Tach, Post! 2.0: Bonus: Bloginterpretation: Mickey Avalon

16. April 2007 um 01:41 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

So, dies hier ist nun also der letzte Teil der “Tach, Post! 2.0″-Reihe. Es handelt sich um “Bonusmaterial”, da diese Mail nicht abgeschickt wurde, da ich die Mailadresse des Bloggers einfach nicht finden konnte (blogspot ist doof. Ist da die Impressumspflicht eigentlich aufgehoben? Ne, oder? Da hat aber kaum einer sowas…). Und ja, da ist oben ein Kontakt-Button. Aber ich wette einfach mal, dass der neu ist, so doof kann ich doch nicht gewesen sein…
Das hab ich dummerweise aber erst gemerkt, als ich  diesen Beitrag hier schon bis ins kleinste Detail durchinterpretiert hatte. Und damit das nicht umsonst war, gibt es die jetzt hier zu lesen.

 

Hallo,
wir nehmen in der Schule jetzt moderne Literatur durch und sollen uns jetzt als Hausaufgabe was aussuchen und das interpretieren. Und da ich gerne Blogs lese und das ja so das modernste ist was es gibt, hab ich mir da was ausgesucht. Um genau zu sein einen Text von dir.
Jetzt hab ich bei der Interpretation noch ein paar Probleme und würde gerne wissen, ob du mir da was weiterhelfen könntest. Hier meine Interpretation:

Der Autor versucht in seinem Text Musik wiederzugeben, die man sich nicht vorstellen kann. Schon der Titel zeugt davon, dass es sich um etwas sagenhaft unvorstellbares handeln muss. Avalon ist bekanntlich ein mythischer Ort in der Artussage und der Schauplatz der Begebenheiten, in der ein gewisser Mickey (es werden sofort Assoziationen zu einer Maus geweckt, was die ganze Situation noch abstruser macht) ein Konzert gibt. Der Titel des Liedes beginnt wohl mit “So, aber auch hier lässt der Autor den Leser im Unklaren und beendet das Wort nur mit drei Punkten.
Der verwirrte Leser sucht nun im Text nach einer Antwort auf all die Fragen, die die Überschrift aufgeworfen hat, kriegt diese allerdings vom Autoren nicht geliefert, sondern nur noch weiter verwirrt. Aus “Avalon” wird “Ampere”. Die Alliteration macht deutlich, dass hier schon der gleiche Ort gemeint ist. Ampere steht dabei weniger für den Sagenort an sich, sondern für die Stimmung, die dort herrscht. Ampere ist ja bekanntlich die Einheit für die Stromstärke. Es liegt also ein knistern in der Luft, die Spannung ist kaum auszuhalten.
Nun folgt die einzig genaue Angabe: “Dezember 07″. Aber auch dies entpuppt sich schnell als vage Aussage. Denn im Verhältnis zu einem gesamten Monat ist die Länge eines Konzertes doch sehr kurz, eine genaue Einordnung ist also nicht möglich. Sie würde aber auch für das Verständnis der Musik in keinster Weise weiterhelfen. Das weiß der Autor und kann daher hier ruhig ein wenig mehr verraten. So hat der Leser das Gefühl, endlich Halt gefunden zu haben. Greift er aber nach dem Stock, purzelt er den Abhang in schnellem Tempo herab. Dies zeigt sich in der (in Klammern gesetzten ) Aneinanderreihung von englischen Wörtern, die meist nur 3 Buchstaben haben. Übersetzt man “the cobra snake dot com hat photos” ins Deutsche, so erhält man “die Kobra Schlange Punkt COM Hut Fotos”. Der Zusammenhang zwischen den Schlangen und Avalon wird erst deutlich, wenn man weiß, dass der Sagenort Avalon auch als Ynis Avalach bekannt ist, was so viel bedeutet wie die Apfelinsel. Und der Apgel im Paradies wurde bekanntlich von einer Schlange (einer Kobra?) überreicht. Und von diesem Erlebnis gibt es wohl Fotos, von denen der Autor gerne wissen würde, wer denn darauf ist. Ist Mickey zu sehen? Mäuse sind ein gefundenes Fressen von Schlangen, da sollte man auf der Hut (!) sein.
Sollte der Leser nun nicht gänzlich verstört sein und auch noch den nächsten Satz in Angriff nehmen, so wird er zunächst noch einmal gewarnt. Das ominöse Konzert ist wohl nicht für jeden geeignet. Aber da man sich nun durch unzählige verqueren Worte gekämpft hat, will man zumindest auf die Frage nach der Musik eine Antwort bekommen. Doch außer einem “!Klick hier!” gibt es nicht. Ein Klick. Den muss der Leser sich nun selber vorstellen. Das Klicken einer Waffe? Wer wurde erschossen? Die Schlange? Oder doch Mickey? Oder gar der Leser? “Sag ich doch!” ist das einzige, was der Autor dazu zu sagen hat. Und das stimmt nicht. Denn er hat nichts gesagt. Der Leser weiß nicht mehr als zuvor, er weiß sogar weniger. Er ist verwirrt. Das leistet nur gute Musik.

Und, was meinst du? Wäre froh, wenn du mir ein paar Tipps geben könntest, was ich och übersehen habe. Das mit dem “Punkt COM” hab ich ja auch noch nicht 100%ig gerafft.
Ach und bitte: Erwähne davon nix auf deinem Blog. Die Lehrerin muss ja nicht wissen, dass ich dich um Hilfe gebeten habe.

Dankeschön
Felix