Media Monday #83

28. Januar 2013 um 10:43 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Eine neue Woche, eine neue Ausgabe des Media Mondays vom Medienjournal. Und schon in der zweiten Woche fange ich an zu zweifeln, ob ich dafür wirklich gemacht bin. Die ersten 3 Fragen treiben mich direkt mal alle zu imdb, da ich mit den Namen so überhaupt nichts anfangen kann. Mit den Gesichtern dann auch nicht, was aber auch noch nicht so viel heißt. Frau Bü ist immer die, die Schauspieler an den Gesichtern wiedererkennt, ich bin da eher grottig drin. Dafür erkenne ich immer die Synchronsprecher wieder (“das ist doch die Stimme von dem und dem”), was jetzt nicht so der Knaller ist…
Naja, und dann kann ich zu den genannten Personen nur die Liste der Filme durchgehen und gucken, welcher mir den bekannt vorkommt, welcher davon gut war und im Idealfall noch, welche Rolle die Person denn da gespielt hat. Aber als ob ich mich da dran erinnern könnte, ich vergesse ja schon die Handlung nach nur zwei Wochen… Und ob er die Rolle dann auch noch gut gespielt hat!? Bei bekannteren Gesichtern wird das vielleicht noch gehen, aber danach fragt mich hier ja niemand…
Mal schauen, wie ich das handhaben will.

1. Brion James gefiel mir am besten in “Das fünfte Element”? An Blade Runner kann ich mich noch weniger erinnern, den Rest hab ich glaub nicht gesehen, ist aber auch eine viel zu lange Liste...

2. Kathryn Bigelow hat mit Hurt Locker ihre beste Regiearbeit abgelegt, weil das ein sehr stimmungsvoller und spannender Kriegsfilm ist, der ohne überladene Action auskommt und mal ein ganz anderes Bild zeigt. Außerdem ist es der einzige Film, den ich von ihr gesehen habe…

3. Karin Dor gefiel mir am besten in “Worüber man nicht spricht – Frauenarzt Dr. Brand greift ein”. Hab ich zwar genausowenig gesehen, wie alle anderen Filme mit ihr (hier kommt nun ans Tageslicht, dass ich weder Bond- noch Winnetou-Fan bin…), aber mir gefällt der Titel ;-).

[Anmerkung vom Don: Die folgenden beiden Fragen beziehen sich auf die “Vier Thesen zur deutschen Film-Blogosphäre”]

4. Das Thema Vernetzung und Kommunikation spielt ja eine große Rolle, wird jedoch von vielen Seiten als nur unzureichend ausgeprägt eingestuft. Wie ist eure Meinung zu dem Thema und wie könnte man die Vernetzung verbessern?
Ach ja, die “Blogosphäre”… Die gab es zu meiner Anfangszeit (2006) mal und ich bin schön mitgeschwommen, aber die Zeiten sind in meinen Augen schon länger vorbei, egal, ob auf Filmblogs bezogen, oder allgemein. Es wird viel mehr mit Links gegeizt, die Kommentarfreudigkeit hat auch abgenommen und ein “großes Ganzes” gibt es nicht, höchstens kleine Klüngel. Ich denke aber nicht, dass sich da das Rad der Zeit zurückdrehen lässt, zumindest nicht auf den Stand von 2006, dafür hat sich das alles zu sehr Richtung Twitter und Facebook verschoben. Klar kann man sich auch darüber vernetzen, aber das ist dann für mich nicht mehr das, was ich unter einer Blogosphäre verstehe.
Und gerade bei Filmblogs vermisse ich das auch nicht, denn…

5. Ausgangspunkt im Internet in die weite Welt des Themas Film ist für mich immer wieder die Seite oder das Blog gibt es für mich nicht. Denn ich beweg mich nicht wirklich raus in die weite Welt. Ich hab schon zu wenig Zeit, Filme zu schauen, da brauch ich nicht stundenlang über Filme lesen. Auf den Fünf Filmfreunden halte ich mich über neue Film auf dem Laufenden, auch wenn die “früher” deutlich lesenswerter waren. Es wird halt nur noch flüchtig überflogen. Meist nur die Überschriften und den Kommentar zum Trailer, wenn das gut klingt, schau ich mir den evtl. auch an. Kritiken les ich selten und nur zu Filmen, die mich eh schon interessieren.
Für das Auffinden guter Filme gibt es dann bullion, da werden die Kritiken gelesen und meist ein “muss ich gucken”-Vermerk gemacht. Mehr brauch ich nicht. Ein Blog mit News und einen Blogger, mit einem guten Filmgeschmack. Fertig.

6. Einer meiner zuletzt verfassten Blogbeiträge – den ich euch gerne empfehlen möchte – hatte den Titel ________ und ________ zum Thema. Nö, gerade schreibe ich nichts empfehlenswertes. Und meine TV-Empfehlungen hatte ich hier ja schon im letzten Media Monday verlinkt…

7. Mein zuletzt gesehener Film ist “Die Kammer der toten Kinder” und der war besser, als gedacht, weil er nicht so brutal und dumpf war, wie man vom Titel erwarten mag (ich habe übrigens keine Ahnung, warum der Film so heißt, eine “Kammer der toten Kinder” gab es nämlich nicht…). Ok, nach 5 Minuten hätte ich aufgrund der billigen Synchro fast abgeschaltet, aber da gewöhnte man sich dann dran (wie auch an den billigen Look, ist halt kein Hollywood-Film, sondern “was franzöisches”). Insgesamt war es aufgrund der verschiedenen Handlungsstränge etwas verwirrend und zu viel, alles in allem aber ein gut gemachter, spannender Thriller. Die Polizei war mir diesmal ausnahmsweise ab und an zu schlau statt zu dumm (kam mir manchmal so vor, wie der 1966er Batman, wenn er die Rätsel vom Riddle löst) und das Ende auch nicht überraschend, aber in Summe ein ganz guter Film.

 
bullion:

Da fühle ich mich ja gleich ganz geschmeichelt. Freut mich natürlich und dafür bekommst du auch einen der selten gewordenen Kommentare… ;)

Ansonsten sehe ich das mit dem Verlinken wie du. Die Auslagerung nach Facebook hat dem, was man als Blogosphäre bezeichnen könnte, wirklich nicht geholfen. Für mich wird das aber immer nebenher laufen, denn dazu mag ich die Individualität unseres “kleine Klüngels” zu sehr… :)

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Dominik:

Mit Twitter und Facebook (und folgenden) hast du absolut Recht. Mal sehen, wie lange die alte Gesellschaft der Blogs überhaupt noch bestehen bleibt.

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