Vermengen dieser unterschiedlichen Gruppen macht – nach meiner Erfahrung aus anderen Projekten – keine der Gruppen wirklich glücklich.

Viele Grüße
Mike

 
FrauBü:

Paint rules! Auf der Arbeit gibt es auch nur Paint und den MS Photo Editor und es reicht tatsächliche für das Gröbste ;)
Aber deine Beschreibung von Paint ist echt nett, ich hätte mich über screenshots noch gefreut….*g*

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Schnitzel:

Naja, ich weiss nicht, Frau Bü. Nicht umsonst kommt das Wort “pain” im Wort “Paint” vor. :P

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FrauBü:

aber auch “aint” (ain’t pain)

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Schnitzel:

Aber auch “pai” als leicht verunstaltete Variante von “pay”, das wohl auf den Preis anspielt den man dafür zahlen muss: Die eigenen Nerven. :P

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Henning:

Jetzt ist mir auch klar, warum es PhotoSHOP heißt – bei dem Preis. :-D

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