Meine erste Overlock
Ich war etwa 13/ 14 Jahre alt als ich mit meiner Mutter einmal im Karstadt einkaufen war. Das alleine ist nichts besonderes, waren wir doch öfter gemeinsam einkaufen, doch eines Tages liefen wir zufällig durch die Stoffabteilung wo mir dann ein ganz besonderer Stoff ins Auge fiel. Da meine Mutter eine Nähmaschine hatte überlegte ich, mir daraus einen Rock selbst zu nähen und kaufte den Stoff von meinem Taschengeld. Ohne Nähanleitung oder Hilfe kann aus einem Stück Stoff jedoch kein Rock werden. In meiner ganzen Familie ist allerdings das Stricken weiterverbreitet als das Nähen (eine Großtante mit Nähleidenschaft gab es wohl, jedoch war die eine halbe Stunde Autofahrt entfernt). Kurzerhand meldeten meine Eltern mich bei der Hettenleidelheimer Volkshochschule für einen Nähkurs an und statteten mich zudem mit allem notwendigen Handwerkszeug aus (Nählineal, Schneiderkreide, Nadeln, Garn,…). Praktischerweise hatte Aldi just zu dieser zeit eine Nähmaschine (Necchi 559) im Angebot, die meine Ausstattung vervollständigte. Bei der ersten Nähstunde dann in der alten Schule hat meine Nählehrerin gleich angemerkt, dass meine Nähmaschine: „kein Jahr aushält!“. Sie sollte sich täuschen…. es waren 13 Jahre ;) aber dazu mehr in Teil 2
Nachdem ich dann einige Jahre hobbymäßig etwa 6 Röcke, einen Hosenanzug, ein T-Shirt, 1 Bluse, 1 Tunika, 1 Abiballkleid, 2 Hosen und einen Showbühnenvorhang genäht hatte wusste ich, was mir zu meinem Nähglück fehlte: eine Overlock. Die ergänzt eine normale Nähmaschine durch allerfeinste Versäuberungen, die durch 4 Fäden und einem Stoffmesser entstehen. Schon mit 14/ 15 träumte ich von diesem Gerät, dass mir damals doch recht teuer schien (zu viel für mein kleines Taschengeld). Die Zeit des großen Geldes ist bisher allerdings ausgeblieben ;( doch stand uns ja eine Hochzeit ins Haus. Nach Rücksprachen mit diversen Vorgängern schöpfte ich die Hoffnung, dass ich von dem Hochzeitsgeld eine Overlock meinem Nähsortiment hinzufügen könnte. Dafür sollte der Don irgendetwas gleichwertiges Bekommen (was hab ich jetzt vergessen). Aber mit der Hochzeit kamen auch die Flitterwochen und so zerplatzte der Overlock-Traum vorübergehend.

Die neue Wohnung rettete jetzt meinen Overlock-Traum, denn mit der neuen Wohnung kamen auch nackte Fenster. Da unser Traum-Vorhang (dazu ein andermal mehr) allerdings einen umgelegten 3-Faden Rollsaum erforderte (konnte meine Nähmaschine nicht) konnte ich die Overlock als zwingend notwendig durchsetzen. Und da ist sie nun: meine hobbylock 776. Kostenpunkt: 250€. Gekauft in Ulm im Fachhandel. Natürlich ist das teurer als im Internet, dafür hatte ich aber eine einstündige praktische Einführung in das Model und dauerhaft einen Ansprechpartner bei Problemen. Außerdem konnte ich die Maschine samt Allesnäher- Garn direkt mitnehmen.
Ich freu mich ;)
Wolf:

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