Es ist ja hinlänglich bekannt, dass man eigentlich immer zwei Häuser bauen sollte. Erstmal das eine, nach den eigenen Vorstellungen, dann da mal kurz drin wohnen und nochmal von vorne bauen, wo man dann all seine Planungsfehler ausbügeln kann.
Finanziell gesehen stehe ich diesem Weg etwas skeptisch gegenüber, aber als frisch gebackener Häuslebauer mit nun ca. 3 Wochen Eingewöhnungszeit, kann ich es schon unterschreiben. Oft sind es ja die kleinen Sachen, die man vorher nicht so genau durchdacht hat…
So sind Frau Bü und ich z.B. Anhänger von Teppich in den Schlafräumen. Ist einfach angenehmer, wenn man Morgens weich in den Tag startet. Und so hat auch Sohnvanone Teppich in sein Schlafzimmer bekommen, ebenso der Flur, der die beiden Schlafräume verbindet. Und damit Sohnvanone sich in dem Haus selbständig bewegen kann, sind die Lichtschalter auf einer auch für ihn erreichbaren Höhe angebracht. In der alten Wohnung kam er an die meisten Lichtschalter nämlich nicht selber ran.
Was wir nicht bedacht haben ist, dass so ein Teppich ja auch ein sehr guter Schalldämpfer ist. Wurde uns vorher durch lautes Tapsen angekündigt, dass die Nacht wohl vorbei ist, springt heute unvermittelt unsere Schlafzimmertür auf, das kleine Terrorkind drückt auf den viel zu gut erreichbaren Lichtschalter (zumindest in diesem Zimmer hätten wir doch mal eine Ausnahme machen können) und steckt voller frühmorgendlicher Energie (“Aufstehen! Essen! Spielen! Aufstehen! Pizza essen? Spielen! Hose anziehen! Nicht schlafen!”), die er garantiert nicht von seinem Vater geerbt hat (oder aber, das legt sich mit der Zeit noch, was ich sehr begrüßen würde).
Aber in Haus 2.0 wird dann ja alles besser ;-)

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