Plazes?

26. Mai 2007 um 17:26 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Bevor ich jetzt das dritte Trigami-Angebot in Folge ablehne, frag ich doch erst mal bei euch nach: Was bitte ist das tolle an  Plazes? Sehe ich das richtig, dass das nur ein Toll zum Anzeigen des Ortes ist, wo ich mich gerade aufhalte? Mich reizt das irgendwie nicht, aber wenn ihr mich innehalb der nächsten 2 Tage überzeugen könnt, dass das doch aus irgendeinem Grund toll ist, nehm ich das Angebot von Trigami an und teste mal die neue (nicht mehr Beta-)Version.
Also: Was macht den Reiz bei Plazes aus?

 
Nils Hitze:

Keine Ahnung, aber ich finde es beeindruckend dass du Trigamirezensionen ablehnst. Ich dachte du machst es mit jeder ;)

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Michael:

Ich frag mich wirklich warum man sowas wie Plazes nutzen sollte. Wenn ich unterwegs bin, dann wissen die entsprechenden Leute entweder wo ich bin oder sie haben es nicht zu wissen.

Solche totale Selbstveröffentlichung ist doch einfach nur nervig. Da braucht sich doch niemand über Vorratsdatenspeicherung, Internet-Überwachung & Co. mehr beschweren. Die meisten geben doch sowieso ihre Daten freiwillig für jeden Scheiß her.

*aufreg*

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donvanone:

@Nils: Ich bin doch eine Edel-Nutte. Da ist man schon wählerischer und lässt nicht jeden ran…
@Michael: So sehe ich das auch. Leicht inkonsequente Haltung bei so manchen. Ich sehe es mit der Totalüberwachung übrigens ähnlich wie Alexander.

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Marcel Widmer:

Und ich habe mich (halt nur 2 Sekunden) gefragt, wer ausser Plazes selbst ein Interesse an dieser unsinnigen Anwendung haben soll. Und habe die Rezension deshalb auch abgelehnt. Für wen, um alles in der Welt, soll es interessant sein zu wissen, wo ich mich aufhalte? So ein Nonsens!

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Roke:

“Plazes” ist eine ganz logische Entwicklung. Schließlich wächst in den letzten Jahren Content im Netz und reale physikalische Orte wieder immer mehr zusammen (GoogleMaps lässt grüßen). Content im Netz bekommen an vielen Stellen einen Ortsbezug und umgekehrt “heftet” sich an physikalische Orte dadurch auch der Content im Netz. Das so virtuell erscheinende Netz rückt damit so nahe an die Realität ran, wie noch nie. Kommerziell ist das nicht unbedingt neu. Schon seit geraumer Zeit sagt der Ort, an dem Du wohnst etwas über Deine Kreditwürdigkeit aus und ist mitunter sogar ein recht gewichtiger Faktor bei den Berechnungen der gängigen Sofort-Kredit-Institute geworden. Das kommerzielle Interesse ist riesig, vor allem, da die Informationen im Grunde genommen schon lange existieren – nur der Zugang war bisher nicht sicher gestellt, da viele der Informationen meist in einem Datengrab dahinvegetieren und eigentlich nur zugänglich gemacht werden wollen. Aber ich schweife ab. Hier geht’s um “Plazes”. Und im Grunde genommen ist “Plazes” doch auch nur eine Art “social network” a la studivz und co. – nur eben mit dem Versuch, es auch noch mit einem Ortsbezug zu koppeln. Ich find’s in dem Sinne unsinnig und schließe mich da an meine Vorkommentierer an – aber ich muss ja nicht immer alles toll finden. Was mir aber durch “Plazes” wieder klar geworden ist, wie leicht doch der Ortsbezug herzustellen ist, wenn man einfach mal so im Netz unterwegs ist – denn in erster Linie basiert die Lokalisation in “Plazes” rein auf Basis der Netzwerkprotokolle. Und wer garantiert mir, dass nicht auch ein Suchmaschinenbetreiber die diversen Suchanfragen den jeweiligen Orten zuordnet und ich z.B. in letzter Konsequenz nur deswegen ein schlechtes Kredit-Rating habe, weil meine Nachbarn nach den falschen Sachen im Netz suchen. Und das ist es, was mir wirklich Angst macht.
“Plazes” mag’ nur eine harmlos wirkende Idee zu sein an den Erfolg der diversen Social-Network-Communities anzuknüpfen – aber es zeigt, was alles machbar ist.

So, war ein längerer Kommentar, aber das ist ein Thema, das mir eigentlich immer recht wichtig ist, vor allem da viele doch blauäugig durch die Welt laufen und behaupten “Is’ mir wurscht, wenn ich überwacht werde, schließlich hab’ ich nix verbrochen und brauch’ also auch keine Angst zu haben”.

Aber nun noch zu trigami. Ganz hab’ ich dann da den Sinn auch nicht verstanden. Warum solltest Du das Angebot ablehnen und trotzdem fragen, was so toll an “Plazes” ist. Schließlich würdest Du doch genau dafür Geld bekommen, nämlich rauszufinden, was so toll an “Plazes” ist. Und wenn eben nichts tolles an “Plazes” zu finden ist – oder es eben kritisch gesehen werden muss – dann schreibst Du eben darüber. Oder ist es am Ende doch so, dass trigami im Grunde genommen eine positive “Bewertung” quasi erwartet? Ist schon manchmal komisch mit Euch Bloggern. Einerseits wollt ihr Euch nicht kommerzialisieren lassen (eure Seele verkaufen) – andererseits hast Du mit diesem Beitrag im Grunde genommen Werbung für “Plazes” gemacht. Ich z.B. hatte “Plazes” bisher gar nicht gekannt. OK, ich find’s ja auch nicht toll, aber manche Deiner Leser klicken auf den Link und finden’s trotz der Diskussion hier toll (oder sie lesen die Kommentare erst gar nicht). Dann hättest gleich das Geld einstreichen können – oder eben gar nicht drüber schreiben. Oder hättest Du über Plazes geschrieben, wenn trigami Dich nicht darauf gestoßen hätte? Oder doch? Oder nicht? Oder seh’ ich alles falsch? Oder hab’ ich Verfolgungswahn?
Na, im Grunde genommen versteh’ ich es als Nicht-Blogger wohl einfach wirklich nicht. Aber erklärt mir’s!

Roke

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donvanone:

@Roke: Ich geh mal grad nur auf deinen letzten Absatz ein: Hätte ich das Angebot angenommen, hätte ich da viel Zeit investieren müssen, um Plazes kennzulernen und mich damit zu beschäftigen und ne ordentliche Rezension zu verschaffen. Diese Zeit hab ich mir jetzt eingespart, dafür dann aber eben auch auf 80-90 Euro verzichtet. Und klar hab ich jetzt auch Werbung gemacht, aber die “Was soll das eigentlich”-Frage wollte ich schon länger mal stellen, da man Plazes ja öfter mal in einer Blog-Sidebar sieht.

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Roke:

Ok, dann kann ich es nachvollziehen, wenn Du eh’ mal drüber schreiben wolltest. Dann is’ gut.
Und was die Zeit angeht – auch das kann ich nachvollziehen. Ich frag’ mich dann nur, was die ganze Aufregung um trigami und co soll. Wenn ich das so sehe, wird eh’ niemand reich damit …. warum sollte man es also nutzen, wenn man nicht so oder so drüber schreiben würde …
Und wenn man so oder so drüber schreiben würde ist es ja nicht verwerflich das Geld einzustreichen …

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Kopfschüttler:

Ich verstehe Plazes auch nicht… Beziehungsweise den Sinn und Zweck.

Für schnelle Dates ist es vielleicht sinnvoll, denn dann muss man nicht so weit fahren, wenn man im Chat jemanden “aufgerissen” hat… ;-)

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Joaquin:

Was bekommt denn so eine Edelnutte pro Job?

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donvanone:

Zwischen 50 und 150 Euro waren die Angebote bei mir bisher.

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