Mailand – Die Stadt

18. September 2008 um 11:42 von Frau Bü | Kommentar abgeben | Trackback

September ist wirklich eine schöne Jahreszeit um den eisigen Temperaturen von Ulm zu entfliehen und über die Berge ins sonnige Italien zu entfliehen. Mit über 30°C noch weit in den Abend hinein war es so richtig angenehm in Mailand. Quasi genau meine Wohlfühltemperatur.
Von der Stadt selbst habe ich leider nicht so wahnsinnig viel gesehen, denn neben Konferenz und Workshop blieb nur wenig Zeit für Sightseeing. Was ich allerdings besichtigen konnte war der Dom von Mailand. Der drittgrößte weltweit. Das tolle an diesem Dom war, dass man auf eine Dachterasse hinaufkonnte (dazu waren gar nicht mal so viele Stufen zu nehmen) von der aus man die ganze Stadt überblicken konnte.
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Mein Eindruck insgesamt von Mailand ist, dass hier eine völlig andere Mentalität herrscht. Abends (eigentlich zu jeder Tageszeit) sah man auch unter der Woche immer volle Restaurants und Bars. Die Klientel dabei ist geschätzte 40 Jahre im Durchschnitt alt und trägt, was sollte man von Mailand auch anderes erwarten, Designerkleidung. Insgesamt sind die Mailänder immer sehr aufgebrezelt. Vermutlich erhofft sich der ein oder andere einen tollen Job bei Versace, Dolce und Gabbana oder irgendeinem anderen Modedesigner mit Atelier in Mailand. Das teuerste Kleidungsstück war übrigens eine Krokodil-Leder-Herrenjacke für 33.000€.

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Ein anderer Punkt, der mich an den Mailändern stört, ist, dass sie ihre Häuser richtig herunterkommen lassen. Die ganze Stadt wirkt irgendwie von einem schrecklichen Gilb befallen. Die künstliche Flusspromenade ist lächerlich. Die Fassaden wirken lieblos gestaltet. Es scheint so, als ob die Italiener nicht viel zeit daheim verbringen würden. Sondern vielmehr damit beschäftigt sind die neueste Mode zu ergatten und diese auf den öffentlichen Laufstegen zu präsentieren.

Mein Fazit: Ich hatte irgendwie mehr erwartet. Ich habe allerdings die Hoffnung/ Vermutung, dass ich einfach zu wenig von den tollen Dingen gesehen habe und deswegen enttäuscht bin. Aber wer rechnet schon damit, dass man die Highlights der Stadt mehrere Wochen im Voraus buchen muss? Das Abendmahl von Leonardo da Vinci hätte ich doch schon ganz gerne mal gesehen.

 
donvanone:

Ich frag mich immer noch, wie du auf die Idee kamst, auf den Dom zu gehen. Beim Ulmer Münster immer die “Höhenangst”-Karte spielen, aber wenn ich mal nicht dabei bin gehst du überall drauf.
Ja sogar auf so waghalsige Kletterparcoure in Baumwipfeln. Pft!

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Frau Bü:

Vielleicht liegt es an der Höhe. Schließlich ist das Ulmer Münster höher als Mailänder Dom und Baumwipfel zusammen.

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Babba:

Ob mir eine solche Krokodil-Lederjacke stehen würde? – Vieleicht schon? aber hier in Hdldlhm könnte ich damit nicht rumlaufen. Unser Nachbar,
ist nämlich passionierter Großwildjäger, und ich meine eine Krokodils-Trophäe bei ihm noch nicht gesehen zu haben!:)

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Madonha:

Sind aber doch sehr imposante Gebäude, die du da in Szene gesetzt hast!

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Sandra:

Also ich war vor 4 Wochen in Mailand und fand die Stadt eigentlich recht schön…. Die Gebäude haben mich fasziniert…

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Ro:

Die Dachterrasse des Doms ist ja auch wirklich nicht hoch. Was mich am Mailänder Dom am meisten beeindruckt hatte (ist nun schon ein paar Jahre her), war die schier unglaubliche Größe der Kirche. Die Kirche ist immerhin fast so lange, wie das Ulmer Münster hoch und die 4. größte Kirche der Welt. Wenn man sich vorstellt, dass darin 40.000 Menschen Platz finden …
Ansonsten teil’ ich Deinen Eindruck von Mailand: Schickimicki einerseits und Abrisshäuser andererseits.

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