Gesucht und dann irgendwann doch gefunden

17. Mai 2006 um 01:04 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Bevor ich das schreibe, was ich hier eigentlich schreiben will, mal kurz was anders:
“Hallo Google-Sucher!”

Google hat mich wieder lieb

Sie sind wieder da! Wie die Heuschrecken sind sie heute über meine Blog hergefallen. Ihr erinnert euch: Am 30.03. haben mich auf einmal und ohne erkennbaren Grund kaum noch Leute von Google besucht. Bis dahin waren es täglich etwa 60 Besucher, danach gerade mal 15 (und das war schon gut, es gab Tage ohne Google-Besucher…). Dann habe ich verzweifelt dem neuen Layout die Schuld gegeben und da dran rumgebastelt, ohne eine Wirkung festzustellen. Aber gestern war es dann soweit: Google hatte mich wieder lieb und mir über 100 Suchende vorbeigeschickt (teilweise netterweise sogar auf die richtigen Artikelseiten, oft aber auf die Startseite, was die Leute dann gleich wieder vergrault hat. Nur ein Bruchteil war in der Lage, das Suchfeld auf der linken Seite zu benutzen. Traut euch doch mal!
Und voller Freude kann ich kundtun, dass allein der heutige Tag wieder reicht, um die fast verstorbene Kategorie “Gesucht und nicht gefunden” wiederzubeleben. Dazu aber in den nächsten Tagen mehr.
An dieser Stelle soll es eigentlich um etwas ganz anderes gehen, nämlich darum, dass man etwas nur dann findet, wenn man nicht danach sucht. Ein gutes Beispiel habe ich vor ein paar Tagen erst wieder erlebt, als ich Einwohner für das Antquarium (welches ich Frau Bü und mir zu Weihnachten geschenkt habe) gesucht habe (nachdem die ersten (viel zu kleinen) Ameisen wohl aus zwei verfeindeten Gangs stammten und sich bis auf zwei Überlebende (“Chip und Chap”) fachgerecht zerlegten). Also ich (“mehr Sport machen…”) zu Fuß von der Arbeit nach Hause gegangen, dabei durch den Wald und immer schön abseits der Wege um auch ja Ameisen zu finden. Aber was war? Keine einzige ist mir vor die Augen gelaufen. Echt unglaublich… Gibt es in der heutigen zeit überhaupt noch Ameisenhügel? Ich hab schon ewig keine mehr gesehen…
Statt dessen habe ich diese gruselige Kultstätte gefunden, die mit kleinen Nadelbäumen umsäumt ist und aus einer dicht bewachsenen Mulde mit komischen Ding in der Mitte besteht:

Kultstätte

Direkt in der Nähe dann diesen zerfallenen Bunker, in dem man wohl die Reste des Jungfrauenblutes zu sich nehmen kann:

Bunker

Irgendwann habe ich dann aufgegeben und mich mehr auf Naturaufnahmen spezialisiert (siehe auch in meinem Fotoalbum diese drei neuen Bilder). So zum Beispiel diese kleinen Pilze:

Pilze

Während ich diese schön ins Bild setzen wollte, wurde ich von einer Ameise gestört, die einfach quer durch meinen Ausschnitt schlenderte. Schnell weggeschnipst und weiter fotografiert. Dann kurz das Gehirn eingeschaltet und panisch nach der Ameise gesucht. Und siehe da: Alles voller Ameisen hier! Also schnell ein paar eingesammelt (7 Stück (Chef, Brumbär, Hatschi, Pimpel, Seppl, Happy und Schlafmütze), da ich dachte es sollten um die 8 sein, es sollen aber um die 18 sein, darum werde ich morgen an der Stelle nochmal mein Glück versuchen) und dann zu Ende fotografiert.
Die neuen (großen) Ameisen haben zwar auch noch keine Tunnel begraben, aber wenigstens graben sie schonmal, vielleicht brauchen die ja wirklich mehr Arbeiter, um gescheit voran zu kommen. Und umbringen tun sie sich auch nicht (oder doch? Heute morgen waren es nur noch sechs lebende, könnte aber auch Altersschwäche gewesen sein…). Momentan sieht es hier so aus, bei mehr Grab-Aktivität kommen mehr Fotos:

Ameisen im Antquarium

 
Frau Bü:

Ameisen sind sehr brutale Viecher… als eine Ameise aus der 1. Generation schon totgebissen war hatte sie sich (die Tote) mit einem Beißreflex noch an ihre Mörderin geklammert, die dann ewig versucht hat das tote Bündel Ameisenfleisch von sich loszubekommen und in einen der Tunnel zu werfen. Grausam, sehr grausam. Die Ameisen der 2. Generation müssen jetzt mit den tierischen Überresten ihrer Vorgänger Leben… Arme, Beine, Armbeine….

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Cruiser:

Und was gibt man diesen Viechern zu essen? Denke im Supermarkt findet man keine Abteilung mit Ameisenfutter, oder? :)

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donvanone:

Das Gel dient nicht nur zum Tunnelgraben, sondern gleichzeitig auch als vollwertige Nahrung. Mehr Infos gibt es zum Beispiel hier. Mittlerweile sind es übrigens 13 Ameisen und sie sind fleißig am graben (schnell kommen sie aber nicht voran, auch wenn sie ständig dabei sind). Werde morgen meine Kamera mal Zeitrafferaufnahmen machen lassen und bald hier veröffentlichen.

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Frau Bü:

Das Ding da im Wald ist wirklich gruselig. Sehr sehr gruselig. Unglaublich schrecklich gruselig. Ich will wissen was das ist (außer gruselig)!!

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Cruiser:

Ja sehr geil! Auf die Fotos bin ich mal gespannt. Dieses Gel ist ja echt der Hammer! Nur irgendwie blöde, das sich die Ameisen ihre eigene Wohnung durchs auffuttern verkleinern ;)

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donvanone:

Hm… das mit den Fotos ist so ne Sache… Hab die Session heute direkt wieder abgebrochen, da die Gegenlicht-Lampe (damit man die Tunnel auch gut sieht)(trotz des 40cm-Abstands) zu viel Wärme in dem Ding erzeugt hat und die Scheiben dann innen beschlagen sind. Muss ich wohl die Lampe immer fürs Foto von Hand anmachen und wenn ich den Fortschritt so angucke wird ein tägliches Foto für den Zeitraffer auch reichen. So viel schaffen die nicht… Aber die Fotos wird es hier noch geben, versprochen!

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Mutter:

Die Ameisenbilder sehen ja Klasse aus, bin auf mehr gespannt

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Ma:

Was ist mit deinen Ameisen los? Gibt es keine Fortschritte? Warte auf neue Bilder!

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DonsTag » Das Leben im Antquarium:

[...] Schon länger habe ich euch neue Bilder von den Ameisen versprochen, heute ist es nun endlich so weit. Irgendwie hab ich mir die Ameisen aktiver vorgestellt (da fällt mir ein, bisher sind ja nur 12 Ameisen drin, ich wollte doch nochmal aufstocken…), so wirklich viel tun sie nicht, meistens sitzen sie faul oben rum und putzen sich oder andere Ameisen, ab und an wird dann mal in einen Gang reingeguckt, dort aber nicht viel getan. Ab und an wird dann aber doch mal gegraben. Und was dann aus dem Gel rausgebisen wird, wird sorgsam an die Oberfläche gebracht. Manchmal wird dann das ganze Krümelzeug umsortiert und woanders aufgebaut, so wirklich effektiv arbeiten sie ja nicht. Die Oberflächenvermüllung sieht man bei diesem Vergleich sehr deutlich: Dann habe ich euch ja erzählt, dass ich Zeitrafferaufnahmen machen wollte. Zuerst habe ich es im 10 Minutentakt versucht, da hat sich aber schnell die Scheibe wegen der Erwärumung durch die Rückbeleuchtungslampe beschlagen (ich berichtete). Darum gibt es von dem Tempo nur eine 5-Stunden-Version, die sehr deutlich zeigt, wie wenig die doch voran kommen: [...]