So, gerade noch rechtzeitig kommt hier der vierte und letzte Teil der Halloween-Party-Tipps-Reihe (Links zu den ersten drei Teilen gibt es ganz unten). Da ich nun schon öfters gefragt wurde: Nein, auch nach dem 31.10. wird es keinen fünften Teil geben, da Frau Bü und ich beschlossen haben, dass man aufhören muss wenn es am Schönsten ist. 2005 war also unsere vorerst letzte Halloween-Party, dafür gibt es dann übers Jahr verstreut andere Themenpartys (wie zum Beispiel die Oscar-Party, oder auch die Good-Taste-Party). Da ist man dann auch themenmäßig nicht so festgezerrt und die ganze Wohnung auf den Kopf stellen kann man ja immer noch (wir haben da schon wieder ein paar Ideen, die ziemlich krass werden könnten, aber das darf ich hier natürlich nicht verraten, die Gäste lesen ja mit…)

Das Thema: Hexenwald
Nachdem wir uns im Vorjahr fast ausschließlich mit dem Essen beschäftigt hatten, haben wir uns in dem Jahr wieder ausgiebiger mit der Dekoration auseinandergesetzt. Grabsteine und Co waren schon ausgiebig verbraucht, also musste eine neue Idee her. Und nachdem ich Frau Bü dann endlich überredet hatte, dass ein Hexenwald halloweentauglicher als ein Dschungel wäre, stand es also fest.

Das Wohnzimmer wurde mal wieder komplett leer geräumt (geht jedes Jahr schneller. Dieses Jahr wurde allerdings dank der neuen Couchgarnitur etwas enger in der Abstellkammer im Schlafzimmer, aber es ging gerade noch so. Ein Glück hatten wir noch nicht das komplett neue Zimmer…) und (mal wieder) untenrum gut abgeklebt.
War die Deko in den letzten Jahren teuer eingekauft (siehe Teil 2), so wollten wir diesmal etwas sparen und setzten auf “do it yourself”: Aus dem Wohnzimmertisch, Teilen des Steckregales aus der Küche und viel Pappe wurde in die eine Zimmerecke ein Hexenhaus gebaut, welches mit entsprechender Tapete auf “echt” getrimmt wurde. So Steintapete bekommt man eigentlich in fast jedem Tapetenladen, für das Dach haben wir lange überlegt und auch die freundliche Angestellte konnte nicht helfen. Hat aber interessant geguckt, als wir fragten, welche Tapete denn einem Hexenhausdach am ähnlichsten käme. Achja, der ursprüngliche Plan war übrigens, das Hexenhaus auch zu Teilen essbar zu machen (hatten extra riesige Waffeln für das Dach gekauft (die haben wir immer noch hier, fragt also danach, wenn ihr mal wieder da seid und Hunger habt), das ganze dann aber doch wieder verworfen.
Zu dem Hexenhaus gehörte dann noch ein Kessel und ein Rabe, den wir aus Karnickelszaun, Kleister und Zeitung zusammenbastelten (da halfen dann meine Erfahrungen vom Kirmeskronenbau oder der Pulp-Fiction-Party aus der Vor-Frau-Bü-Zeit). Und da das Hexenhaus innen ja auch nicht zu leer sein sollte, gabs da zum einen in den in dieser Zimmerecke angebrachten Spielregalen Süßkram und Alkoholika, die jeweils nach Farben sortiert wurden. Zum anderen gab es noch einen kleinen Ofen, in dem spezielle Flammen-Glühbirnen vor sich hinflackerten.
In die zweite Zimmerecke kam dann natürlich noch die Hexe. Sie bestand aus einem Stuhl, auf dem mein Schneidertorso (hab ich mal vom Sperrmüll gerettet, nur zur Deko, ich schneidere nicht) Platz nehmen durfte. Dieser Konstruktion haben wir dann ein Karnevalskostüm aus meiner Jugend angezogen, ein Kissen als Buckel reingestopft, die Arme wieder aus Karnickelsdraht gefüllt und obenauf eine Hexenmaske. Später (auf dem Bild nicht zu erkennen) hat sie dann noch nen Kleinen Korb mit Kräutern in die Hand bekommen. Und dreimal dürft ihr raten, was die Hexe da für Augen unter der Maske hat. Wer nicht drauf kommt sollte sich Teil 2 und Teil 3 nochmal anschauen (nein, nicht die Litschis).
Und um aus dem Wohnzimmer jetzt auch wirklich einen Wald zu machen, haben wir uns drei Plastik-Weihnachtsbäume und noch ein paar echte Zypressen gekauft. Diese im ganzen Wohnzimmer verteilt und dann den Boden mit 210 Liter Rindenmulch aufgefüllt.
Besonders viel Spaß hatten wir beim Aufbau der Weihnachtsbäume, welches wir natürlich mit der entsprechenden Musik zelebrierten. Hier ein Video dazu. Diesmal wollte ich euch das “Kopf drehen” nicht mehr zumuten (es gab beim letzten Mal ja ein paar Beschwerden) und so habe ich da Video vor dem Hochladen gedreht. Da Youtube aber zu dumm ist, da links und rechts einfach nen schwarzen Balken hinzumachen, ist das Bild jetzt ins Breitformat gedehnt und Frau Bü sieht etwas unförmig aus. Also müsst ihr jetzt (statt Kopfdrehen) eure Augen etwas zusammenquetschen, okay?)

Besonders witzig war, dass es zwei verschiedene “Verletzten-Fraktionen” gab, die dann auf der Party angeregt diskutierten, welches Lebensmittel sich als Blutatrappe am besten eignete (Conny, was war nochmal das Ergebnis?).
Und auch in diesem Jahr hatten die Gäste wieder den Auftrag, für Programmpunkte zu sorgen und so gab es unter anderem ein Geisterkegeln mit einem schwingenden Kürbis:

Ich selbst hatte ein Haggle (Regeln siehe hier ganz unten) vorbereitet, in dem nicht mit farbigen Karten, sondern mit Hexen-Zutaten gehandelt wurde. Leider waren die Tütchen um die Meeresfrüchte nicht ganz dicht, so dass das ganze doch etwas eklig wurde, aber es hat trotzdem Spaß gemacht.
Und bevor hier Beschwerden aufkommen: Die Zypressen und der Rindenmulch wurden natürlich nicht weggeworfen, sondern dankenswerterweise von Conny und Manu in den Garten aufgenommen. Nur die Weihnachtsbäume stehen noch im Keller, da sie niemand haben wollte. Auch nicht als “Sex im Freien”-Starterset…
Ach, liebe Kinder. bitte nur nachmachen, wenn die Eltern einverstanden sind. Oder wollt ihr sowas bald mit euren Namen in der Zeitung lesen? (via DeineIP)
1. Default-Party

2. Stroh und Friedhof

3. Klaustrophobie und Leichenschmaus

4. Im Hexenwald

Fast alles Essen wurde in der undekorierten Küche aufgebaut (war glaub ich ein Fehler, da es so zeitweise zu einer Küchenparty kam), nur die Schlammbowle bildete eine Ausnahme, sie wurde in dem Hexenkessel serviert. Schlammbowle sollte eigentlich bekannt sein, zur Sicherheit aber hier mal ein
Natürlich (Traditionen müssen ja aufrecht erhalten bleiben) gab es auch bei dieser Party wieder Bockwürstchen. Nur die Finger-Nummer wurde nach 3 Jahren dann doch etwas langweilig und so haben wir uns was neues überlegt und sind dem Thema “Hexe” treu geblieben. Heraus kam die Hexe auf dem Scheiterhaufen. Leider hat das aufrechtstellen überhaupt nicht geklappt (vor allem der Scheiterhaufen aus Salzstangen wollte nicht halten, die Hexe hätten wir zum stehen bekommen) und so lag das ganze dann halt auf dem Teller. Um genau zu sein lag da ein Brötchen, in dem zwei Würstchen als Arme und Beine steckten (für die Vegetarierin waren es Essiggurken), eine Essiggurke als Kopf, eine komische Chipsart als Hexenmütze und Salzstangen und so Knabber-Pommes als Scheiterhaufen bzw. Feuer.
Außerdem gab es dann noch gefüllte Blätterteigtaschen. Gefüllt waren sie mit Hackfleisch, Brunch, Tomaten etc. (und natürlich auch einer vegetarischen Variante). Halloweenesk wurde es dann durch die Hinzugabe von massig Lebensmittelfarbe, was manchen Menschen (nein, ich nenne keine Namen) den Verzehr dieser Speisen mächtig erschwerte (auch wenn man es natürlich nicht geschmeckt hat). Interessant war dann in den darauffolgenden Tagen zu sehen, dass die Farbe im Körper wohl nicht abgebaut wird… (ist ein Constantin-Thema. Wenn du willst, können wir das in der Mittagspause ja weiter ausführen…)
Frau Bü:

DonsWunschzettel

