Making A Murderer: 10h Angucken, 10h Kopfschütteln und dann 10h Hintergründe Googlen

07. Januar 2016 um 00:22 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Ich unterbreche das Blogsterben hier mal ganz kurz für eine vermutlich unnötige Serienempfehlung, da eh die ganze Welt drüber spricht, aber egal:

Schaut euch “Making A Murderer” auf Netflix an.
Nicht unbedingt jetzt sofort, sondern dann, wenn ihr sicher seid, dass ihr die nächsten 4-10 Stunden nichts vor hat, denn:

The question is not if you’ve seen Making a Murderer yet. It’s how long did it take you to watch it? A week? That’s insane. Three days? That’s more like it. One day? There you go.

[Quelle: Forbes: “Why ‘Making a Murderer’ Is Netflix’s Most Significant Show Ever”. Lieber erst lesen, wenn man die Serie gesehen hat, oder nur die Einleitung lesen]

Ich hatte diese Warnungen vorher schon gelesen, hatte dem aber nicht ganz so geglaubt. Als Frau Bü dann nach 5 Folgen am Stück meinte: “Weiter, weiter” und ich kurz überschlug, dass wir, wenn wir mit der Serie durch wären, nur noch ca. 30 Minuten hätten, bis die Kinder aufwachen würden, gaben wir uns doch einen Ruck und einigten uns auf “two days”. Ohne Kinder hätten wir vermutlich wirklich durch gemacht, denn die Geschichte lässt einen nicht mehr los.

Worum gehts (ohne zu viel zu verraten)?

“Making A Murderer” dokumentiert (mit echten Aufnahmen. Das Filmteam war 10 Jahre lang dabei) die beiden Fälle von Steven Avery. Dieser wurde 1985 verurteilt, eine Frau vergewaltigt zu haben. Erst nach 18 Jahren Gefängnisaufenthalt konnte seine Unschuld bewiesen werden. Da bei der Verurteilung einiges “sehr sehr merkwürdig” verlief, verklagte er die Polizei von Manitowoc (seinem unaussprechlichen Heimatort) auf 36 Millionen Dollar. Doch bevor es zum Prozess kommen konnte, war er erneut Hauptverdächtiger. Diesmal in einem Mordfall. Die Haupt-Beweise wurden dabei übrigens von den von ihm angeklagten Polizisten gefunden.

Und dann geht es mit dem ungläubigen Kopfschütteln über das amerikanische Rechtssystem und die ausführenden Personen (man weiß gar nicht, wen man am meisten hassen möchte) erst richtig los.

Am Ende gibt es dann ein Urteil (dessen Ausgang ich nicht spoilern möchte. Ich kannte ihn vorher schon, was der Serie nicht geschadet hat (es wurde halt ein Spannungsmoment genommen, aber das “wie” ist wichtiger als das “was”). Stand ja alles auch schon vor 10 Jahren in den Zeitungen…), wo man vermutlich eine Meinung hat, ob es in Ordnung geht oder nicht, aber immer noch unendlich viele Fragen offen bleiben.

Und dabei meine ich nicht unbedingt Fragen wie

oder

Sondern… andere! (ich wollte ja spoilerfrei bleiben).

Auf jeden Fall ist man nach den 10 Stunden dann noch lange nicht fertig, denn:

Und wenn ihr mit der Serie dann also fertig seid (ich erwarte euch hier also in 10 Stunden wieder. Wofür gibt es einen Netflix-Probemonat? Lohnt sich sonst aber auch…), hätte ich da schonmal ein paar Links für euch parat:

BuzzFeed: 12 Burning Questions About “Making A Murderer” Answered

The Daily Beast: How We Made ‘Making a Murderer’: Filmmakers Moira Demos and Laura Ricciardi Pull Back the Curtain

Uproxx: Lawyers Ken Kratz And Dean Strang Debate ‘Making A Murderer’ With Megyn Kelly

Pajiba: Evidence ‘Making a Murderer’ Didn’t Present in Steven Avery’s Murder Case

Und natürlich den Sub-Reddit zu der Serie, in der es nun die wildesten Theorien, neue Entwicklungen und ein paar Erklärungen gibt.

Zum Beispiel:

Hintergründe zum EDTA-Test

Zum Loch in der Blut-Ampulle

YouTube: Aussage eines Jurymitglieds, wie es zu der Entscheidung kam (ab 2:20)

Und nun !ACHTUNG SPOILER!: Noch ein paar Worte von mir zur Serie, zur Diskussion, wenn man sie dann auch gesehen hat:

Ich habe (natürlich) keine Ahnung, ob Steven Avery schuldig ist oder nicht. Die Dokumentation finde ich in der Hinsicht auch nicht wirklich objektiv, sondern klar auf Seiten der Averys und auch dem Weg der Verteidiger folgen: Wenn die Jury (bzw. die Zuschauer) erst einmal glauben, dass der Schlüssel von der Polizei dort drappiert wurde (was ich glaube), halten sie es dann auch für möglich, dass auch die Blutspuren getürkt sind. Darum wird das dann auch in der Reihenfolge gezeigt.
Also ja, ich gehe fest davon aus, dass die Polizei ihre Finger im Spiel hatte und nicht alles sauber ablief (dazu gehört auch die Überprüfung des Nummernschildes, für die ich keine “normale” Erklärung finde) und bei den “Verhören” von Brandon stellen sich mir alle Nackenhaare auf und gerade seine scheiternden Revisionen am Ende lassen mich fassungslos zurück.
Aber ich möchte nicht meine Hand dafür ins Feuer legen, dass Steven unschuldig ist. Es gibt etliche Punkte, die in meinen Augen gegen die Theorie der Anklage sprechen (z.B. das fehlende Blut in der staubigen, unordentlichen Garage), laut den obigen Links aber auch ein paar (in der Dokumentation nicht genannten) Gründe, die ihn dann doch verdächtig vorkommen lassen.
Aber in meinen Augen (und auch in denen von Devin Faraci, um noch einen Link unterzubringen) geht es auch nur zweitrangig darum, ob Steven es war oder nicht. Sondern um das Justiz-System mit all seinen unschönen Seiten. Selbst wenn Steven schuldig ist und zurecht im Knast sitzt (was ich mir, wie auch der Verteidiger Dean Strang am Ende sagt, fast wünsche, damit es nicht ganz so grausam ist), macht das das Vorgehen der Ankläger nicht besser. Eine “faire” Verhandlung sieht in meinen Augen ganz anders aus. Und dann muss man sich auch die Frage stellen, womit man besser leben kann: Einen evtl. unschuldigen Menschen lebenslang einsperren, oder einen evtl. gefährlichen Menschen frei rumlaufen lassen.

Dons Spielemesse-Nachbetrachtung 2015

15. Oktober 2015 um 23:22 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Yay! Letzte Woche war ich (diesmal zur Abwechslung nochmal mit Ro, während unsere Frauen daheim die Kinder hüteten, vielen Dank an dieser Stelle nochmal!) mal wieder auf der Spielemesse in Essen. Und nicht nur für die Messe war es das Jahr der Rekorde (so groß wie nie: 63.000 m², so viele Aussteller wie nie: 910 aus 41 Ländern, so viele Neuheiten wie nie: ca. 1.000, so gut besucht wie nie: 162.000 Besucher), sondern auch für mich.
Denn mit 3,5 Tagen war ich da vermutlich so lange wie noch nie (bei den ersten 3 Jahren bin ich nicht sicher, länger war ich auf jeden Fall noch nicht. Meist aber nur 2,5 Tage) und dann hab ich da auch so viele Spiele gespielt wie noch nie, nämlich 41 (der vorherige Bestwert war 38 Spiele in 2004, was dafür spricht, dass ich da auch schon 3,5 Tage dort war).

Aber ich war auch so vorbereitet wie noch nie, was die Spielmenge dann zusätzlich nach oben getrieben hat (denn ich bin dieses Jahr auch so wenig ziellos über die Messe geschlendert wie noch nie).

Aber bevor ich euch hier gleich meine Meinung zu all den 41 Spielen hinklatsche (die sich vermutlich eh niemand komplett anschaut, ich mach das hier auch tatsächlich mehr für mich), schauen wir uns doch erst einmal an, mit was ich so nach Hause gekommen bin:

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D´r Schaid in Seeg

13. September 2015 um 23:10 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

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Als wir damals nach Bayern auswanderten (der beste Witz an diesem Auswander-Beitrag ist übrigens, dass mich kurz danach jemand von VOX anrief, um zu fragen, ob sie unsere Auswanderung nicht von “Vox – Die Auswanderer” dokumentieren lassen wollten. Als ich ihr aber dann den Witz des Artikels erklärte (und die Tatsache, dass wir schon ausgewandert waren), war das Interesse dann aber wieder verschwunden), also als wir auswanderten, war uns ja klar, dass das ein kultureller Schock werden würde und hier alles anders wäre.
Aber dem wollten wir mit offenen Armen entgegen gehen und uns (in gesundem Maße. CSU wählen braucht man darum ja nun nicht gleich) auf die Sitten und Bräuche einlassen.

Einer dieser Bräuche ist “d’r Schaid”, bzw. “der Viehscheid”, bzw. um es für jeden verständlich zu machen: “Der Almabtrieb”. Den wollte ich eigentlich schon lange mal gesehen haben, aber da die Alm dann doch noch ein Stückerl weiter weg ist, hab ich davon immer erst mitbekommen, wenn es schon wieder vorbei war.
Dieses Jahr aber nicht. Da wurde es glücklicherweise kurz vorher im Radio erwähnt und da das Wetter ja auch optimal werden sollte (und es dann auch wurde), war klar: Dieses Jahr geht es also zum Schaid.

Stellte sich dann nur noch die Frage: Wo genau soll es denn hingehen? Denn an dem Tag gab es dann gleich 6 Almabtriebe. Da ich nicht sicher war, wie die Kinder die nahen und durch die Glocken sehr lauten Kühe wegstecken würden, entschied ich mir für einen relativ kleinen Schaid, auch in der Hoffnung, dass man da dann noch nen guten Platz bekommt und es noch nen urigen Touch hat (zeitgleich war auch ein Abtrieb in Hohenschwangau, wo ich dann durch das Schloss Neuschwanstein eher ein überfülltes Touri-Event erwarten würde). Letztes Kriterium war dann noch die Uhrzeit. Denn um 9 Uhr muss ich an einem Samstag dann doch noch nicht auf der Alm sein…

Und so ging es dann nach Seeg, wo es nur 80 Kühe gab, die gegen 13 Uhr im Ort eintreffen sollten. Optimaler Einsteiger-Schaid quasi.

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Bis zum Eintreffen picknickten wir noch auf einer Wiese, von wo wir dann beim ersten Kuhglockenläuten an die Straße eilten (wo dann immer noch mehr als genug Platz war. Der Plan war also voll und ganz aufgegangen).
Und schwups, war es auch ganz schnell wieder vorbei, denn die 80 Kühe waren dann auch in windeseile durch die Straße gejagt (das hatte ich mir aufgrund von YouTube-Recherchevideos doch ein wenig länger vorgestellt (das nächste Mal geht es dann nach Bad Hinde, da gibt es wohl ca. 1000 Kühe und es sollte ne Weile länger dauern…)).
Hat gerade noch gereicht um ein paar Fotos zu machen, da war es schon wieder vorbei:

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Sohnvanone hat auch noch zwei Fotos gemacht (dann war sein Speicher voll, was er mir aber erst auf der Rückfahrt verraten hat. Bis dahin hat er weiterhin so getan, als würde er Fotos machen…):

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Damit war es dann aber zum Glück noch nicht vorbei, denn das war erst Mal nur der Almabtrieb. “D’r Schaid” hat seinen Namen aber von der Scheidung/Trennung der Tiere, denn diese müssen nun nach ihren Besitzern aufgeteilt werden. Und damit da auch ja alles mit rechten Dingen zugeht, schauen alle aufmerksam zu:

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Dort konnte man dann auch noch die Kranzkuh und das Kreuzrind aus der Nähe bewundern und anfassen:

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Die Kranzkuh ist traditionell die schönste Kuh und wird besonders geschmückt, wenn es in der Zeit auf der Alm keine tödlichen Zwischenfälle (für Mensch und Tier) gab. Dieser wird (so sagt es Wikipedia) “aufwändig aus Zweigen, Blumen, Gräsern und Bändern in Form einer Krone geflochten”. Und weiter: “Meist zeigt der Kranz ein Kreuz, womit um den Schutz des Himmels gefleht wird, sowie Spiegel und Glocken zur Abwehr böser Geister.” Können wir alles bestätigen.
In Seeg gibt es allerdings nicht nur die überall verbreitete Kranzkug, sondern auch noch das weniger verbreitete Kreuzrind.

Auf dem Heimweg, musste ich dann aber doch noch ein paar Mal anhalten, um die schöne Landschaft festzuhalten:

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Das nächste Mal darf es dann ruhig ein größerer Schaid sein. Jetzt wissen wir ja, was auf uns zukommt…

Ende. Also nach dem zugehörigen Symbolbild:

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“Sweet Treat Sunday”: Holunderblüten im Bierteig

14. Juni 2015 um 11:19 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

So, ich melde mich mal wieder kurz aus der Versenkung, um mal wieder beim “Sweet Treat Sunday” von elf19 mit zu machen (das dort letzte Woche vorgestellte Erdbeer Fruchtleder wartet übrigens hier gerade im Backofen auf seine Fertigstellung. Bin ich mal sehr gespannt!).
Letztens gab es nämlich erstmalig Holunderblüten im Bierteig bei uns. Noch dazu mit Holunderblüten aus dem eigenen Garten…

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Und da ich ja nicht backen und fotografieren gleichzeitig kann, hat Sohnvanone das ganze mit seinem Fotoapparat dokumentiert. Da es so ein sturzsicherer Kinderfotoapparat ist (nachdem sich meine alte Digicam bei ihm irgendwann als nicht so sturzsicher rausgestellt hat und dann keine Lust mehr hatte), bitte ich die mangelnde Qualität zu entschuldigen ;-)

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Erstmal Holunderblüten pflücken und dann “säubern” (ich habe erst gewaschen, Frau Bü meinte dann aber, ich solle nur schütteln. Macht einfach was ihr wollt).

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Dann 125g Mehl, 1 Prise Salz und ne halbe 0,33er-Flasche Bier (wir haben alkoholfreies genommen) verrühren. Dazu dann 1/2 EL Öl und ein Eigelb mischen. Dann noch ein Eiweiß schaumig schlagen und unterrühren.

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Jetzt die Blüte durch den Bierteig ziehen, in heißes Frittierfett halten (bis es gold wird, geht recht schnell) und am Ende mit Puderzucker bestäuben.

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Beim Essen dann die grünen Stiele abmachen, die könnten evtl. giftig sein (das Internet ist mir hier leider keine Hilfe). Die dünnen Stile haben wir dran gelassen und leben alle noch.

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Und lecker wars zudem auch noch, hätte nicht gedacht, dass das so holundrig schmeckt…

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So, und jetzt alle nochmal schnell bei Ke gucken, was man aus Holunderblüten noch so machen kann.

Fotos!

12. April 2015 um 09:23 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

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So, ich arbeite mal meinen 2blog-Ordner ab und so gibt es hier eine Ladung Fotos aus diesem Jahr (die von vorherigen Jahren kommen ein anderes Mal).
Zum Beispiel von Raureif im Garten:

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Sieht nicht nur an Pflanzen gut aus, sondern auch an den Schnüren, mit denen diese gesichert werden:

04_raureif_schnur

Oder an der Gartendeko:

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Oder den Bäumen in der Umgebung:

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Oder (wie schon oben zu sehen gewesen) am Lichtschacht:

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Und mit diesem nahezu schwarz/weiß-Bild haben wir dann auch die passende Überleitung zur Sonnenfinsternis, die ich mit meiner Kamera (und einem extrem lichtschluckenden Filter) gemacht habe:

08_header

Ich hab trotzdem nicht durch den Sucher geschaut, sondern nur über den Live-View gearbeitet:

09_kamera

Sind jetzt nicht wirklich spektakuläre Bilder (zumal durch den Filter ja alles drumherum geschluckt wurde und es wie ein Mond bei Nacht aussieht), aber egal. Hauptsache ich habs foitografiert ;-)
Und wenn man es animiert, erkennt man dann auch, dass es tatsächlich eine Sonnenfinsternis ist:

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Von “Sonne” und “Mond” geht es dann konsequenterweise weiter mit “Sterne”, nämlich unserem Nutella-Sternkuchen:

11_sternkuchen

Angeregt war das ganze durch Kerstins Sweet Treat Sunday, bei dem sie eine Karamel-Variante präsentierte. Ich hatte dann aber doch mehr Lust auf die Original-Nutella-Variante und nahm daher ein Rezept von dieser reich bebilderten Seite.

Eine Eigenkreation hab ich aber auch noch: Waffelteig im Mini-Donut-Format:

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V for Varoufakis

26. Februar 2015 um 09:41 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Da sitzt ein Mann in unserem Garten!

05. Februar 2015 um 00:24 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Und zwar nun schon seit 33 Stunden und das sehr regungslos:

01_header_schneemann

Ob wir die Polizei rufen sollten?

Er scheint dort relativ schnell zu evolutionieren, denn anfänglich war er noch etwas unterentwickelt:

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Und der zweite Mann da unten macht mir auch Sorgen. Warum hat der keine Jacke an? Sind doch schließlich zweistellige Minustemperaturen hier…

Und wer hat uns da Schnee geklaut?

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Und warum steht auf der Terrasse nur eine popelige Schildkröte, statt eines solchen Exemplares?

Fragen, die hoffentlich meine schlauen Leser beantworten können…

Kinderfasching heute

03. Februar 2015 um 08:46 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Ihr kennt ja sicher dieses Vergleichsbild der Papstverkündung von 2005 und 2013, wo 2013 auf einmal alles voll mit Smartphones ist. Und auch von Konzerten und eigentlich überall anders ist es ja nicht mehr wegzudenken, dass jeder das Treiben nur noch mit Smartphone vor dem Gesicht “bewundert” (ich bin vermutlich nur dadurch besser, dass ich eine Kamere und kein Smartphone nutze, versuche das aber auch oft bewusst sein zu lassen und den Moment “richtig” zu erleben. Vor allem, wenn wer anders auch Fotos macht. Denn undokumentiert lassen kann ich es dann ja doch auch nicht…).

Egal, gestern war auf jeden Fall Kinderfasching bei uns im Ort und ich war dann doch erschrocken, wie weit dieses Verhalten schon runter geht:

kinderfasching

(wobei man fairerweise sagen muss, dass das die einzigen beiden waren, bei denen ich sowas gesehen habe. Die große Mehrheit war dann doch noch “normal”. Aber die oben verlinkten Fotos zeigen ja, wie schnell sich sowas ändern kann…)

9 DonsJahre

30. Januar 2015 um 11:18 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Theoretisch wird dieses Blog heute übrigens 9 Jahre alt.
Rein praktisch sieht es aber so aus, dass es schon seit mindestens 3 Jahren nur noch im Wachkoma liegt (siehe frisch reanimierte Heatmap, die war sogar schon ganz hinüber) und alle Leute nur noch peinlich berührt drumrumstehen und sich fragen, ob man denn nun doch mal die Stecker ziehen sollte.
Also eher nicht die richtige Stimmung, um ein Partyhütchen aufzusetzen. Ich wollte es aber trotzdem mal erwähnt haben…

Aber keine Sorge, solange hier noch irgendwer mitliest, wenn ich alle halbe Jahre mal versehentlich irgendwas poste, wird auch kein Stecker gezogen!

Mal was ganz tolles: Live Room Escape

29. Januar 2015 um 22:24 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

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Überraschungspartys sind ja was ganz tolles, aber bisher hat man es irgendwie noch nie geschafft, mir eine solche Party zu schmeißen, ohne dass es vorher rausgekommen wäre.
Die Bierbähnlefahrt zu meinem 23. Geburtstag wurde über 2 Jahre geheim gehalten und dann verplappert sich irgendwer wenige Stunden vorher. Und auch bei meinem Junggesellenabschied hab ich vorher versehentlich schon den Termin erfahren (aber immerhin nicht, was denn da passiert).

Und so ging ich halt dann davon aus, dass ich einfach unüberraschbar bin, bis es dann im letzten Jahr doch passiert ist.
Frau Bü und ich schenken uns ja theoretisch nichts gegenseitig (praktisch wird das allerdings nur sehr sehr selten auch so gehandhabt) und so war ich dann auch nur ein wenig geknickt, als sie sich nun wohl tatsächlich einmal an diese Abmachung gehalten hatte.

Am folgenden Wochenende sollte dann Besuch kommen, weswegen wir munter das ganze Haus auf Vordermann brachten und lecker Kuchen backten. Doch Morgens kristallisierte sich dann irgendwie heraus, dass das so ganz dann wohl doch nicht stimmen konnte. Auf einmal wurde Proviant gepackt, die Kinder auf Toilette geschickt und ehe ich groß nachdenken konnte, klingelte es auch schon an der Tür (es war nicht der angekündigte Besuch, sondern halt hier so die Spieleabend-Clique) und schwupp, saß ich im Auto und es ging in Richtung Ungewiss.

Auf den letzten Metern noch die Augen verbunden, aus dem Auto raus und (immer noch blind) in einen Raum geführt, wo ich dann wieder zu einem Sehenden transformiert wurde.

Nur wo war ich da?

Irgendwie in einem hell eingerichteten Bürozimmer. Häh?

Glücklicherweise wurde ich schnell aufgeklärt: Ich saß mitten im “Live Room Escape”-Raum (Live-Escape-Raum? Exit-Room?) in Filderstadt, in welchen ich gleich mit 3 Mitstreitern eingesperrt werden würde, nur um dann innerhalb der nächsten Stunde den Raum von oben bis unten abzusuchen und lauter kleine Rätsel zu lösen, auf der Suche nach dem Zahlencode, der die Tür wieder öffnet und uns in die Freiheit entlässt.

Ich wusste zwar nicht, dass es sowas gibt (und hatte von den Computerspielen, auf denen diese Idee basiert auch nur so am Rande was mitbekommen), wusste aber sofort: Hier bin ich richtig!

Denn Rätsel sind was ganz tolles (siehe hier. Von dem dort genannten “Sacred Myths & Legends Puzzle” liegen hier allerdings tragischerweise die ersten beiden Teile schon sehr lange relativ unangepackt rum, das muss ich auch mal ändern). Und das ganze dann auch noch im Team zu machen und “im echten Leben” ist nochmal viel toller.

[Und weil das hier sonst ne reine Textwüste ist, hänge ich zwischendurch mal noch zwei thematisch passende Videos mit rein. Die sind zwar nicht aus Filderstadt, geben aber ein Gefühl dafür, wie toll das sein kann. Wobei man natürlich nie zu viel zeigen darf, um den Spaß nicht zu verderben. Daher gibt es auch von unserem Raum keine Fotos...]

Und toll war es dann auch wirklich. Da wurde parallel der Raum abgesucht, bis irgendwo wieder jemand lautstark nen Hinweis gefunden hat. Dann alle Köpfe zusammenstecken und überlegen, was genau uns der Hinweis denn nun sagen will und weitergemacht. Manche Rätsel waren so aufgebaut, dass man sie gar nicht alleine lösen konnte, aber auch sonst war es bei uns nie so, dass es einen Leitwolf gab, der die anderen nur mit Aufgaben versorgt hat, sondern wir wirklich als Team agiert haben und jeder irgendwas beisteuern konnte. Und was war das immer für ein tolles Gefühl, wenn wieder ein Rätsel gelöst war und man dem Ziel ein Stück näher kam.

Und falls man doch mal steckenbleibt, gibt es auf einem Computerbildschirm einen kleinen Hinweis, der die richtige Richtung vorgibt. Dafür sitzt dann jemand im Nebenraum, der das ganze Treiben mit Babyphone und Webcams beobachtet. Ziel ist es natürlich, den guten Mann möglichst arbeitslos zu machen, aber zweimal musste er bei uns doch eingreifen (einmal war es einfach zu naheliegend…)

Und da wir nach ca. 45 Minuten leider schon wieder die Freiheit schnuppern durften, zögerten wir nicht lange und gingen im Nebenraum noch eine kleine Rätselwand an. Diesmal allerdings in Zweierteams gegeneinander, d.h. beide Teams starten gleichzeitig an identisch aufgebauten Regalwänden, aber nur der erste, der den finalen Code rausbekommt, kann die Schatzkiste öffnen.
Auch sehr spaßig!

Halten wir also fest: Man kann mich doch überraschen. Und wenn da immer so was tolles bei rauskommt, darf man das auch gerne öfter machen.

Ich habe natürlich sofort Blut geleckt (damit hätte Frau Bü rechnen müssen) und danach sofort im Netz recherchiert (hier der Wikipedia-Artikel zum Thema), wo es denn sowas nochmal gibt (denn der Nachteil eines solch aufwändigen Raumes ist natürlich, dass man das Rätsel nur einmal machen kann und der Betreiber eher nicht wöchentlich alles umbaut).

Und da habe ich diese Seite mit einer Europakarte gefunden, die satte 43 Räume für Deutschland eingetragen haben (als ich im November das erste Mal da drauf schaute waren es übrigens nur 23). Das sollte mich also erst einmal eine Weile beschäftigen, bis ich dann vielleicht wieder von vorne anfangen kann, oder aber ins Ausland schaue.
Budapest soll ja die Hochburg sein (und laut laut dem Filderstädter Betreiber auch viele Escape-Room-Touris anlocken, die da für ein Wochenende hinfahren und einfach nur so viele Räume machen wie möglich), mit Hunderten von Räumen, die dann alle auch sehr sehr aufwändig und themenorientiert (Saw, Lost etc.) ausgestattet sind. Hier gibt es ein paar Beispiele und hier auch noch ein Video aus Budapest:

Aber dafür brauche ich gar nicht nach Budapest, denn auch in Stuttgart gibt es zwei Räume, die von den Bildern her wirklich super aussehen.
Da gibt einen Horror- und einen 60er-Jahre-Raum, wo ich mich noch nicht entscheiden kann, welchen ich cooler finde (tendenziell scheint der Horror-Raum die ausgefalleneren Apparate zu haben (Telefonververbindung, oder was auch immer das ist), aber die 60er haben ein Kryptex, welches ich schon immer mal in den Händen halten wollte…).
Muss ich wohl in beide mal gehen.

(An dieser Stelle möchte ich aber dann mal nur noch kurz vermerken, dass der Filderstädter Raum trotz fehlender Atmosphäre (“helles Bürozimmer” halt) sehr viel Spaß gemacht hat. Wobei er schon etwas abstinken könnte, wenn man vorher schon in einem liebevoll ausgeschmückten Raum war. Daher war es gar nicht so verkehrt, den quasi als Einstiegssdroge zu nehmen und dann die Dosis immer weiter zu erhöhen)

Aber vermutlich wird der nächste Raum nicht einer der beiden in Stuttgart sein, sondern eher einer dieser beiden in Köln. Denn da mein Bruder ebenfalls für so Sachen anfällig ist, habe ich ihm vor einigen Tagen zum Geburtstag einen ominösen Umschlag geschickt, der ihn dann durch einige Rätsel führte, die ich ihm im Netz zusammengebastelt hab (den Link könnte ich hier jetzt reinstellen, aber die Hälfte der Aufgaben ist ohne den Umschlag nicht lösbar, macht also keinen Sinn). Und just eben hat er die letzte Aufgabe gelöst und damit diesen Beitrag hier veröffentlicht, bei dem er nun endlich erfährt, für was der Gutschein denn nun gut war, an dem er da die ganze Zeit geknobelt hat.

Und das ist dann eben ein Besuch eines solchen “Exit Rooms”. Welcher genau (muss ja auch nicht Köln sein) ist mir egal und können wir nun besprechen (ruf mich an!). Für den eben verlinkten Kölner Raum spricht allerdings, dass er nur 15 Gehminuten vom Rodizio entfernt liegt, was man dann ja sicher irgendwie kombinieren könnte.

Egal wie:
@Frau Bü: Vielen vielen Dank für diese tolle Überraschung (welche dann noch mit einer Geburtstagsparty endete, aber um die geht es hier nun nicht) und dieses noch viel tollere Geschenk
@Brüderchen: Nochmal herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag und zum Löse all meiner Rätsel
@alle Live Room Escape-Betreiber: Ich komme!
@alle anderen: Ihr auch!

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