
Kommen wir nun zur Auflösung, wie ich “in die Scheiße geraten” bin.
Mit Ro habe ich mich nämlich aufgemacht, den Geocache Ulm Underground “Warmduscher”.
Das klingt jetzt so, als würde es sich um einen Easy-Popeasy-Cache handeln, aber der Name kommt aus einer ganz anderen Richtung und hat eher was mit den Temperaturen zu tun, die uns dank fetter Fernwärme-Rohre im Ulmer Untergrund erwartete. Aber das war uns vorher bekannt und so gingen wir auch nicht wirklich dick bekleidet (Ro sogar mir kurzer Hose) ins Abenteuer. Da auch in vielen Logs zu lesen war, dass Gummistiefel nichts bringen würden, da das Wasser eh zu hoch steht und in die Stiefel reinläuft, haben wir auch auf diese verzichtet und dann gleich normale Turnschuhe genommen (wie im Teaser-Artikel bebildert).
Das Wasser (übrigens sehr klares und sauberes Wasser, das von kleinen Krebsähnlichen Tierchen und einem großen Fisch bewohnt wurde) ging dann aber doch nur bis kurz über die Knöchel, so dass Gummistiefel die Füße trocken gehalten hätten.
Allerdings war ich beim Rückweg dann am Ende wirklich froh, als das klare Wasser wieder kam um meinen durchschwitzten Körper zumindest von unten her kühlte…

Das Wasser gab es aber auch nur am Anfang (bzw. dann wieder am Ende), danach überwiegte deutlich Matsch (von sehr kleinen und auch deutlich größeren Kakerlaken bewohnt, Ratten haben wir aber keine gesehen), der teilweise schön tief und rutschig war. Richtig fies wurde das dann dadurch, dass wir nicht ganz normal durch den Schlamm gehen konnten, sondern zwischendrin alle paar Meter unter ungünstig platzierten Querstreben durchklettern (oder drüberklettern, je nach Höhe, die immer mal wieder variierte) mussten. Aber ich soll ja eh mehr Sport treiben…

Am Warmduscher-Cache sind wir dann unbemerkt vorbeigelaufen, was uns irgendwann auch dämmerte. Aber da wir wussten, dass weiter hinten auch noch der Brunnenwerk-Cache liegen musste und die Fußspuren im Matsch eindeutig bezeugten, dass wir noch auf dem richtigen Weg waren, gingen wir munter weiter und behielten den Warmduscher für den Rückweg im Hinterkopf.
Und kurz bevor es dann durch die letzte (knapp bemessene) Öffnung in den finalen Raum ging, stießen dann noch zwei weitere Cacher auf uns, so dass wir und die folgende Location zu viert ansehen konnten.
Und wow, war das Überraschung. Sowas hätte ich unter der Erde nicht wirklich erwartet: Ein alter verlassener Luftschutzraum (ehemals wohl mit Zugang über das Justizgebäude oder so), der in der Zwischenzeit wohl von irgendwem in einen “Partykeller” umfunktioniert wurde:

Echt sehenswert und auch ein schönes Abenteuer da hin zu kommen.
Am Ende sieht man zwar aus wie Sau, aber das kann man ja alles wieder rauswaschen (die Schuhe kamen allerdings sofort in den Müll…).
Und da es in Ulm noch 6-7 weitere Untergrund-Caches gibt, wird das sicher nicht mein letztes Abenteuer dieser Art gewesen sein…
Mehr Fotos gibts im zugehörigen Flickr-Album.
Madonha:

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