Satire in Köln unbekannt?

01. Juni 2006 um 22:44 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

SatireEs gibt wohl immer noch ein paar Menschen auf der Erde, denen der Begriff “Satire” nicht wirklich geläufig ist. Entweder werden satirische Aussagen für bare Münze genommen und der Ersteller als “Lügner” beschimpft, oder aber (noch beliebter) man zerrt die Sache vor Gericht. Dumm nur, wenn der Urheber nicht ausfindig zu machen ist.
So ist es momentan in Köln der Fall, wo ein paar Scherzkekse sich einen Spaß erlaubt haben und die strengen FIFA-Regeln für alle kölner Bewohner mal auf einer übersichtlichen Checkliste zusammengefasst haben.
So ist es zum Beispiel verboten, Werbemelodien von Nicht-Sponsoren vor sich herzusummen oder bei offenem Fenster Fernsehwerbung (von Nicht-Sponsoren) (laut) laufen zu lassen. Und wer Nicht-Sponsoren-Artikel einkauft (wenn es denn wirklich nicht anders geht), der soll sie gefälligst unauffällig nach Hause tragen. Normale Menschen würden sofort die überspitze Formulierung erkennen und sich über diese Seite amüsieren, in Köln scheint man das aber nicht zu können (obwohl die doch als so lustiges Volk gelten… oder zählt das nur an Karneval?). Da die Seite das Layout der Originalseite von Köln zu der WM exakt kopiert, muss der Inhalt ja auch stimmen. Oder nicht? Die Stadt Köln war sich unsicher und hat vorsichtshalber mal beim Origanisationskommitee Köln der FIFA WM 2006″ nachgefragt. Nachdem die das ganze als Satire Schwindel enttarnt haben, ging es schleunigst daran, die Klageschrift auszusetzen. Leider ist die Domain nun aber anonym in Amerika registriert und so war nicht an den Urheber ranzukommen (auch für Journalisten nicht). So ein Pech aber auch…
Aber ein Glück für alle Spaßversteher, denn die können sich das ganze nun noch in Ruhe angucken. Denn nur dann findet man (danke an Jack) auch die lustigen kleinen Details, wie das Wappen der Stadt Köln im Footer der Checkliste (zum Vergleich noch das Original):
Stadtwappen Köln(via Stranger in a Strange (Deutsch)land (sehr zum empfehlen (Highlight war meiner Meinung nach bisher dieser Artikel), am Besten als Parallellektüre zum von Fluffi vorgestellten Brian in Munich)

PS: Ja Daniel, nicht alle Kölner sind so, aber irgendwie hatte ich heute so das Gefühl…
PPS: Mittlerweile berichtet auch der Kölner Stadtanzeiger darüber…

 
Daniel:

So sehr ich auch an dieser Stadt hänge, so sehr geht mir doch ihre Verwaltung auf den Keks. Insofern hast du schon Recht, die haben null Humor.

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Fluffi:

Gar nicht lustig… :)

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Frau Bü:

Ich glaube nicht, dass das in Hannover, Frankfurt oder sonst wo anders gelaufen wäre. Rein prinzipiell kann man ja auch nicht alles durchgehen lassen. Allerdings ist in diesem Fall ja wirklich niemand zu Schaden gekommen, außer den Machern. Im Gegenteil ist es eher peinlich für die Stadtverwaltung, dass sie keinen Plan haben, wer wann was veröffentlicht haben könnte, so dass sie erst einmal nachfragen müssen, ob das stimmt und wenn man sich erstmal selbst bloß gestellt hat, dann kann man nur noch klagen und hoffen noch ein paar Cent aus der kreativen Elite Deutschlands herauszuquetschen um hinterher wenigstens noch “ätsch-bätsch tralala wir sind die dummen Kühe und ihr die Armen Schweine” schreien zu können. Und die ganzen Journalisten als Detektive der unmündigen, ungeBILDeten Leser sehen die Kette nicht mehr vor lauter Perlen die man ihnen hinwirft und sehen nur noch Sex, Lügen, Drogen und Pamphlet und sind die hochgelobte, unbeirrbare Quelle der Volksverdummung. Ein hoch auf Entertainer die dagegen halten wollen, wie Pocher, Raab, die Titanic-Crew und alle anderen Nachwuchstalente, die noch Träume haben und Visionen und die Welt doch am Ende viel genauer sehen als Scheuklappen-Fetischisten die einen Rohrschach-Tintenfleck haben als dunkler Schatten auf den Synapsen der Humor verstehenden und bildenen Hirnzentren. Ja ihr, genau ihr hattet sicher eine beschissene Kindheit in der ihr nie das Fernsehprogramm bestimmen durftet und euch deswegen, zurückgeszogen in eure Dachkammer oder dunkles Kellerloch eure eigenen Ideen und Geschichten ersponnen habt von denen ihr heute noch zehrt und euch für begabt haltet, weil ihr Lüge von Wahrheit trennen könnt. Kretel hat die Böse Hexe nie verbrannt. Sie hat im “Märchen Wald Newsletter” von der dunklen Macht berichtet und prompt ist nunja, rein gar nichts passiert außer einer Klage von der Hexe, dass sie doch gar nicht böse sei, der Hänsel wäre zu seiner eigenen Sicherheit eingesperrt worden, weil er sich von einem “Kannibalen von der RotenBurg” hat auffressen lassen wollen und sie konnte ihn noch gerade Retten bevor sein Schaschlikspieß gegrillt worden wäre. Traurig aber war… Kretel ist jetzt noch ärmer dran, denn sie wird von nun an auch noch als Mörderin abgeschrieben, denn in Wirklichkeit hat sich die Hexe vor lauter Selbstmitleid in den Hochheizbrennofen geworfen und wir werden jetzt nie erfahren, ob sie die Zaren-Tochter ist oder nicht. Übrigens ist Hänsel wieder freigekommen und verteilt jetzt mit Wiener Schnitzel bestickt auf der Suche nach einem Menschenfressenden Braunbären (Braun? raus aus Deutschland ab nach Ösiland) die Brotkrumen nach altem Hausrezept. Da er ein entfernter Nachkomme der Familie Sack i reg mi auf ist wird sein Brotkorb auch nie leer (angeblich steht er deswegen auf der Abschussliste der Brot für die Welt, die aber noch auf den Braunbären warten mit dem Abschuss um gleich zwei Fliegen mit einer Klappe (zweiter Platz im “Märchen Guiness Buch der Rekorde”) zu schlagen und auch ein Fell für die Welt zu ergattern. Probleme gibt es dann aber wohl mit Schneeweißchen oder Rosenrot, außer der Falke PETzt noch rechtzeitig und dann ist aus die (Sendung mit der) Maus.

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Frau Bü:

AAAAAAAs bis der Azt kommt *G*

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Frau Bü:

Kretels Name mußte übrigens von der Redaktion geändert werden, da sie sich zur Zeit als illegaler Flüchtling über die Grenze ähm die Mauer (muss weg) in Mexico nach USA schleicht. Außerdem ist es doof, die richtigen Namen zu verwenden. Das gehört sich nicht, merkt euch das!

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Frau Bü:

Ach und bevor ich es vergesse: die Redaktion ist niemals nie für die Inhalte verantwortlich. Also wenn Klagen kommen dann von bezählten Klagefrauen aus den 60ern.

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Frau Bü:

und wenn euch BlOND behaarte Zungen einreden wollen, dass man niemals nie sagen soll, dann verkauft sie für dumm oder macht einen Witz draußen, treffen sich zwei Zungen sagt, die eine zur andern: *nuschelend* “schau mal ich hab drei Haare auf meinen süßholzraspel sensoren! Ich bin ein Bär!” sagt die andere: “Rotenburg ist ein Kaff” Von fern ein leiser Gewehrschuss erschallt, BrotfürdieWelt, ja du bist, dich hab ich vernommen!
Ach, ich lieb ja ein gutes Happy End

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unionsbuerger:

Montabaur ist lustiger

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donvanone:

Hm? Warum ist denn Montabaur lustiger? Und wieso um alles in der Welt dachte ich, dass das “Montabauer” geschrieben wird, wo ich doch ziemlich direkt in der Nähe aufgewachsen bin?

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Fluffi:

Dortmund gibt’s auch.

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donvanone:

Ich weiß, aber Dortmund hat nicht in meine Parabel gepasst…

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stranger:

Hey Donvanone, just saw your blog through the link on my own blog. How do you do that? I mean, put a link to your blog on someone else’s blog?

- Stranger and stranger

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donvanone:

I can’t find the link on your page, but it must be a pingback. Read more here.

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stranger:

Hey great, thanks a lot! Learn something new everyday…

-Stranger

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