So, nicht mehr lange und es ist Halloween. Die ersten Google-Sucher kommen schon auf meine Seite und gieren nach Partytipps, die ich hier ja schon versprochen hatte. Heute geht es also los, der erste Teil ist allerdings ziemlich unspannend, da ich chronologisch anfange und unsere erste Party im Jahre 2002 noch sehr unausgereift war und auf dem Kitsch basierte, den die normalen Läden so hergeben. Man sollte diese Folge dekomäßig also eher als ein “wie man es besser nicht macht” (oder von mir auch auch “wie man es machen kann, wenn man nicht so einen Aufwand betreiben will”) ansehen. Essensmäßig kann man schon ein wenig wenig Potential erkennen, das wird aber auch noch deutlich besser. Wie gesagt: Das war der Anfang. Wir waren jung und hatten keine Ahnung…

Das Thema: Wir machen mal ne Halloween-Party
Um genau zu sein: Außer Halloween hatte diese Party kein Thema, das war so schon was besonderes…
Die Deko
Neben dem Pflicht-Kürbis (der nach der zweiten Party allerdings ausgestoßen wurde. Aber wenn man will, kann man mit so einem Teil ne ganze Menge anstellen) gibt es noch eine kitschige Girlande, Spinnweben im ganzen Zimmer verteilt (nein, sieht nicht echt aus), weiteren Dekokürbisse, gruselige rote Kerzen, Halloween-Tischdeko-Zeugs und realitätsfremde Platikspinnen und -mäuse.
Halt so, wie man es aus dem Fernsehen kennt. Gruselstimmung kommt da keine auf (da half auch die Horrormusik im Hintergrund nicht), Partystimmung ist aber durchaus möglich.
Das Essen
Wirklich viel gab es damals nicht, aber die Gästeliste war auch noch kleiner als in den Jahren danach. Zum satt werden gab es Wiener Würstchen, die mit einem Messer bearbeitet und Mandelblättchen dekoriert wurden, so dass sie den Wurstfingern eines Default-Informatikers zum verwechseln ähnlich sahen. Der Ekelfaktor sollte mit den Augen im Glas erhöht werden. Hierzu wurden Litschis mit Oliven gefüllt, was manch einem wirklich geschmeckt haben soll…
Der Maden-Glibber fand da dann tatsächlich viel weniger Abnehmer (durfte ich dann später alleine alle machen): Ein Glas mit grünem Wackelpudding füllen, da dann Reis rein (die Maden) und andere komische Sachen (z.B. so Gummi-Würmer, die dann schön matschig werden..).

Und wenn einem dann nichts “gruseliges” mehr einfällt (einfach die nächsten Teile abwarten, da kommt noch einiges), kann man das “normale” Essen ja einfach mit etwas “gruseligem” (z.B. einer dieser “schauderhaften” Plastikspinnen) dekorieren.
Die Verkleidung
Der Großteil war unverkleidet, eine hochtoupierte Frisur oder ein schwarz angemalter Zahn waren schon fast alle Highlights. Ich selbst hatte überhaupt nichts zu bieten und konnte lediglich mit dem Glasauge meines Opas Boden gut machen.
Der Aufwand
Gering. Das Zimmer ist in ner halben Stunde dekoriert und das Essen ist auch schnell gemacht. Wenn man also ganz spontan ne Party machen will, dann ist das hier genau das richtige (alle “Zutaten” findet man dann auch noch in jedem x-beliebigen Supermarkt.
Alle Folgen auf einen Blick:
1. Default-Party

2. Stroh und Friedhof

3. Klaustrophobie und Leichenschmaus

4. Im Hexenwald
