(Foto: thiemadotcom)
Ich muss mal eben einem Kommentar etwas mehr Aufmerksamkeit schenken, der auf meinen Halskratzbeitrag kam. Denn dort wird das Wunderheilmittel “Schneckensirup” und seine Zubereitung beschrieben. Und das um die Mittagszeit… *würg*
Schneckensirup!
Seine Zubereitung ist ganz einfach. Die bekannten roten Waldschnecken legt man schichtweise in ein Glas. Darüber folgt eine Schicht Zucker, dann wieder eine Schicht Schnecken und abwechselnd eine Schicht Zucker. Die Menge des Zuckers darf das Gewicht der Schnecken nicht unterschreiten, sondern etwas überschreiten. Der Zucker, am besten ist der Rohrzucker, löst die Schnecken nahezu auf. Man lässt das Ganze bis zum zweiten Tag stehen und gibt es dann durch ein Sieb. Der langsam durchlaufende Sirup wird mit 30 Prozent Alkohol versehen und ist so haltbar und gebrauchsfähig. Die Rückstände im Sieb wirft man weg. Von diesem Sirup, der ähnlich ist wie ein Likör, nimmt man morgens nüchtern einen Esslöffel voll ein. In schweren Fällen kann ein Likörglaeschen voll eingenommen werden. Der Erfolg ist derart auffallend, dass selbst Ärzte nach der Einnahme dieses Mittels vor einem Rätsel standen. – Andere Befürworter dieses Sirups empfehlen ihn auch gegen Keuchhusten, gegen Bronchitis und Krampfhusten. Auf diese Weise kann man schleimlösende, schmerzlindernde Stoffe zu Heilzwecken risikolos verwenden, wobei uns selbst Gartenschädlinge noch besonders nützlich sein können.Musst Du aber nicht selbst machen, gibts auch fertig in der Apotheke :)
(Kommentar vom Aufklärer, der Text kommt wohl ursprünglich aus A. Vogel : “Der kleine Doktor” Verlag A. Vogel, Teufen, Switzerland, pages 599 to 600)
In der Artikelbeschreibung in einer Online-Apotheke heißt es dazu:
Wegen seines angenehmen Geschmacks wird Schneckensirup erfahrungsgemäß von Kindern und Erwachsenen in gleicher Weise gern genommen und allgemein gut vertragen.
Puh…
Das mag zwar stimmen, aber um das rauszufinden, muss diese Matsche ja erst mal in meinen Mund kommen. Und ich glaube, dass genau dieser Punkt ein Problem darstellen könnte. Igitt, igitt, igitt, mir zieht sich alles zusammen. Auf der anderen Seite hab ich aber auch so eine vorlaute Stimme im Hinterkopf, die das ja schon mal gerne ausprobieren würde. Natürlich erst die Apothekenversion. Und wenn es hilft, kann Madonha mit der Produktion anfangen, die hat im Garten ja eh immer zu viele Schnecken…
Bei ciao gibts übrigens auch einen Erfahrungsbericht (zur Apothekenversion), wo es angeblich auch sehr lecker schmeckt…
Naja, gerade gehts mir auf jeden Fall spontan wieder ziemlich gut, ich glaub ich brauch erstmal keine Medizin. Gibts in Ägypten eigentlich Schnecken?

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