Ok ok, ich nehm schonmal jetzt alles zurück, bevor ihr überhaupt merkt, dass ihr euch wegen den “Säuen” jetzt beleidigt fühlen könntet.
Aber Frau Bü hatte in meiner kurzen (puh!) Krankheitspause einen erwähnenswerten Kommentar hinterlassen, der bestimmt nicht von jedem die nötige Beachtung gefunden hat und so wollte ich den dann doch mal noch in die Beiträge stemmen.
Ganz im Stil meiner “Bloginterpretationen” aus der “Tach, Post! 2.0″-Aktion hat sie einen eher schwachen Kommentar genauer unter die Lupe genommen und ihn mir (und euch) von einer ganz neuen Seite gezeigt. Irgendwie hatte ich den nämlich falsch verstanden.
Und bevor ich hier jetzt den Kommentar wiedergebe, muss ich schnell noch (gerade nebenher meine Feeds gecheckt, die Tipperei ist ja so anstrengend) begeistert erwähnen, dass der Kommentar vom jovelstefan tatsächlich entdeckt und gewürdigt wurde (fehlt nur das “ü” bei Frau Bü…).
Jetzt aber der Kommentar, der sich im Original hier befindet:
Kommentar-Interpretation:
Ickebins
Bohr nimm bitte diese seite vom Netz!
DANKEDer Autor des Kommentars verrät durch sein gewähltes Pseudonym seine heimatliche Verbundenheit mit Nord-Ost-Deutschland. Durch den angedeuteten Dialekt „Icke“ (Berlinisch für „ich“) und den Zusatz „bins“ (englisch Plural für „Abfallbehälter“) bringt er seine multikulturelle Persönlichkeit zum Ausdruck. Das Zusammenschreiben der beiden Wörter („Ickebins“ statt „Icke“ „bins“) zeigt seine starke Identifizierung mit den semantischen Inhalten: „Ich, die Abfallbehälter“. Der Plural (die Abhfallbehälter statt der Abfallbehälter) soll ausdrücken, dass er die Stimme von vielen Abfallbehältern vertritt.
Im eigentlichen Kommentar, will der Autor mit seinen physikalischen Bekanntschaften angeben, da er Herrn Bohr (gemeint ist Nobelpreisträger „Niels Bohr“) im Folgenden duzt. Das fehlende Komma nach Bohr deutet die Eile des Autors an. Dies wird durch das klein geschriebene Wort „seite“ noch einmal verdeutlicht. Dennoch bleibt der Autor höflich, da er eine gute Erziehung (als Zeitgenosse Bohrs nicht verwunderlich) genossen hat. So verwendet er die Höflichkeitsfloskeln „bitte“ und „DANKE“. Dabei betont er, dass Geben seliger ist als Nehmen, da er die Floskel „DANKE“ in großen Lettern schreibt.
Das Ausrufezeichen am Ende des Hauptsatzes des Kommentars zeigt, dass es sich um einen Nachruf für den verstorbenen Niels Bohr handelt. Der Autor möchte dem Toten nachrufen: „nimm bitte diese seite vom Netz!“ und wünscht sich dadruch ein „deus ex machina“. Ein übersinnliches eingreifen aus dem Jenseits. Der Autor zeigt dadurch seine Neigung zum Paranormalen und Esoterischen.
Der Autor ist jedoch zu bedauern, da Niels Bohr das Zeitalter des Internets („seite“ und der Ausdruck „vom Netz nehmen“ lassen eine Schlussfolgerung auf das Internet zu) nicht erleben konnte. Daher ist leider zu befürchten, dass Niels Bohr dem Autor nicht zur Hilfe eilen wird.

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