GTA IV: Erster Eindruck eines Wenigspielers

30. April 2008 um 11:41 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Hab ja schon erwähnt, dass ich ewig nicht mehr am Computer oder ner Konsole gespielt habe (Wii außen vor, da ich auch da nur seichte Spiele spiele, nix, was ein echter Spieler anpacken würde) und so war ich gestern doch gespannt (ja, ich konnte es doch schon gestern in den Händen halten), wie ich mich so machen würde.
Hier mal ein paar Eindrücke:

  • Zuerst wollte ich mal nur die Stadt angucken und die Story links liegen lassen. Einfach nur durch die Straßen laufen (das mit dem Auto klauen hab ich auch nach hinten geschoben, erstmal gings ja nur ums gucken) und sehen, wie die Stadt so tickt. Das hab ich dann auch ganz schnell rausgefunden, denn die ticken ganz schön offensiv. Bis man sich als ungeübter mal an die Steuerung gewöhnt hat, hat man genügend Menschen angerempelt (und damit evtl. deren ganzen Einkauf über die Straße verteilt) und sich die wildesten Beschimpfungen anhören müssen. Wenn es denn dabei bleibt, denn gerne werden auch mal die Fäuste ausgepackt. Und ich schaffe es irgendwie, nur mädchenhaft zu schubsen, hab also nicht wirklich ne Chance. Vor allem, da immer alle umstehenden Passanten dazukommen und auch auf mich einschlagen (oder auch mal einfach so ein Messer auspacken), wenn ich erst mal das Opfer bin. Hilft also nur Rennen. Dumm, wenn man dabei dauernd den Controllstick zu feste drückt und in Hocke geht. Kann man irgendwie schlecht rennen…
  • Was mich ein wenig stört, ist dieser ständige Wechsel von Tag und Nacht. Ich bin doch so nachtblind und wenn man eh kaum geradeaus laufen kann, hilft es nicht ungemein weiter, wenn man auch kaum noch was sieht. Also hab ich mir erstmal ne hellere Jacke gekauft und den Kontrast und die Helligkeit am Fernseher justiert…
  • Nicht empfehlen kann ich die medizinische Versorgung. Nachdem ich im Tutorial beim Hubschrauberfliegen grandios gescheitert bin (zumindest hab ich den tollen Wasseraufwirbelungseffekt bestaunen können, der entsteht, wenn man dem Meer zu nahe kommt) und mit rot blinkender Gesundheitsanzeige vor dem Flughafen auftauchte, rief ich mir gleich mal nen Krankenwagen (okay, vorher hab ich spaßeshalber dreimal die Feuerwehr gerufen um zu gucken, wie oft die wohl bei so einem Fehlalarm ausrücken). Die Notärzte haben mich aber einfach ignoriert. Also bin ich auf deren Motorhaube gesprungen, damit sie mich nicht mehr ignorieren können. Konnten sie aber. Was ich nicht konnte war Krankenwagen surfen und so verlor ich auf dem Asphalt meine letzte Lebensenergie.
    Schließlich im Krankenhaus aufgewacht, wollte ich das mit einer dort anwesenden Krankenschwester bereden (evtl. kann die das ja an die Chefetage weiterleiten), aber die fühlte sich nur belästigt und prügelte auf mich ein. Sehr hilfsbereit…
  • Weiteres Problem: Man kann mit den menschen einfach nicht reden. Normale Passanten prügeln auf einen ein, wenn man ihnen zu lange ins Gesicht guckt. Aber wie soll ich dann irgendwen nach dem Weg fragen? Ich bin doch so schlecht in Stadtplan lesen und konnte den Dartschuppen beim Biergarten (den ich auch nur einmal und dann nie wieder gefunden hatte) einfach nicht finden (aber zumindest diese sehr merkwürdige Zaubershow hab ich mir schon angeguckt…). und auch die Polizei ist nicht wirklich mein freund und Helfer. Wollte bei deren Absperrung nur mal fragen, warum ich denn nicht auf die andere Insel fahren durfte. Von weitem haben sie mir schon irgendwas unverständliches zugebrüllt. Als ich dann näher kommen wollte, um das auch zu verstehen, spürte ich auf einmal eine Unmenge an Blei in meinem Körper. Vermutlich auch eine Antwort…
  • Abe immerhin hatte ich schon mein erstes Date. Hab sie gleich mal zum Bowlen ausgeführt, nachdem ihr der geschlossene Jahrmarkt nicht zugesagt hat (ich hatte da aber vorher meinen Spaß, als ich mal getestet habe, was passiert, wenn man vom obersten Punkt der Achterbahn (da, wo die unbeeindruckbare Taube sitzt) in die Tiefe springt). Positiv dabei war, dass sie als meine Beifahrerin kein einziges Wort zu meinem doch gewöhnungsbedürftigen Fahrstil nichts gesagt hat. nur mal ein “Aua” und einmal ein “das arme Auto”. Vor allem dieser Satz hat mich gewundert, schließlich war es ja ihr Auto, dass ich gekonnt gegen alle möglichen Objekte steuerte (übrigens erstaunlich, wie leicht so Ampelanlagen doch umfallen, die halten ja gar nichts aus…).
  • Irgendwann bin ich dann in meinem Zimmer vor dem Fernseher hängengeblieben. Schon witzig, vor dem (echten) Fernseher zu sitzen und da einem fiktiven Charakter dabei zuzugucken, wie er im Fernsehen eine langweilige Pokersendung anguckt. Aber “72″ klingt interessant: Quasi wie 24 (mit Jack Bauer), nur eben dreimal so lang. Wohoo!
  • Was ich noch nicht geschafft habe, ist Taxi zu fahren. Also als Gast…
    Wie geht das denn? Bahn fahren war ja einfach, auch wenn die Ticketautomaten alle kaputt waren. Hoffentlich kontrolliert da nicht mal wer…
  • Naja, mal schauen was noch kommt und ob ich irgendwann diese lustigen orangenen Sektenmenschan aus GTA 1 treffe. Das würde mich freuen, ich brauch doch was, was ich wiedererkenne… (ach: So Busse oder Lastwagen gibt es auch nicht, oder hab ich die nur übersehen? Ich glaub ich hab aus dem Augenwinkel mal nen Eiswagen gesehen, das wars aber auch…)

     
    Grilibilisodiemo:

    Lastwagen gibt´s! Bin ich schon gefahren. Busse habe ich auch noch nicht gesehen.
    Taxi fahren funktioniert mit LB drücken, wenn eins in der Nähe ist. Und dann Y beim einsteigen festhalten.

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    rene:

    Lastwagen gibts, hab ich gesehen…

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    donvanone:

    Ja, mittlerweile (hab heute frei, nein, nicht wegen GTA) hab ich auch schon ein paar gefunden und hab mir auch schon einen Müllwagen (als Kind wollte ich immer mal Müllmann sein) unter den Nagel gerissen. Dummerweise stand dahinter gleich ne Polizei, ist gar nicht so leicht, mit so ner lahmen Kiste der Polizei zu entkommen. Und dann sollte man tunlichst nicht, weil man eh grad in der Nähe ist, mal den Flughafen genauer nter der Lupe nehmen. Denn dann kommen die auf einmal mit allen vorhandenen Fahrzeugen an und irgendwann wird es doch eng. Interessant: Wenn man von nem Flugzeug umgekippt wird, kann man durch munter Räder wackeln seinen Müllwagen einfach wieder aufstellen. Hatten die nicht was von realistischer Physik gesagt?

    Hab auch ne neue Lektion gelernt: Wenn es dunkel ist und man eh schon so wenig sieht, sollte man auch nicht noch die Straßenlaternen schrotten. Dumme Idee…

    Und den Dartclub hab ich mittlerweile auch gefunden. Sowie den Strip-Club. Da wurde aber irgendwann die Security sauer. keine Ahnung warum. Ob ich die Frau nicht bezahlt hab?

    Und warum hab ich plötzlich drei Handgranaten dabei? Wo kommen die denn her? Hab ich irgendwie verpasst…

    Noch ein kleiner Bug: Ich stell mein Handy öfter mal in den Schlafmodus, um in Ruhe die Stadt zu erkunden und Ruhe vor der Story zu haben (die ich nebenher aber natürlich auch voran treibe). Wenn mir jetzt aber was passiert (z.B. Verhaftung), dann ist das wieder abgeschaltet. Ruft mich doch plötzlich Roman an…

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    Manu:

    Was mich an der GTA-Reihe immer ein bischen gestört hat war die übertrieben grundlose Gewalt in einer auf realistisch gemachten Stadt. Mit virtueller Gewalt in einer passenderen virtuellen Umgebung habe ich kein Problem. Sei es irgend ein bunter Shooter oder Counterstrike, da passt das. Auch bei den Gangstern in GTA. Aber Passanten, Krankenschwestern, … ? Vermutlich ist GTA aber momentan trotzdem das Spiel mit der umfassendsten Spielweltsimualtion. Und die meisten wollen eh nur Gangster spielen und nicht mit der Welt rumspielen, da macht man dann eben jeden Passanten einfachhalber zum Kleingangster.

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    Ro(ke):

    Hmm, wenn ich Deinen Spielbericht hier lese (ich kenn’ das Spiel bisher nur vom Namen und hab’ mich nie damit befasst) macht mich das Spiel nicht unbedingt an …. bin mal gespannt auf weitere Berichte …

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