Mein Filmjahr 2015

12. Januar 2016 um 00:04 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Ne, 2015 war nicht mein Filmjahr.

Nicht nur, weil deutlich weniger Filme geschaut habe als die Jahre davor (ein Minusrekord, seit ich die Filme, die ich nicht im Kino gesehen habe auch mitgezählt habe. 2007 zählt nicht, da hab ich erst mittendrin angefangen);

filme_pro_jahr

Sondern auch, weil die meisten der Filme nur 6/10 Punkte bekommen haben, was der textuellen Bewertung “hat nicht weg getan, muss man aber auch nicht gesehen haben” entspricht.
Hier mal die prozentuale Verteilung der Noten über die Jahre. Der lange grüne Balken bei der 6 stammt von 2015, das ist schon eindeutig. Und auch der Schnitt hat das Allzeit-Tief von 2010 eingestellt:

filme_bewertung

Warum ich so wenig Filme gesehen habe, hat zwei Gründe: Zum Einen haben wir uns noch mehr auf Serien fixiert (dazu vermutlich mal noch ein extra Beitrag). Und zum anderen kam halt irgendwie nix gescheites (wie man an den Bewertungen merkt), oder ich habs nur übersehen…

Drei Filme hab ich nicht bis zum Schluss durchgehalten und tauchen daher nicht in der Statistik auf: “Dame, König, As, Spion” und “American Hustle” fand ich einfach nur langweilig. Und “Die Pinguine von Madagascar” waren beiden Kindern zu furchteinflössend (okay, die Foltermaschine war schon fies), da hab ich dann alleine auch keine Lust mehr gehabt, so toll war er nicht.

Und dann gab es noch 7 Filme, die ich zum wiederholten Mal gesehen habe und daher auch nicht in die Statistik einfließen. Ich bin eigentlich keiner, der Filme öfters anschaut, lediglich “Extrem laut & unglaublich nah” habe ich noch einmal gesehen, weil ich ihn so gut fand (und ja, ich hab schon wieder Tränen in den Augen gehabt)
Die anderen Dopplungen kamen hauptsächlich von den Kinderfilmen (die muss man ja schon zwingen, auch mal was anderes anzuschauen), als da wären: “Die lustige Welt der Tiere”, “Shrek”, “Wall-e”, “Michel aus Lönneberga”, “Findet Nemo” und “Ritter Rost”. Und dann noch “Snowpiercer”, den ich Frau Bü noch zeigen wollte (sie war nicht sonderlich begeistert…)

Aber nun zu den Filmen, die ich 2015 zum ersten Mal gesehen habe (wobei das für “Sieben verdammt lange Tage” auch nicht wirklich gilt, denn den hab ich beim Bügeln laufen lassen, also nur gehört und nicht gesehen), sortiert nach Bewertung (innerhalb einer Wertungsgruppe dann nach Alphabet) und mit Filtermöglichkeit. Untendrunter dann noch ein kurzer Text zum “Film des Jahres” und eine weitere Statistik.

Alle 32 Filme anzeigen
Im Kino gesehen: 4 Filme
In 3D gesehen: 4 Filme
Auf englisch gesehen: 14 Filme

Life of Pi
********** (9/10)

Her
********** (7/10)

Sex Tape
********** (7/10)

Lucy
********** (6/10)

RED 2
********** (6/10)

Escape Plan
********** (5/10)

Filmplakate via TMDb (oder auch: “This product uses the TMDb API but is not endorsed or certified by TMDb.”)

Kurzkritiken gibt es bei mir ja keine mehr, einzig zu “Life of Pi” will ich noch ein paar Worte verlieren: Ich hatte das Buch damals fast ganz gelesen (Bücher durchlesen kann ich schon lange nicht mehr) und hatte dann irgendwann später auf Wikipedia noch über das merkwürdige Ende gelesen.
Als dann der Film raus kam, war ich nicht sicher, was ich nun machen sollte. Das Buch hatte mich nur so halb überzeugt, ich konnte mir nicht vorstellen, wie das ein unterhaltsamer Film sein kann, war vom Ende auch eher abgeschreckt, las aber überall nur gutes darüber. Vor allem über die Bilder.

Und als es dann darum ging, gute 3D-Filme fürs Heimkino zu finden (man muss das ja auch nutzen, wenn man es schon kann), tauchte “Life Of Pi” in jeder “die tollsten 3D-Filme”-Liste ganz weit oben auf.

Und das vollkommen zurecht. Ich gehe davon aus, dass der Film in 2D nicht so viele Punkte bekommen hätte. Ein Großteil der Punkte geht nur auf die wahnsinnig tollen Bilder zurück, die wie für 3D gemacht sind (hm. ok, sie sind nur dafür gemacht. Vergessen wir das) und dann auch über eine vielleicht nicht so ganz spannende Geschichte hinwegtäuschen (wobei ich es glaub gar nicht so unspannend fand und das Ende war dann auch ok).
Aber: Die Bilder! Die Bilder! Wenn ihr 3D schauen könnt, schaut euch diesen Film an. Wenn ihr euch diesen Film anschaut: Schaut ihn euch in 3D an.

Einmal musste ich sogar zurückspulen, da ich zu verwirrt von dem war, was ich gerade gesehen hatte. Da wechselte der Film nämlich mal eben das Bildformat (die schwarzen Balken oben und unten erschienen), nur damit eine Szene noch beeindruckender wirkt, weil dann Fische über den Balken hinaus fliegen können:

Hier der Ausschnitt, ab 0:26 gibt es oben und unten schwarze Balken, dann kommen auch bald schon die Fische:

Wirkt in 3D nochmal ein wenig mehr.
Es gab auch noch ne zweite Szene, wo das Bildformat geändert wurde (diesmal gab es rechts und links schwarze Balken), da wurde dann das Buchcover nachgestellt (siehe hier). Hab auch irgendwo ein Interview gelesen (finde es nicht mehr), wo der Macher meinte, dass man das Filmformat viel mehr als Stilmittel einsetzen sollte und nicht bei einem Film starr auf ein Format beharren.

Abschließend noch die fehlende Statistik zum Filmkonsum über die Monate. Die grüne Linie gibt dabei den Schnitt seit 2008 an:

filme_pro_monat

Und wie fast jedes Jahr, nehme ich mir zu Jahresbeginn vor, wieder etwas mehr Filme zu schauen, was dann aufgrund der Serienpause auch meist einen kurzen Moment klappt. So hab ich dieses Jahr schon 5 Filme gesehen (und einen abgebrochen). Der Schnitt liegt dabei unter 6, was aber nur an dem grottigen “Marvel’s The Avengers 2: Age of Ultron” liegt. Brrr… (Funfact: Unter den 5 Filmen waren noch 2 weitere Marvel-Filme. Dabei war ich nie der Comic-Mensch und bin es auch immer noch nicht)

 
bullion:

Da musst du dieses Jahr ja wirklich viele Serien gesehen haben… ;)

Und “Life of Pi” muss ich mir dann wohl doch noch einmal in 3D anschauen. Bei mir hat er ja schon in 2D 9 Punkte bekommen. Das bedeutet auch, der neue TV muss 3D-fähig sein. Ohje.

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