Am 16.11.2006 ereignete sich auf der ICE-Strecke Ulm – Augsburg ein kaltblütiges Verbrechen. Nach einem harten Arbeitstag und einer langen Rückreise aus Aachen vergaß FrauBü beim Aussteigen ihren hochgeschätzten Geldbeutel im Behindertenabteil des Doppelzuges. Sie ahnte dabei nicht, dass in diesem Moment ihr Räuber zusteigen würde. Nur kurze Zeit nach dem faux pas wird er das verlassene Behindertenabteil betreten und ihren hochgeschätzten, schwarzen Geldbeutel an sich reißen und kidnappen. Als FrauBü den Verlust ihres hochgeschätzten, schwarzen Geldbeutels mit einer silbernen Schnalle für den externen Kleingeldbeutel bemerkt ist es bereits zu spät. Der ICE hat seinen Weg durch das werteverfallene Süddeutschland fortgesetzt. Alle Bemühungen, den hochgeschätzten, schwarzen Geldbeutel mit einer silbernen Schnalle für den externen Kleingeldbeutel und einem seitlich ausklappbarem Klarsichtfach in sichere Hände zu bringen sind vergeblich. Nach langen Funklochstrecken werden die Zugbegleiter auf den vermissten Wertgegenstand aufmerksam gemacht doch der hochgeschätzte, schwarze Geldbeutel mit einer silbernen Schnalle für den externen Kleingeldbeutel, einem seitlich ausklappbaren Klarsichtfach und einem Aufkleber auf der Innenseite mit der sinnfreien Ziffer „5“ kann in dem inzwischen vollbesetzten Behindertenabteil nicht gefunden werden. FrauBü ist am Boden zerstört, doch das freundliche Personal der Deutschen Bahn vermag sie auf die Endreinigung des ICEs zu vertrösten. Doch auch diese Hoffnung wird enttäuscht.
Erst einen Tag nach der grausamen Tat entkommt FrauBü der Lethargie des Schocks und sperrt ihre Kreditkarten und EC-Karten. Trotzig will sie aber keinen neuen Personalausweis bestellen und legt tapfer den morgendlichen Weg zu ihrem Arbeitsplatz zu Fuß zurück, auf dem sie einige zig Meter Höhenunterschied bewältigt ohne als vor Schweiß triefendes und stinkendes Kollegenschwein abgestempelt zu werden.
Drei Tage nach dem Verlust des hochgeschätzten, schwarzen Geldbeutels mit einer silbernen Schnalle für den externen Kleingeldbeutel, einem seitlich ausklappbarem Klarsichtfach, einem Aufkleber auf der Innenseite mit der sinnfreien Ziffer „5“ und einem Druckknopf erhebt sich ein Klingelton durch die traurige Heimstätte Bü – Ballerhach (Name zum Schutz der Person verfremdet) verheißungsvoll. Und tatsächlich, der hochgeschätzte, schwarze Geldbeutel mit einer silbernen Schnalle für den externen Kleingeldbeutel, einem seitlich ausklappbaren Klarsichtfach, einem Aufkleber auf der Innenseite mit der sinnfreien Ziffer „5“, einem Druckknopf und inzwischen vollkommen bargeldfrei ist in einem ICE auf der Strecke München – Ulm gefunden worden. Schon wenige Tage später sind FrauBü und ihr bargeldfreier Geldbeutel wieder vereint. „Hauptsache er ist wieder da!“ sagte FrauBü und wischt sich eine kleine Träne aus dem Auge. Wenigstens muss sie nun nicht mehr zur Arbeit laufen.

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