Wenn die Sonne am frühen Morgen noch zaghaft durch unser Ost-Fenster und die Afrika-Gardinen scheint dann bin ich meistens schon wach. Hell wach um genau zu sein. Zu keinem anderen Zeitpunkt der Woche oder des Tages ist dieses Gefühl zu erreichen. Nur an einem freien Wochenende zu Hause in Ulm bin ich um 7:30 Uhr hellwach und voller Tatendrang. Inzwischen kann meinen morgendlichen Schöpfergeist auch kein warmes Bettchen mehr bremsen da es inzwischen ja Sommer ist.
Wenn ich dann um 7:31 Uhr in der Küche am Fenster bei der ersten Tasse Soja-Milch stehe, dann denke ich mir immer, das diese Zeit nur mir gehört. Ich stehe dann da und schlürfe und genieße vor mich hin und plane. Soll ich backen? Was backe ich? Soll ich nähen? Was nähe ich? Soll ich Sporteln? Wie lange? Dieses Wochenende war der eindeutige Sieger dieses morgigen Überlegungen immer und mit einer eindeutigen Mehrheit: BACKEN. Da mir meine Prachtstücke auf Dauer doch Bikini gefährlich werden und ich den Tauchanzug ja auch mal ausziehen möchte ;) habe ich mir etwas anderes gesucht, dass man backen kann und täglich verzehren darf: Brot und Brötchen! Was passt besser zu einem Sa/ So oder Feiertagsmontag Morgen als frische Backwaren? Nichts, außer ein wachsweich gekochtes Ei vielleicht. Also habe ich letzte Woche unserem Bäcker Konkurrenz gemacht (O-Ton: die Dinkelknauzen sind noch nicht da! Müssten aber bald kommen.” Sa morgens um 10:00 Uhr?!?!?! – unfassbar). Da ich mich grundsätzlich an keine Rezepte halte diente mein neues Brotbackbuch eher als Orientierung denn als Vorlage. Das Ergebnis ist dann natürlich mal sehr gut (Karotten-Körnerbrot) und mal weniger gut (Mohnbrot). Aber durchweg befriedigend für die Seele.
Und da ich mich dieses Wochenende ein echtes Küchen-Fieber gepackt hat kamen noch allerlei andere köstlichen selbstgebackenen, eingekochte oder sonst wie zubereitete Dinge auf den Tisch, die wir bei dem schönen Wetter allesamt auf dem Balkon genießen durften:

*ich freu mich*

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