Genau so hat man es sich vorgestellt: Für teuer Geld wird ein neues Logo entworfen und eingesetzt und schon ist es wieder fast veraltet. Das 40jährige Jubiläum der Uni konnte man ja nicht kommen sehen. Da wird dann nämlich die Universität Ulm (uulm) zur Albert Einstein Universität. Das steht inzwischen offiziell in einer Pressemitteilung der Uni.
Das hat sich ja voll rentiert: “Schließlich erfordert die Neuproduktion diverser Kommunikationsmittel neben Zeit auch nicht unerhebliche finanzielle Mittel. [...] Gut angelegtes Geld freilich, sind sich die Verantwortlichen der Universität sicher.” Ich glaube man kann erahnen wo das Geld für die Bildung versickert: In unsinnigen Projekten geltungsbedürftiger Menschen. Beim Informationsdienst Wissenschaft findet man noch ein bischen Geschwafel dazu. Zumindest ein Lichtblick ist, dass einige Leute sich zumindest Gedanken dazu gemacht haben: “Ein Wissenschaftler begründete seine Enthaltung mit der Skepsis der Familie Einstein Ehrungen gegenüber, zudem mit der Frage: ‘Haben wir das Recht, den mit dem Namen verbundenen Glanz zu übernehmen und reichen wenige Monate von Einsteins Leben in Ulm als Grund aus?’ ”
Sehr passend dazu ein Zitat das Einstein zugeschrieben wird:
“Wenn ich mit meiner Relativitätstheorie Recht behalte, werden die Deutschen sagen, ich sei Deutscher, und die Franzosen, ich sei Weltbürger. Erweist sich meine Theorie als falsch, werden die Franzosen sagen, ich sei Deutscher, und die Deutschen, ich sei Jude.”
Den meisten Quellen nach hatte Einstein zwar eine kritischen Haltung gegenüber der opportunistischen Nutzung seines Namens, blieb aber immer höflich. Die ihm im März 1949 angetragene Ehrenbürgerwürde Ulms lehnte er im Hinblick auf die unter dem Nationalsozialismus in Deutschland begegangenen Verbrechen an seinen Glaubensbrüdern ab.
Ich bin der Meinung, dass man Albert Einsteins Standpunkt zur Verwendung seines Namens zu respektieren hat und sich deshalb erst Recht nicht mit seinen Federn schmücken sollte. Aber ein großes Gespür für Sinn und Moral konnte ich bisher noch nie bei unserem Universitäts-Präsidenten Ebeling bemerken.
Es gibt Studenten die schreiben dazu: “Das nenne ich mal vernünftige Steuermittelver(sch)wendung. (ich frage mich, ob man dagegen beim Landesrechnungshof Einspruch einlegen oder klagen könnte?).”
Wolf:


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