Hab ja gestern schon kurz meine ersten Eindrücke zu “The Prestige” geschildert. Heute wollte ich dann mal kurz noch etwas nachgoogeln (kann nicht verraten, was es war) und hab dabei die mir bisher unbekannte (aber wohl schon fast ein Jahr alte) Film-Suchfunktion von google entdeckt. So sieht sie aus. Praktisch ist die Sortierung nach “Positive, Neutrale und Negative Rezensionen”, so finde ich jetzt immer ganz schnell super Argumente, um der Frau Bü mal wieder einen Film auszureden. Apropos (nur andersrum): Kann mal jemand was zu “Mein Führer” und “The Queen” sagen? Frau Bü sträubt sich noch etwas. Zu Recht, oder lohnt es sich?
Aber zurück zu “The Prestige”: Das, was ich gesucht habe, war nur schwer zu finden (aber ich habs geschafft). Dafür bin ich aber noch auf der Prestige-Wikipedia-Seite (nur für Leute, die den Film schon gesehen haben. Auf Wikipedia wird arg gespoilert, d.h. da steht die komplette Filmhandlung drin, inklusive den mehr oder weniger überraschenden Wendungen) über folgende interessante Hintergrundinformationen gestoßen (entspoilert, darf jeder lesen):
Der Film enthält zahlreiche Anspielungen auf tatsächliche Begebenheiten bekannter Illusionisten um die Jahrhundertwende.
So stahl der amerikanische Illusionist Harry Kellar seinem britischen Kollegen John Nevil Maskelyne das Geheimnis des schwebenden Menschen, indem er dessen Bühnenhelfer abwarb. Harry Houdini ging im Konkurrenzkampf so weit, dass er die Trickgeheimnisse seiner Kollegen anonym der Presse zuspielte und sogar selbst publizierte. Wenn er Kunststücke ablegte, veröffentlichte er sogar seine eigenen Tricks, behauptete jedoch, es handle sich hierbei um die Methoden seiner Nachahmer. Wie die Zauberer im Film lieferte sich auch Houdini u. a. mit einem gewissen „Hardeen“ bis zu seinem Tod eine 26 Jahre andauernde Fehde. Beide zeigten die gleiche Show und beschuldigten sich gegenseitig des geistigen Diebstahls. In Wirklichkeit war Hardeen Houdinis Halbbruder, die „Vendetta“ ein sorgfältig inszenierter PR-Trick. Im Film wird Chung Ling Soo gezeigt, der seinerzeit beim ebenfalls im Film thematisierten Gewehrkugeltrick ums Leben kam. Nach seinem Tod stellte sich heraus, dass Soo in Wirklichkeit kein Chinese, sondern ein verkleideter weißer Amerikaner namens William E. Robertson war, der auch außerhalb des Theaters die Illusion eines Chinesen wahrte, etwa Interviews nur über Dolmetscher gab. [einzelne Punkte rausgekürzt]
PS: Woooooah! Gerade zufällig (auf der Suche nach “Führer”- und “Queen”-Meinungen) beim Abspannsitzenbleiber über den neuen Film von Park Chan-Wook (der Macher von dem unglaublich genialen Oldboy) gestolpert. Er nennt sich Lady Vengeance und kommt morgen ins Kino. Wieso bekomm ich davon erst jetzt was mit (verweist jetzt bloß nicht auf diesen Minilink bei den 5 Filmfreunden)? Der Trailer sieht auf jeden Falls sehr cool aus. Irgendwie eine Mischung aus “Oldboy” und dem ebenso tollen “Kill Bill”. Frau Bü: Die oben genannten Filme (und auch Babel) stehen jetzt erstmal hinten an, der hier hat oberste Priorität. Kommt bei meinem alten Arbeitgeber in der Lichtburg, d.h. ich hätte es eigentlich spätestens seit heute Mittag wissen müssen, wenn ich denn mal die Zeit gefunden hätte, den Newsletter zu lesen. Und nachdem ich das jetzt nachgeholt habe, stelle ich fest, dass es da noch einen Film gibt, an den ich irgendwie (hab ihn der Einfachheit halber mal auf meinen Wunschzettel gesetzt, falls ihr versteht…) kommen muss: “Parks Lady Vengeance bildet den Abschluss seiner mit SYMPATHY FOR LADY MR VENGEANCE begonnenen und dann mit OLD BOY fortgeführten Rache-Trilogie.” (Links und Titelkorrektur von mir eingefügt)
Wieso um alles in der Welt sagt mir sowas keiner?

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