Halloweenparty-Tipps – Teil 4

30. Oktober 2006 um 00:03 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

So, gerade noch rechtzeitig kommt hier der vierte und letzte Teil der Halloween-Party-Tipps-Reihe (Links zu den ersten drei Teilen gibt es ganz unten). Da ich nun schon öfters gefragt wurde: Nein, auch nach dem 31.10. wird es keinen fünften Teil geben, da Frau Bü und ich beschlossen haben, dass man aufhören muss wenn es am Schönsten ist. 2005 war also unsere vorerst letzte Halloween-Party, dafür gibt es dann übers Jahr verstreut andere Themenpartys (wie zum Beispiel die Oscar-Party, oder auch die Good-Taste-Party). Da ist man dann auch themenmäßig nicht so festgezerrt und die ganze Wohnung auf den Kopf stellen kann man ja immer noch (wir haben da schon wieder ein paar Ideen, die ziemlich krass werden könnten, aber das darf ich hier natürlich nicht verraten, die Gäste lesen ja mit…)

Hexenwald

Das Thema: Hexenwald
Nachdem wir uns im Vorjahr fast ausschließlich mit dem Essen beschäftigt hatten, haben wir uns in dem Jahr wieder ausgiebiger mit der Dekoration auseinandergesetzt. Grabsteine und Co waren schon ausgiebig verbraucht, also musste eine neue Idee her. Und nachdem ich Frau Bü dann endlich überredet hatte, dass ein Hexenwald halloweentauglicher als ein Dschungel wäre, stand es also fest.

Die Deko
Und bevor ich hier jetzt auf die Deko eingehe, erst mal ein paar Bilder vom Aufbau und ganz unten dann vom fertigen Wohnzimmer (wehe irgendwer macht Witze über Kleidung oder Frisur. Das ist halt mein Arbeitsoutfit…):

Deko

Das Wohnzimmer wurde mal wieder komplett leer geräumt (geht jedes Jahr schneller. Dieses Jahr wurde allerdings dank der neuen Couchgarnitur etwas enger in der Abstellkammer im Schlafzimmer, aber es ging gerade noch so. Ein Glück hatten wir noch nicht das komplett neue Zimmer…) und (mal wieder) untenrum gut abgeklebt.
War die Deko in den letzten Jahren teuer eingekauft (siehe Teil 2), so wollten wir diesmal etwas sparen und setzten auf “do it yourself”: Aus dem Wohnzimmertisch, Teilen des Steckregales aus der Küche und viel Pappe wurde in die eine Zimmerecke ein Hexenhaus gebaut, welches mit entsprechender Tapete auf “echt” getrimmt wurde. So Steintapete bekommt man eigentlich in fast jedem Tapetenladen, für das Dach haben wir lange überlegt und auch die freundliche Angestellte konnte nicht helfen. Hat aber interessant geguckt, als wir fragten, welche Tapete denn einem Hexenhausdach am ähnlichsten käme. Achja, der ursprüngliche Plan war übrigens, das Hexenhaus auch zu Teilen essbar zu machen (hatten extra riesige Waffeln für das Dach gekauft (die haben wir immer noch hier, fragt also danach, wenn ihr mal wieder da seid und Hunger habt), das ganze dann aber doch wieder verworfen.
Zu dem Hexenhaus gehörte dann noch ein Kessel und ein Rabe, den wir aus Karnickelszaun, Kleister und Zeitung zusammenbastelten (da halfen dann meine Erfahrungen vom Kirmeskronenbau oder der Pulp-Fiction-Party aus der Vor-Frau-Bü-Zeit). Und da das Hexenhaus innen ja auch nicht zu leer sein sollte, gabs da zum einen in den in dieser Zimmerecke angebrachten Spielregalen Süßkram und Alkoholika, die jeweils nach Farben sortiert wurden. Zum anderen gab es noch einen kleinen Ofen, in dem spezielle Flammen-Glühbirnen vor sich hinflackerten.
HexeIn die zweite Zimmerecke kam dann natürlich noch die Hexe. Sie bestand aus einem Stuhl, auf dem mein Schneidertorso (hab ich mal vom Sperrmüll gerettet, nur zur Deko, ich schneidere nicht) Platz nehmen durfte. Dieser Konstruktion haben wir dann ein Karnevalskostüm aus meiner Jugend angezogen, ein Kissen als Buckel reingestopft, die Arme wieder aus Karnickelsdraht gefüllt und obenauf eine Hexenmaske. Später (auf dem Bild nicht zu erkennen) hat sie dann noch nen Kleinen Korb mit Kräutern in die Hand bekommen. Und dreimal dürft ihr raten, was die Hexe da für Augen unter der Maske hat. Wer nicht drauf kommt sollte sich Teil 2 und Teil 3 nochmal anschauen (nein, nicht die Litschis).
Und um aus dem Wohnzimmer jetzt auch wirklich einen Wald zu machen, haben wir uns drei Plastik-Weihnachtsbäume und noch ein paar echte Zypressen gekauft. Diese im ganzen Wohnzimmer verteilt und dann den Boden mit 210 Liter Rindenmulch aufgefüllt.
Besonders viel Spaß hatten wir beim Aufbau der Weihnachtsbäume, welches wir natürlich mit der entsprechenden Musik zelebrierten. Hier ein Video dazu. Diesmal wollte ich euch das “Kopf drehen” nicht mehr zumuten (es gab beim letzten Mal ja ein paar Beschwerden) und so habe ich da Video vor dem Hochladen gedreht. Da Youtube aber zu dumm ist, da links und rechts einfach nen schwarzen Balken hinzumachen, ist das Bild jetzt ins Breitformat gedehnt und Frau Bü sieht etwas unförmig aus. Also müsst ihr jetzt (statt Kopfdrehen) eure Augen etwas zusammenquetschen, okay?)

Das Essen
SchlammbowleFast alles Essen wurde in der undekorierten Küche aufgebaut (war glaub ich ein Fehler, da es so zeitweise zu einer Küchenparty kam), nur die Schlammbowle bildete eine Ausnahme, sie wurde in dem Hexenkessel serviert. Schlammbowle sollte eigentlich bekannt sein, zur Sicherheit aber hier mal ein  Link zu verschiedenen Rezepten (weiß nicht mehr, wie genau wir die gemacht hatten, aber auf jeden Fall mit Kirschen, die gehören für mich in jede gute Schlammbowle).
Hexen auf ScheiterhaufenNatürlich (Traditionen müssen ja aufrecht erhalten bleiben) gab es auch bei dieser Party wieder Bockwürstchen. Nur die Finger-Nummer wurde nach 3 Jahren dann doch etwas langweilig und so haben wir uns was neues überlegt und sind dem Thema “Hexe” treu geblieben. Heraus kam die Hexe auf dem Scheiterhaufen. Leider hat das aufrechtstellen überhaupt nicht geklappt (vor allem der Scheiterhaufen aus Salzstangen wollte nicht halten, die Hexe hätten wir zum stehen bekommen) und so lag das ganze dann halt auf dem Teller. Um genau zu sein lag da ein Brötchen, in dem zwei Würstchen als Arme und Beine steckten (für die Vegetarierin waren es Essiggurken), eine Essiggurke als Kopf, eine komische Chipsart als Hexenmütze und Salzstangen und so Knabber-Pommes als Scheiterhaufen bzw. Feuer.
Blätterteig-TaschenAußerdem gab es dann noch gefüllte Blätterteigtaschen. Gefüllt waren sie mit Hackfleisch, Brunch, Tomaten etc. (und natürlich auch einer vegetarischen Variante). Halloweenesk wurde es dann durch die Hinzugabe von massig Lebensmittelfarbe, was manchen Menschen (nein, ich nenne keine Namen) den Verzehr dieser Speisen mächtig erschwerte (auch wenn man es natürlich nicht geschmeckt hat). Interessant war dann in den darauffolgenden Tagen zu sehen, dass die Farbe im Körper wohl nicht abgebaut wird… (ist ein Constantin-Thema. Wenn du willst, können wir das in der Mittagspause ja weiter ausführen…)

Die Verkleidung
In diesem Jahr war ich von unseren Gästen überaus überrascht. So ziemlich jeder kam in toller Verkleidung und machte diese Halloweenparty somit zu der stimmigsten von allen. Hier ein paar Impressionen:

Verkleidung

Besonders witzig war, dass es zwei verschiedene “Verletzten-Fraktionen” gab, die dann auf der Party angeregt diskutierten, welches Lebensmittel sich als Blutatrappe am besten eignete (Conny, was war nochmal das Ergebnis?).
Und auch in diesem Jahr hatten die Gäste wieder den Auftrag, für Programmpunkte zu sorgen und so gab es unter anderem ein Geisterkegeln mit einem schwingenden Kürbis:

Spiele
Ich selbst hatte ein Haggle (Regeln siehe  hier ganz unten) vorbereitet, in dem nicht mit farbigen Karten, sondern mit Hexen-Zutaten gehandelt wurde. Leider waren die Tütchen um die Meeresfrüchte nicht ganz dicht, so dass das ganze doch etwas eklig wurde, aber es hat trotzdem Spaß gemacht.

Der Aufwand
Natürlich war der Aufwand dieses Mal wieder höher, der Hexenwald hat 2 Tage gebraucht (Achtung: Kleister braucht ganz schön zum trocknen), aber das Abbauen ist weit weniger aufwändig, als man sich das vorstellt. Und da uns das eher selten geglaubt wurde, hab ich in diesem Jahr den Abbau mal im Zeitraffer aufgenommen, die ganze Aktion hat gerade einmal 2,5 Stunden gedauert (okay, es gab auch noch die Küche und das ganze Geschirr, aber das ist eine andere Sache):

Und bevor hier Beschwerden aufkommen: Die Zypressen und der Rindenmulch wurden natürlich nicht weggeworfen, sondern dankenswerterweise von Conny und Manu in den Garten aufgenommen. Nur die Weihnachtsbäume stehen noch im Keller, da sie niemand haben wollte. Auch nicht als  “Sex im Freien”-Starterset

Ach, liebe Kinder. bitte nur nachmachen, wenn die Eltern einverstanden sind. Oder wollt ihr  sowas bald mit euren Namen in der Zeitung lesen? (via  DeineIP)

Alle Folgen auf einen Blick:

1. Default-Party
Teil 1: Default-Party

2. Stroh und Friedhof
Teil 2: Stroh

3. Klaustrophobie und Leichenschmaus
Teil 3: Klaustrophobie ud Leichenschmaus

4. Im Hexenwald
Teil 4: Im Hexenwald

 
Frau Bü:

Und eigentlich hat der Abbau nur solange gedauert, weil der Andi ein Glas mit (grünem oder blauem) Alkohol vom Regal geworfen hat…. übrigens haben wir da nicht zum ersten Mal den Teppich sauber gemacht. Ein Rabe will ja von allen Seiten schwarz sein und leider war die Zeitung nicht weit genug ausgelegt… und er ist bestimmt zig mal umgefallen… Ein bisschen wehmütig wird man allerdings schon, wenn ich hier die Bilder so sehe. @Andi: schaffen wir dieses Jahr noch eine Themenparty?

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donvanone:

@Frau Bü: stimmt nicht ganz, ich hab das ganze Regal runtergeworfen (genau auf unser Kehrblech, was dann auch hinüber war).
Ich denke dieses Jahr wird das nix mehr mit ner Themenparty, ich würd damit bis nach meiner Diplomarbeit warten. Also Februar oder März. Da hab ich dann als Arbeitsloser auch viel mehr Zeit die Wände einzureißen und so…

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Mary:

So eine coole Halloween-Wohnzimmer-Party habe ich ja noch nie gesehen! Ihr macht euch da ja richtig viel Mühe! Die Idee mit dem Wald finde ich auch super gut! Mich würde ja mal interessieren, was der Spaß euch immer so kostet, oder teilt ihr das irgendwie auf? Habt ihr für die Zukunft schon ein paar ausgefallene neue Ideen, oder behandelt ihr das Top Secret?

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donvanone:

@Mary: Genaue Kosten kann ich keine mehr nennen, aber die Gäste haben sich daran beteiligt.
Und da wir jetzt in einer tollen Wohnung wohnen, die man nicht mal eben mit Rindenmulch zuschütten will, gehören solche Aktionen wohl der Vergangenheit an. Oder wir lassen uns was einfallen, mal schauen…

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