Halloweenparty-Tipps – Teil 2

12. Oktober 2006 um 23:53 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Und weiter gehts in der Halloweenparty-Reihe, es sind ja nur noch 2,5 Wochen und ihr wollt die Tipps ja sicher rechtzeitig haben. Nach dem etwas langweiligeren Teil 1, geht es heute vor allem kulinarisch hoch her.

Essen komplett

Das Thema: Fieses Essen auf modrigem Friedhof
Wobei das mit dem “Friedhof” auch nicht ganz so ernst zu nehmen ist, ein wirkliches Deko-Konzept gab es nicht. Aber zumindest haben wir das ganze in diesem Jahr (2003) etwas professioneller angegangen und uns nicht in einem Supermarkt ausgestattet, sondern auf  www.horror-shop.de/, wo es von  traditionellem Kitsch, bis zu  richtig fiesen Sachen (oder auch  Särgen) einfach alles gibt.

Die Deko
Deko
Was zuallererst auffällt ist, dass das Wohnzimmer ziemlich leer geräumt wurde (nein, nicht ganz leer, soweit ging des dann erst im nächsten Jahr) und die (damals eh nicht ganz so bequeme) Sitzmöglichkeit durch einen noblen Ersatz in Form von Strohballen ersetzt wurde. Die haben wir erst ewig in Baumärkten etc. gesucht und dann schlussendlich auf einem Bauernhof (naheliegend, oder?) günstig (kann mich nicht mehr an Details erinnern) bekommen. Kleiner Tipp am Rande: Wenn man das Auto gescheit mit Folie abdeckt, dann erspart man sich eine Menge Arbeit. Hätten wir eigentlich auch vorher drauf kommen können ;-)
Der Eimer Wasser steht da eigentlich nur, um Frau Bü zu beruhigen. Der hatte ich verschwiegen, dass so ein Eimer nicht wirklich hilft, wenn man ein Strohballen brennt…
In die noch freie Ecke des Zimmers wurde dann eine Grabstelle gebaut (für die extra die Backsteine gekauft wurden, die sich Jahre später noch als sehr nützlich erweisen sollten).  Grabstein,  Arm und das  komische Gestrüpp sind aus dem oben verlinkten Shop. Im ganzen Zimmer wurden dann noch ein paar Detailelemente verstreut, wie den netten Totenkopfkerzenhalter (links auf dem Tisch, auch aus dem Shop, aber jetzt scheinbar nicht mehr erhältlich), einem Strick, an dem sich lebensunlustige Gäste (hier ist es  Fluffi) kurzzeitig erhängen konnten (nein, der Mega-Haken ist da nicht extra dafür angebracht worden, der gehörte zu meiner Hängematte) und als absolute Krönung: Ein  Moder-Duftwässerchen. Manche Gäste sagten im nächsten Jahr zur Party nur unter der Bedingung zu, dass es diesmal kein Modergeruch in der Wohnung geben dürfte. Einige klagten am nächsten Tag über Übelkeit, was aber gut und gerne auch an dem nächsten Punkt gelegen haben könnte:

Das Essen
Wie schon geschrieben: Auf diesen Punkt haben wir in dem Jahr das Hauptaugenmerk gelegt. An dieser Stelle in Kurzform die Rezepte zum Nachmachen:
FußVor allem unsere Vegetarierin hat sich hier ziemlich gegruselt, aber auch die anderen hatten Respekt vor rohem Hackfleisch. Ich selber hab da aber nicht so das Problem mit (FLEISCH!!!) und so kam der Fuß auch im übernächsten Jahr wieder auf den Tisch die Speisekarte. Einfach lecker Hackfleisch (bitte nur Rind, das Schwein sollte man nicht roh essen) lecker würzen und in Fußform bringen (ist wie töpfern…). Zehennägel und Beinknochen sind aus Zwiebel und das Blut ist Ketchup. Dazu am Besten noch Brötchen reichen. Übriggebliebene Reste kurz anbraten und dann am nächsten Tag essen.

GehirnDas Gehirn ist dann das passende Gegenstück für die Vegetarier und erklärt sich eigentlich von selbst: Blumenkohl ganz in den Topf geben und weich kochen, dann auf vorsichtig (zerbricht leicht) auf ein Tablett legen und in der Mitte leicht trennen. Mit Soße schmeckt es besser und mit OP-ähnlichem Besteck sieht es gruseliger aus…

BlutbreiNach den Maden im Wackelpudding hier wieder was aus der Kategorie “sieht eklig aus und schmeckt auch so”: Der Blutbrei. Man nimmt eine Banane, schneidet sie in kleine Stückchen und legt sie in eine Schüssel. Dann nimmt man eine Gabel und zerquetschst das Ganze bis es aussieht wie Babybrei. Dazu den Saft von 2 Blutorangen geben und 100g Haferflocken dazurühren. Dekokekse reinzustecken ist keine so gute Idee, da die nur aufweichen und das ganze auch nicht besser machen…

AllerleiNeben den schon bekannten Litschi-Oliven-Augen und den (nur oben auf dem Gesamtbild zu sehenden) Wurstfingern gab es dann noch verführerische Kackhaufen (Mousse au chocolat geschickt hingespritzt), Fliegenpilze (Eier, Tomaten und Mayonaise. Auch nur oben zu sehen) und die lustigen Krabbelkäfer links auf dem Bild. Diese bestehen aus zwei Crackern, zwischen denen sich eine lecker Frischkäsekräuterfüllung (mit grüner Lebensmittelfarbe versetzt) befindet. Dann noch Salzstangenbeinchen dran und mit der Lebensmittelfarbe zwei Augen malen – fertig. Drumherum (kann man nicht so erkennen) wuseln Spinnen, die aus Lakritzschneckenschnüren zusammengeknotet wurden.

eiskaltes HändchenUnd da man auch was trinken muss, gab es noch eine Blutbowle:
2 Liter Traubensaft mit 2 Flaschen Martini Bianco oder weißem Rum (ca. 1,4 Liter) und 2 Bechern Tequila (ca. 0,4 Liter) vermischen und mit Gelantine andicken (das hat bei uns nie wirklich funktioniert, auch als wir deutlich mehr als die angegebenen 4 Blätter reingemischt haben). Dann noch nachsüßen und mit Zitronensaftkonzentrat abschmecken. Schmeckt sehr gut und wirkt auch (wie man an den Zutaten sicher erkennen kann…). Dekoriert wurde das ganze mit dem eiskalten Händchen, welches cohu auch schon in den Kommentaren erwähnte: Einfach einen (ungepuderten!) Gummihandschuh mit Wasser füllen und in die Tiefkühltruhe legen. Der Handschuh lässt sich dann sehr leicht anziehen, man muss aber trotzdem aufpassen, dass die Finger nicht abbrechen. Unbedingt eine Hand auf Reserve bereit halten.

Die Verkleidung
Verkleidung
Auch hier haben wir in dem oben genannten Shop  zugeschlagen. Meine  Maske aus Foamlatex zum festkleben, die super professionell sein soll, sich den Gesichtszügen anpasst und unter der man auch nicht schwitzt hat zwar diese Versprechen alle relativ gut gehalten, hat aber unwahrscheinlich gejuckt und darum nur den ersten Teil der Party an meinem Gesicht verbracht.
Don macht AugenUnd natürlich konnte ich es mir auch in diesem Jahr nicht verkneifen, mit Augen rumzuspielen, dieses mal war es kein Glasauge, sondern so glitschige Augen zum Essen (schmecken übrigens deutlich besser als die ekligen Litschi-Oliven-Dinger…)
Die anderen Gäste waren verkleidungsmäßig noch etwas zurückhaltend (wir haben ja verschwiegen, dass es in diesem Jahr etwas “überdimensionierter” wird, in den nächsten Jahren wurde das dann aber immer besser, da man dann ja wusste, auf was man sich einlässt.

Der Aufwand
Da ganze Essen herzurichten hat schon einen ganzen Tag verbraucht, die Deko hatten wir schon am Tag vorher fertig. Da wir das ganze Zimmer schön ordentlich abgeklebt hatten, was das aufräumen dann schnell gemacht, die Strohballen wurden auf dem Wertstoffhof entsorgt und die Deko im Keller für das nächste Jahr verstaut.
Nochmal zu den Strohballen: Entgegen den Befürchtungen des Bauern waren sie überaus stabil und sogar ziemlich bequem. Auch wenn Manus Schlafanfall (während “Life of Brian”, dem Halloweenklassiker schlechthin) nicht wirklich den Anschein macht:

Nicht zu empfehlen

Nicht zu empfehlen ist es übrigens, Schweineherzen und -pfoten in Einmachgläser mit lebensmittelgefärbtem Wasser zu geben und als Deko auszustellen. Das sieht zwar verdammt cool aus, setzt am nächsten Tag beim “auspacken” allerdings alle Würgereflexe in Bewegung. Oder einfach mit dem Glas wegwerfen und nie nie nie wieder aufmachen…

Alle Folgen auf einen Blick:

1. Default-Party
Teil 1: Default-Party

2. Stroh und Friedhof
Teil 2: Stroh
3. Klaustrophobie und Leichenschmaus
Teil 3: Klaustrophobie ud Leichenschmaus

4. Im Hexenwald
Teil 4: Im Hexenwald

 
Vito:

ihr gebt’s euch richtig oder? ;-)

antwortenReply to this comment
 
 
donvanone:

jepp…

antwortenReply to this comment
 
 
Lena:

mein leiber schollie wie geil eure seiten sind aber sagt mal wie macht ihr das mit den händen und so??!

antwortenReply to this comment
 
 
donvanone:

@Lena: Was genau meinst du? Steht doch alles im Text: “Einfach einen (ungepuderten!) Gummihandschuh mit Wasser füllen und in die Tiefkühltruhe legen. Der Handschuh lässt sich dann sehr leicht anziehen, man muss aber trotzdem aufpassen, dass die Finger nicht abbrechen. Unbedingt eine Hand auf Reserve bereit halten.”

antwortenReply to this comment