Mit dem Bierbähnle durch Ulm und zum Schatten

02. August 2006 um 00:29 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Gestern habe ich eine Überaschungsparty zu meinem 23. Geburtstag bekommen. Juchu! Aber spart euch ruhig die Glückwünsche in den Kommentaren, mein 23. Geburtstag ist schon etwas her. Schon über 2,5 Jahre…
Ich entnehme euren verdutzen Gesichtern, dass ihr Aufklärung braucht, darum drehe ich die Uhr einfach nochmal 2,5 Jahre zurück, zu meiner echten Geburtstagsparty:

Mein 23. Geburtstag
Ich bekam also einen schicken Karton, den ich freudestrahlend aufriss. Innendrin fand ich zu meiner Verwunderung nur eine Karte und Verpackungsmaterial vor. Der Text der Karte war treffend: “Wir schenken dir Zeit und Geduld…”. Ich versuchte den glücklichen Jungen zu spielen, der sich auch mit weniger zufrieden gibt, hielt das aber nicht lange durch, sondern begann jämmerlich zu heulen. Zumindest fast…
Aber immerhin habe ich Geduld bewiesen und nur ab und an bei Fluffi und Frau Bü gejammert, dass ich mein Überraschungsgeschenk doch jetzt langsam verdient hätte, aber es wurde einfach nix (bei Fluffi gibt es eine  “Achsenbruch”-Ausrede). Bis gestern eben…
Unter (relativ) falschem Vorwand wurde ich ins Auto gelockt und dann ging zu den Stadtwerken, wo wir ins  Ulmer Bierbähnle umstiegen.
Das Ulmer Bierbähnle ist eine original ulmer Straßenbahn aus dem Jahre 1910, die heute nur noch zu Umtrunkzwecken durch die Stadt fährt. Das Bier war natürlich auch dabei und so fuhren wir eine Stunde durch das große Ulm und winkten freundlich allen Menschen zu.

im Bierbähnle
Damit einem während der Fahrt nicht zu langweilig wird (falls Bier und Freunde nicht reichen), war die Bahn auch noch mit Infos und Fotos versehen, die Aufschluss über die ulmer Zeiten um 1910 gaben. Ebenso erheiternd waren die Warnschilder, die noch im Wagen zu finden waren. Das Spuckschild hat mich direkt mal an meinen SWN-Brief erinnert und Conny hat mich dann drauf aufmerksam gemacht, dass an beiden Seiten am Ausgang ein Schild war, dass man doch bitte beim Aussteigen die linke Hand am Griff halten solle. Da die beiden Türen aber symmetrisch waren, ist schnell ersichtlich, dass dies nur für eine der beiden Türen die optimale Strategie sein kann…

Schilder
Selber fahren durfte ich leider nicht. So tun als ob dagegen schon, darum gibts auch diese Fotos:

Ich fahr das Bierbähnle

Ich fahr das Bierbähnle

Der Mann rechts ist übrigens unser netter Fahrer, der hier gerade die Weichen umstellt. Die Weichen umgestellt hat Ulm schon lange und so haben sie sich (mal wieder eine Brüller-Überleitung) vor ein paar Jahren ganz neue Straßenbahnen gekauft, die sich kurze Zeit später in anderen Städten ( nicht in Ulm)  als instabil herausstellten.

Alt und neu
Fluffi mit SchnitzelNachdem wir die Fahrt (und nur einen der beiden Bierkästen, wir sind schließlich nicht mehr wirklich 23) hinter uns hatten, ging es dann noch “Zum Schatten” (heieiei, die haben ja gar keine Website…). Wer Ulm einmal besucht und nicht weiß, wo er zu Abend essen soll, der sollte auf jeden Fall dem Schatten einen Besuch abstatten und davor ruhig zwei Tage gefastet haben, sonst bekommt man echt ein Problem. Hier gibt es nämlich sehr leckere Schnitzel zu günstigen Preisen (kleines Schnitzel mit Beilage für unter 7 Euro). Das besondere dabei ist die Größe der Schnitzel. Wenn ich eben “kleines Schnitzel” geschrieben habe, so meine ich damit ein großes Schnitzel, wie man es in anderen Restaurants bekommt. Ich selber habe mir mal ein großes Schnitzel “gegönnt” (dieses Wort trifft es überhaupt nicht..), welches ihr hier drunter bewundern könnt.
Mein SchnitzelDer Teller, der so klein aussieht hat etwa Pizzatellergröße. Das Schnitzel ist demzufolge noch größer (hängt ja an beiden Seiten über). Um euch das Abschätzen der Größenverhältnisse etwas leichter zu machen, habe ich mal ein 1-Cent-Stück auf die Zitrone gelegt. Auf mich selbst wirkt das Schnitzel auf dem Bild jetzt aber nicht wirklich so groß, wie es in Wahrheit war, darum solltet ihr jetzt mal schnell in ein Restaurant eures Vertrauen gehen, dort ein Schnitzel bestellen, ein 1-Cent-Stück drauflegen und dann ein Foto machen. Das wird dann sehr warscheinlich richtig mickrig aussehen. Fotos gerne in den Kommentaren verlinken oder mir zuschicken (schnitzeljagd [at] donvanone.de), da kann man sicher was draus machen…

Schnitzel essen
Und solltet ihr jetzt wirklich im Schatten essen wollen: Reserviert vorher, da ist selten Platz frei und die Leute brauchen immer etwas länger zum Essen (obwohl man sich die Reste auch einpacken kann, was ich tatsächlich auch in Anspruch nehmen musste).
Ich gebe mein bestesSchande über mich, aber ich bin ja auch keine 23 mehr. Früher (noch viel früher, sagen wir so ungefähr als ich 16 war) hab ich deutlich mehr Schnitzel gegessen. Waren wir mit der Verwandtschaft essen, so hab ich von allen Seiten Reste abbekommen und danach immer noch Hunger gehabt). Das gestern war aber eine unglaubliche Qual. Vor allem mit dem Bauch (man kann ihn  bei Fluffi bewundern) dann abends ins Bett zu gehen… oje…). Wir hatten aber nicht reserviert, sondern haben es uns im Biergarten gemütlich gemacht, der aufgrund des leichten Schauers noch genug Platz für uns bot.

Zum Abschluss dann noch Fluffis Wortwitz des Tages: Die Fernsehstare…

Fernsehstare
Ach ja: Natürlich noch ein großes DANKESCHÖN an alle, die mich so nett beschenkt haben!

 
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[...] “Zum Schatten” nennt sich ein Lokal in Ulm, das lässt Männerträume wahr werden: [...]

 
 
Monsterschnitzel » Listen Up!:

[...] Jörgs Traum wird wahr, in einem Lokal zu Ulm, berichtet Don: [...]

 
 
henningschuerig.de/blog » Blog Archiv » Riesenschnitzel:

[...] Mein 23. Geburtstag ist zwar schon ne Weile her und mir hat damals auch niemand eine Überraschung geschenkt, aber so ein Riesenschnitzel wie Don Vanone hätte ich trotzdem gerne. Wenn also irgendjemand mich aus irgendwelchen Gründen zu so einem Monsterschnitzel einladen möchte… [...]

 
 
Henning:

Hast du das hier eigentlich mitbekommen?

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yhm:

Wenn man vor dem Verzehr Geld auf’s Essen legt muss man sich über Bauchschmerzen danach wohl nicht wundern…

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