Nach der Zwangs- und Wunschpause geht es nun weiter mit der Halloween-Reihe (Ich gehe davon aus, dass ihr Teil 1 und Teil 2 schon gelesen habt, wenn nicht solltet ihr das zuerst mal tun, ich werde öfters darauf verweisen). Diesmal ist die Deko um einiges schlichter als im Jahr davor, dafür haben wir versucht, das Essen als eine Einheit zu präsentieren und nicht als Sammlung lustiger Ideen.

Das Thema: Klaustrophobie und Leichenschmaus
Nachdem im letzten Jahr alles nur im Wohnzimmer stattfand, sollten diesmal sowohl das Wohnzimmer als auch die Küche einbezogen werden, wobei diese thematisch nicht zusammenpassen mussten. Wir entschieden uns im Wohnzimmer für eine klaustrophobische Variante und die Küche sollte das Thema des letzten Jahres aufgreifen und das Buffet bereithalten.

In der Küche wurde dann der Friedhof aus dem letzten Jahr wieder aufgegriffen. Da ragte damals ja schon eine Hand aus dem Grab, in diesem Jahr ist es dem Wesen wohl geklungen, sich ganz aus der Erde zu graben uns aus dem Küchenfenster zu fliehen. Nicht jedoch, ohne vorher noch einem armen unschuldigen Menschen das Leben zu nehmen. Die Polizei war schon vor Ort um den Tatort zu untersuchen, was die Partygäste aber nicht daran hinderte, sich an der Leiche zu verköstigen. Doch dazu im nächsten Abschnitt mehr.
Vorher sei noch angemerkt, dass auch das Badezimmer diesmal in die Party mit einbezogen wurde, da dort eine Polizeiakte hing, in der jeder (man hat da ja ab und an mal Zeit) seine Theorie über den Mordfall aufschreiben konnte. Die beste Ermittlung wurde dann am Ende (oder war es am nächsten Tag?) prämiert.
Fangen wir mit der oberen Körperhälfte an:

Die Augen (Litschi-Olive, das Gehirn (Blumenkohl) und die Finger (Würstchen) sind aus den ersten Teilen noch bekannt, neu sind die Haare und Armknochen aus Knabbergebäck, die Lippen und Nippel (das sind umgedrehte Pilze) aus der Gummibärchen-Abteilung, Nase und Ohren aus Marzipan (selbst geformt, sowas kann man nicht kaufen…) und die Achselhaare und Augenbrauen aus Lakritze. Außerdem haben wir da noch die Lungenflügel aus Baiser, das Herz, welches ein mit gefärbtem Zucker überzogener Apfel ist (die kamen gar nicht weg), die Rippen aus normalem Plätzchenteig (war ein Rezept von Fluffi, ein “Kniescheibenrezept” aus einem Halloweenbuch, Details kann ich leider keine bieten), die Baguette-Wirbelsäule und den Dickdarm aus Fleischwurst.
Kommen wir nun zur unteren Körperhälfte:

Auch hier kamen ein paar Baguettes (als Fußknochen) zum Einsatz, da Baguettes ja immer gebraucht werden, zum Beispiel um ihn mit dem bekannten Hackfleisch-Fuß zu beschmieren. Oder aber mit einer Scheibe vom Leberkäse, der (wortstammmäßig) als Leber diente. Der Dünndarm sah tatsächlich eklig aus, es handelt sich um gefüllte Cannellonis. Die Nieren sind auch aus Marzipan, dann hätten wir da noch eine Gurke mit zwei getrockneten Feigen und Lakritze sowie einem kleinen Fläschchen mit einer Probe aus mit Wasser angereichterem Puderzucker, was eine klebrig weiße Konsistenz ergibt, die gewisse Assoziationen freisetzt. Beckenknochem und Kniescheiben sind wieder mit dem Kniescheibenrezept hergestellt, ebenso wie das Erbrochene, hier wurde nur noch etwas Lebensmittelfarbe hinzugegeben.
Das ganze wurde natürlich nicht direkt auf den Boden gelegt, sondern auf eine saubere Tapezierfolie. Und nebendran auf dem Tisch gab es dann noch ein paar Reste, die nicht untergebracht werden konnten, damit auch niemand hungern muss.

1. Default-Party

2. Stroh und Friedhof

3. Klaustrophobie und Leichenschmaus

4. Im Hexenwald


Das einzige, was nicht ins Konzept gepasst hat, ist dieser Schokoladenpudding, der mit der schon bekannten Lakritzschneckenspinne und Fliegen aus Rosinen und Mandelblättern garniert wurde. Alle anderen Speisen bildeten als Ganzes die Leiche, die nun im Detail beschrieben wird.
Da die Kostüme im letzten Jahr nicht die billigsten waren, haben wir sie einfach noch einmal eingesetzt, Frau Bü hat sich von mir dann noch ne Falsche Haarspray geborgt (ja, die Frisur hält alleine dadurch, da sind keine Klammern oder sonstwas drin) und etwas experimentiert.
tina:

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