So, hier ist er nun endlich, der versprochene Beitrag zum diesjährigen Nabada. Nabada? Kurz gesagt: Wie Karneval, nur statt Kostüme Badesachen, statt ner Straße die Donau und statt früher Frühling hoher Sommer. Blaskapellen und Themenwagenschiffe gibt es auch. Gibt es nur in Ulm und nur am Schwörmontag. Mehr Infos auf der offiziellen Website oder bei Wikipedia.
Dieses Jahr war ich mal wieder nur Zuschauer, da ich es als nicht lohnend empfinde, nur ein kurzes Stück auf der Donau langzuschippern. Ich will schon in der Iller starten, das war immer das tollste. Aber wegen Bauarbeiten an ner Brücke ist das seit letztem Jahr strikt verboten. Pft! Aber euch soll es recht sein, bekommt ihr so anständige Fotos und nicht so unscharfe Bilder mit ner Einwegunterwasserkamera…
Aber bevor ich weiterschreibe, fangen wir doch mal mit dem ersten Foto an:

Links das (Musik-)Piratenschiff ist übrigens eines dieser Themenschiffe von der Valckenburgschule Ulm. Die Zuschauer können nach dem Spektakel das schönste/originellste Boot wählen, was dem Gewinner 250 Euro einbringt. Alle (?) Themenboote kann man sich übrigens bei frag-den-spatz.de ansehen.
Apropos “Spatz”. Der durfte zusammen mit dem Ulmer Schneider ( Hintergrundinfos gefällig?) natürlich nicht fehlen:

Neben dem Ulmer Spatz gab es aber noch weitere Vögel auf dem Wasser. Und damit meine ich jetzt nicht die “schrägen Vögel”, die sich wieder allerlei unglaubliche mehr oder weniger schwimmtaugliche Untersätze gebastelt haben, sondern echte Vögel. Wirklich wohl gefühlt haben die sich in der Menschenmase aber nicht, wie man (zumindest beim Schwan, bei den Enten kommt das auf dem Foto nicht so rüber) unschwer erkennen kann:

Und das die Menschenmasse auf der Donau wirklich riesig ist, hab ich euch ja schon mit dem Panorama-Bild gezeigt. An dieser Stelle noch die Auflösung, wie ich es zusammengeklebt habe (anklicken zur Vollansicht):
Da aber selbst ein Panorama nicht zeigen kann, wie da das Wasser rumspritzt, hab ich auch noch ein Video für euch:
Und bei so viel Wassergespritze dürfen natürlich die nicht fehlen, die das beruflich machen: Die Feuerwehr. Dieses schöne Boot (aus Holz, Pappe und irgendwas anderem) hat direkt vor uns geparkt, so dass wir jedes der verliebten Details bewundern konnten. Sehr schick…

Nach dem Nabada geht es in Ulm übrigens erst so richtig ab. Überall (kein Scherz) sind auf einmal Live-Bands (über die Killerpilze hab ich ja schon berichtet, BossHoss kommt noch), Jongleure und sonstige Partys und so ziemlich jeder läuft wild rum, betrinkt sich und hat Spaß. Zwischendrin stehen immer mal wieder ein paar Leute rum, die die Gunst der Stunde nutzen und einem Papier-Spam in die Hand drücken wollen. Meistens konnte ich mich davor drücken, aber ab und an ging doch was durch den Filter durch und landete in meiner Hand. Gegen 0 Uhr ist dies der “Donau 3 FM – Schwörmontags-Zeitung” gelungen. Fast hätte ich sie unbeachtet auf den Boden geworfen (da lag eh schon so viel), da fiel mir auf, dass der Gitarrist von den Killerpilzen auf dem einen Bild doch tatsächlich das gleiche anhatte, wie auch beim Auftritt in Ulm. Schnell nen Witz darüber gerissen, dass die wohl nix zum Wechseln hätten, dann aber meine schwarzen Finger und den Zeitungsaufdruck “brandaktuell” entdeckt und mich gewundert, warum die sich so ne Mühe machen, in Windeseile ne Zeitung mit Fotos und Artikeln zum Tag rauszubringen, wo die Hälfte eh unbetrachtet auf dem Boden landet…
Naja, an dieser Stelle sei die Arbeit mal gewürdigt, kriege ich den Aufwand doch an Karneval auch mit, wenn mein Nachbar in seiner Druckerei eine Zeitung (unter anderem mit Fotos von mir) zusammenbastelt, die am übernächsten Tag rauskommt.
So, zum Ende dann nochmal schnell ein Bild vom “Weltmeister der Herzen”-Boot und dann soll das auch reichen…

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