Jahreszeiten und Wetter

27. November 2010 um 14:27 von Frau Bü | Kommentar abgeben | Trackback

Gärtner interessieren sich für Jahreszeiten und Wetter, um zu wissen ob man pflanzt, dünkt oder gießt.
Meteorologen interessieren sich für Jahreszeiten und Wetter, um zu wissen ob die Erde absäuft, auftaut oder erfriert.
Mütter interessieren sich für Jahreszeiten und Wetter, um zu wissen wann die Kinder Schal, Schirm oder Sandalen brauchen.
Pendler interessieren sich für Jahreszeiten und Wetter, um zu wissen ob sie heute wegen Regen, Laub oder Schnee nichts sehen werden.

Ich dachte immer der Winter wäre pendlertechnisch die schlimmste Jahreszeit. Und ich hatte natürlich recht. Was ich aber nicht gedacht hätte ist, dass andere Jahreszeiten dem Winter manchmal in nichts nachstehen. Der klare Vorteil des Winters ist aber, das jeder außer dem Winterdienst darauf vorbereitet ist (nein, Scherz, die machen ihre Sache wirklich prima). Man sieht im Kalender “Oh November, da mach ich mal Winterreifen drauf” und spätestens nach dem ersten Eiskratzen ist man auf die Gefahr eingestellt.

Niemand aber sagt “ogott es ist Juli lass uns die Regenreifen draufziehen”. Niemand bereitet einen auf die Gefahren des Sommers vor! Ich hatten diesen Sommer mehrmals so krassen Platzregen, das man glaubte in der Waschanlage zu sein. Es war richtig Nacht – am helllichten Tag! Und da die Anzahl der Verkehrsteilnehmer scheinbar mit der Menge Nass von oben zu korrelieren scheint geht auf den Straßen gar nichts mehr voran. Zumindest glaube ich das, schließlich sehe ich ja nur meinen hektischen Scheibenwischer. Das schlimmste an diesen Sommergewittern sind aber die Blitze! Faradayscher Käfig hin oder her…. ich hasse es, wenns blitzt und donnert. Vor allem wenn es genau neben mir an der Autobahn passiert.

Seitdem ich also pendle ist der Wetterbericht erst richtig interessant geworden und wenn die Glocken Sturm läuten weiß ich auch, dass um die nächste Ecke ein umgestürzter Baum liegen könnte, was fahrtechnisch mal total unpraktisch ist…

 
bullion:

Oh ja neben Schnee gibt es unzählige erwähnenswerte Wetterlagen. Besonders starker Regen ergibt ein wunderbares Phänomen: Alle Autofahrer scheinen sich in zwei Gruppen zu teilen. a) Diejenigen, die plötzlich maximal 80 Fahren und b) die, welche den Regen ignorieren und mit 240 weiterpreschen. Da fühlt man sich mit seiner angepassten Fahrweise oft wie zwischen den Fronten.

Achja, woran mag es nur liegen, dass ich auf Donstag immer öfter mit JAKO-O Werbung erfreut werde? Maximale Zielgruppenoptimierung? ;)

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FrauBü:

@bullion: Genau das Phänomen habe ich auch schon beobachtet! Man versucht bei so einem Wetter ja jeden unnötigen Spurwechsel zu vermeiden, aber links wird dann dauert gedrängelt und rechts geht es dann doch zu langsam voran…

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Ro:

Anstrengend wird’s, wenn man auf der rechten Spur auch noch von Lastwagen gejagt wird – die haben manchmal mit dem ganzen Spritzwasser in Bodennähe nicht ganz so die Probleme ….

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Wintereinbruch 2010 « Tonight is gonna be a large one.:

[...] könnte ich auch nahtlos an Frau Büs Pendlergeschichten anknüpfen, gibt es bei diesen Schneemassen doch vermehrt ein wunderbar skurriles Fahrverhalten zu [...]