Schleichwerbung für 30 Euro?

02. Dezember 2008 um 17:31 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Letztens hatte ich noch geklagt, zu früh meine Absage erteilt zu haben und so nicht erfahren zu haben, was es denn so für ungekennzeichnete Werbelinks in einem Blogbeitrag gibt.
Jetzt kam eine konkretere Mail in mein Postfach (andere Person):

 

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Wenn Sie das Wort -Silvester- in Ihrem Blog-Beitrag mit meiner Hompepage [Anm. vom Don: Die hat thematisch was mit Silvester zu tun] verlinken könnten, zahlen ich Ihnen unkompliziert 30,- EUR.
[..]

Um gleich weiteren Anfragen vorzubeugen: Ne, sowas gibts bei mir nicht. Hier gibts nur gekennzeichnete Werbung und die wird auch nicht in Beiträgen versteckt (Ausnahme sind Amazon-Partnerlinks, aber da versuche ich immer dran zu denken, die auch schön zu kennzeichnen). Und für magere 30 Euro komme ich da nicht mal in Grübeln, ob ich mal drüber Grübeln sollte, darüber Nachzudenken, diese Einstellung doch zu ändern.
Ich weiß zufällig, dass ich nicht der einzige bin, der so eine 30-Euro-Anfrage bekommen hat, daher frag ich mal nach: Ist hier noch so jemand unter meinen Lesern? Wie steht ihr zu so Angeboten? Macht da wirklich jemand mit? (die letzte Frage darf anonym beantwortet werden, falls sie denn ja” lautet…)

PS: Hab gerade die Mail nochmal durchgelesen. Im Gegensatz zum vorherigen Angebot stand dort nicht direkt was von “ungekennzeichnet”, aber ich geh mal sehr stark davon aus. Aber selbst mit Kennzeichnung wären 30 Euro zu wenig, wenn der Link zeitlich unbegrenzt sein soll, was ich einfach mal annehme (auch dazu stand nix in der Mail).
Aber auch wenn ich kennzeichnen dürfte und wenn das ganze nur auf einen Monat beschränkt wäre, würd ich das sehr wahrscheinlich ablehnen, denn ich will meine Beitragstexte nicht mit Werbung vermischen. Die Amazon-Links nehm ich da auch wieder raus, da ist nämlich so, dass ich da gezielt irgendwelche Sachen empfehle, die ich auch wirklich toll finde und dann in dem Atemzug eh auf Amazon verlinken würde und da dann einfach halt noch meine Partner-ID dranhänge. Oder ist das auch schon böse? Viel geld bringts eh nicht, aber wie gesagt, auf Amazon würd ich in den Fällen zu 90% eh verlinken…

 
Tom:

Wäre auch mal daran interessiert wieviele darauf eingehen. Hab schon häufig gelesen das sowas vorkommt. Wenn man überlegt das sich sowas rumspricht, er den Artikel vielleicht noch selber verfasst, du diesen checkst, das 3-4 mal im Monat machst…da kommt schon ein wenig Geld um die Ecke. Ich denke da sagen einige ja.

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Dirk Slabon:

In der tat finde ich die In-text Werbung sehr nervig. Man muss auf vielen Seiten mittlerweile aufpassen, wo man den Mauszeiger hinbewegt, da sonst sofort wieder Werbung eingeblendet wird usw.
Irgendwann ist zuviel des “Guten”

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Alexander:

Ich würde mich auch wieder so entscheiden, aber die Hemmschwelle fällt natürlich so langsam. Warum? Weil man versucht nach den Regeln zu spielen und solche Angebote ausschlägt und andere sich da wegwerfen vor lachen, wie doof man ist und trotzdem von “bestimmten Suchmaschinen” einen auf den Deckel bekommt, wenn man gekennzeichnete Werbung einsetzt aber die eben nicht in deren Sinne ist.

Noch halten auch meine Prinzipien-Fronten, aber so sattelfest, wie ich mal war, bin ich nicht mehr … aber noch halten die Mauern! :-)

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Tom:

Auf der anderen Seite, wenn das Angebot seriös ist, nichts negatives über die Firma bekannt ist, warum sollte man nicht einen Artikel darüber schreiben? Im Fernsehen gibts ja auch Werbung – und die wird nicht immer als solche gekennzeichnet. Es gibt Leute die sogar von solchen Einnahmen leben können. Verwerflich finde ich das eigentlich nicht, zumindest wenn auch für den Leser ein gewisser Nutzen dahinter ist.

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dani:

Also so besonders seriös hört sich das Angebot meiner Meinung nach ja nicht an. Ich finde es schon immer auffällig, wenn dann plötzlich Schreibfehler drin sind, oder der Verweis auf schnelles Geld.
Ich würde jedenfalls immer vorsichtig sein :-)

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