Online-Backup – Ja? Nein? Wo? Wie sicher? Preis?

04. Mai 2009 um 11:26 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

So, nachdem die Kamera gekauft ist, widmen wir uns dem nächsten Problem: Meine Backup-Platte ist voll und gerade die Kamera wird sicher dafür sorgen, dass immer mehr Platz gebraucht wird.

Nun könnte ich mir eine neue Backup-Platte kaufen und z.B. mit einer Terrabyte-Platte für ca. 100 Euro sicher wieder ein paar Jahre gut leben. Aber ich bin mir immer öfter unsicher, ob es wirklich eine gute Idee ist, dass die Backup-Platte einfach neben der eigentlichen Platte liegt. Gut, gegen einen Festplattencrash hilft das, aber gegen Feuer, Wasser, Einbrecher, Computerbeschlagnahmungen und Schweinegrippe hilft das nicht, da wäre es schon sinnvoller, wenn die Backup-Daten ganz woanders lägen.
Online-Backup also.

Da stellen sich mir viele Fragen: Wer hat damit schon Erfahrungen gemacht, worauf muss man achten (verschlüsselte Übertragung, verschlüsselte Speicherung (und zwar so, dass nur ich es entschlüsseln kann, aber dafür keine Datei brauche, die mit meiner Festplatte verbrannt ist), Preis pro GB und so weiter) und was könnt ihr empfehlen?

 
Bastian:

Online hinterlege ich alle meine Fotos in Originalauflösung bei Flickr. Das hilft natürlich nur mit den JPEGS und nicht mit den RAW-Dateien. Aber schonmal besser als nichts. Und die 25 $ im Jahr machen einen auch nicht arm.

Dazu würde ich an deiner Stelle überlegen ob du nicht einfach eine ext. Backup-Platte bei Verwandten/Freunden lagerst. Gegen die meisten Katastrophen sollte das ja reichen ;)

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donvanone:

@Bastian: Hm… Pro-Account hab ich eh, Flickr wäre also dann eine kostenlose Lösung. Kommt mir aber ein wenig komisch vor, Flickr als Backup-System meiner privaten Fotos zu nutzen (klar sind die da dann als “privat” unsichtbar, aber trotzdem…).
Auch das Runterladen von Flickr, falls die Fotos auf meiner Platte dann echt mal verschwinden ist sicher nicht der komfortabelste Weg (konnte da immerhin dieses Programm finden, dass dann auch Beschreibung und Tags mit exportiert und im ITPC-Header speichert).
Einziger Anreiz, das wirklich zu machen: Wenn ich beim Hochladen jedes Foto gleich mit Tags versehen würde und so dann meine Fotos viel besser (z.B. nach Personen) durchsuchen könnte. Da müsste ich mir dann aber wirklich jeden Abend / jede Nacht einen festen Zeitslot reservieren, um immer direkt die Fotos des Tages hochzuladen und zu verschlagworten. Und dann am besten noch die letzten Jahre nachholen. Örks…
Da warte ich dann doch noch ein wenig, bis die Gesichtserkennung so weit ist, dass sie das gescheit selber erkennen kann.

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Bastian:

@donvanone: Mit dem Programm was du gefunden hast habe ich selbst schon gearbeitet und das funktioniert tadellos.

Das Taggen der Fotos versteht sich für mich von selbst, mache ich bereits in Lightroom und die Lightroom-Tags und Titel etc. werden dann in Flickr übernommen. Zurück geht es dann per FlickrEdit für den Notfall eben auch.

Und das einmal fix in Lightroom zu taggen beim Importieren von den Speicherkarten ist auch kein Riesenaufwand.

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Seb:

Du greifst per vpn auf meine firmenfestplatte zu, die ich jeden abend mit Heim nehme und sicherst dort. Schnell und kostenlos.

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Michael_DF:

Ich bin bei https://www.gigabank.de und hab damit bisher recht gute Erfahrungen gemacht.

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Wolf:

schau mal bei /. vorbei (www.slashdot.org). Dort kommt genau diese Frage alle paar Wochen/Monate auf. Die Antworten sind üblicherweise (paraphrasiert):

- nimm Diesen-Und-Jenen-Online-Service, der dieses und jenes Merkmal hat
- Lade alles zu Gmail hoch
- anderen Leuten Deine Daten zu geben ist Scheiße!
- ich habe einen Linux-Datenserver mit 2000TB und Raid0,1,5,6,10,15,79763
- kaufe fünf externe Platten, alle TrueCrypt verschlüsselt. Synchronisiere alle 10 Mikrosekunden davon drei live wo auch immer Du bist / per VPN an unterschiedlichen Orten. Synchronisiere die restlichen alle 2 Minuten und lege sie daheim und auf der Arbeit in den Safe.

Ich denke, eine Kombination aus diesen Möglichkeiten (auf /vernünftige/ Bedürfnisse zugeschneidert) ist sicherlich geeignet.

Ich stimme zu, dass es sicherlich nicht ideal ist, alle privaten Fotos auf Flickr zu haben. Wer weiss, was da passieren kann (per glitch oder Einbruch oder Versehen) und wo die Bilder auf denen Du FrauBüs Büstenhalter anprobierst, dann landen.

Andererseits scheinst Du ja keine Bedenken gegen automatische Gesichtserkennung auf Fotos zu haben, von daher können vielleicht auch alle Bilder online sein… ;-)

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Olli_S:

Gute Frage nach dem idealen Backup – gerade, aber nicht nur – für Fotos.
Meine aktuelle Strategie: Platte bei mir und gespiegelt bei der Freundin (siehste, schon hast Du ein Argument, Dir eine Freundin/Liebhaberin anzulegen, denn wenn die Frau im gleichen Haushalt wohnt hilft es eben nicht gegen Feuer, Wasser, Schweinegrippe). Bin immernoch am Überlegen, ob es sinnvoll ist, Fotos vom Urlaub und ähnlichem (zusätzlich) auf der CF-Karte zu behalten (sozusagen analog zum Film früher). Wirkliche Erfahrungen mit der Dauerhaftigkeit von CF-Karten gibt’s halt nicht…

Zum Online-Backup: joa… …die Argumente wurden ja irgendwie schon genannt – es ist praktisch und Du musst Dich nicht wirklich drum kümmern. Um den Schutz der Privatsphäre kümmert sich TrueCrypt. Bleibt die Frage, wie lange ein Dienst verfügbar ist – bei Google hab ich da weniger Sorgen, ein Service wie Dropbox mag da eher mal verschwinden. Das ist auch fast das einzigste Argument gegen die Dropbox, kannst ja mal Testen: die ersten 2GB gibts kostenlos, alles danach liegt noch im erschwinglichen Rahmen. (Testen bitte über den Link von gestern, dann bekommt der Geworbene und der Werber (=Ich) jeweils 250MB zusätzlich…)

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Tamy:

Ich würde wichtige Daten niemals verschicken (Onlinebackup). Untersuchungen (z.B. von der c’t) zeigen eindeutige Schwachstellen. Zudem ist unklar wohin die Daten wandern. Verschlüsselungen können umgangen werden etc.. Wir haben im Unternehmen einen Threx-Datensafe von secumem und sind sehr zufrieden damit. Da das Backup vollautomatisch abläuft, braucht sich auch keiner darum kümmern (Alarmmeldungen kommen per Mail beim Admin an, falls was sein sollte). Eine manuelle Auslagerung in einen externen Tresor machen wir jetzt nur noch einmal im Monat. Wir haben uns die Anschaffung damals gründlich überlegt, aber die Vorteile sprechen für sich. Bei uns wird sich der Datensafe aufgrund der Zeiteinsparung innerhalb von zwei Jahren amortisieren. BTW: Ein Onlinebackup kostet auch eine Menge Geld (wir brauchen ca. 750 GB). Wir hätten bei einem guten und vertrauenswürdigem Anbieter um die 1500 EUR bezahlt – pro Monat!

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