Frage zu Fahrrad-Kinder-Anhänger

15. Oktober 2012 um 10:47 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Ich bin mir nicht sicher, ob ich jemals im Leben wirklich ein eigenes Fahrrad besessen habe (oder immer nur das vom Bruder aufgetragen habe), mit Gewissheit kann ich aber sagen, dass ich in den letzten 15 Jahren nur ausnahmsweise im Urlaub mal auf so einem Teil saß und nicht wirklichd er Fahrrad-Typ bin.
Mit dem Umzug “aufs Land” (und auch “ins Flachland”), wo die Geschäfte alle weiter weg sind und der Arbeitsplatz dazu auch noch in Fahrrad-Reichweite liegt, wird sich das aber nun ändern und ein Fahrrad steht ganz oben auf der Anschaffungsliste.
Direkt darunter steht dann ein Kinderanhänger, mit Platz genug für zwei Kinder und noch Stauraum für Picknickzeug oder so.

Und wenn man sich nun hier in Ulm und Umgebung mal umschaut, fällt auf, das 95% aller Eltern dabei einen Anhänger der Marke Croozer nutzen. Und wenn man sich dann im Netz umschaut, fällt auf, dass diese Teile mit knapp 400€ (ohne Extras, wie Babyschale etc.) doch alles andere als günstig sind.
Da fragt man sich dann nicht nur, wie gut es allen Ulmern doch gehen muss (oder, wie viel günstiger die Second-Hand sind), sondern auch, ob die das Geld wirklich wert sind, oder ob es auch günstigere Anhänger gibt, die qualitativ genau so gut sind.

Nur bringt es nichts, wenn ich mich das selber frage, darum frage ich das alles nun mal euch. Also, wer hat Ahnung, Erfahrung oder will einfach nur mal was sagen?

 
Oliver de Neidels:

Das interessiert mich auch und ich schreibe diesen Kommentar nur, weil ich auch auf der Suche nach einer Antwort bin.

Und das mit den Croozer-Anhängern kann ich auch nur bestätigen. Sogar in der armen Region, in der ich wohne, können sich alle sowas leisten.

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Alexander:

Die Frage ist: Braucht man das Ding wirklich?

Auch wir haben lange damit schwanger getragen (allerdings in der Stadt, ändert aber wenig), ob wir einen solchen Anhänger denn brauchen. Am Ende haben wir es sein lassen. Warum? 1. Weil es ein komisches Gefühl ist die Kinder auf Radnaben-Höhe durch den Verkehr zu ziehen. 2. Weil die effektive Zeit, in der man es nutzt, eigentlich viel zu schnell vorbei ist. Am Ende haben wir uns für einen “Roemer Jockey” entschieden und haben das nie bereut. Man ist viel näher mit dem Kind zusammen und kann so auch miteinander quatschen und Spaß machen. Und die Sache mit dem Gepäck löst man dann konventionell mit Korb oder Satteltaschen.

Ok, sowas wäre dann natürlich schon cool:
http://preiswerte-fahrradteile.....ch-Delight

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Alexander:

Btw. …

Vor einem Jahr
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Vor zwei Jahren
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Vor drei Jahren
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Vor vier Jahren
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Vor fünf Jahren
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Oliver de Neidels:

@Alexander: Für ein einzelnes Kind reicht uns bisher auch ein Kindersitz auf dem Gepäckträger, aber mit zwei Kindern ist es dann schon schwierig.

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Alexander:

@Oliver de Neidels: Klar, richtig. Aber wie nah sind denn die Kids? Bei uns waren es knapp über 2 Jahre auseinander, da war die “gemeinsame” Zeit für sowas schon sehr knapp. Zudem: Die beiden Kids müssen sich dann auch “vertragen” … ;-)

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donvanone:

@Alexander: Hm, ne, ist glaub für uns keien Alternative.
Denn da geht dann eben nur ein Kind pro Rad, was aber nicht immer der Fall sein wird. Ist ja nicht nur für Ausflüge gedacht, wo im Idelafall beide Eltern dabei sind, sondern eben auch für Besorgungen ohne Auto, die man alleine tätigt.
Desweiteren sehe ich bei so einem Anhänger den Vorteil, dass man den auch ohne Rad nutzen kann. Also: Ausflug, Kind schläft ein, dann Anhänger als (vermutlich überdimensionierten und unhandlichen) Kinderwagen, statt das schlafende Kind auf dem Rad-Jockes zu balancieren…
Zum “Vor x Jahren”: Müsste daran liegen, dass ich alle Beiträge, die älter sind als ca. 2 Jahre wegen Urheberrechtszeug erstmal rausgenommen habe und in der Zeit dazwischen eben sehr wenig gebloggt habe…

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Alexander:

@donvanone: Du, das mit dem Bloggen kenn ich. Eher mehr so ein Wink, dass dann so eine dezidierte Auflistung in der Sidebar den Effekt hat.

Die Argumentation mit dem Hänger ist einleuchtend, ich bin ja auch kein Vertreter von Roemer. :-)
Wobei ich dann wahrscheinlich doch mehr zum Dreirad mit Doppelsitz vorne gegriffen hätte. Bekannter hatte so ein Ding neulich mit E-Motor, das war dann schon ein vollwertiges Transport-Gerät, auch wenn die Kids dann schon älter sind.

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donvanone:

@Alexander: Normalerweise hatte die schon Sinn gemacht, weil es eigentlich keinen Tag gibt, an dem das so aussieht (und ich da eben gerne drin stöber), jetzt, mit dem rigoros beschnittenen Archiv macht es aber tatsächlich keinen Sinn und ist rausgeflogen (wie vieles andere, was ich auch schon lange rauswerfen wollte).
Zurück zum Thema: Warum war bei einem Altersabstand von zwei Jahren die “gemeinsame” Zeit sehr knapp? Weil das ältere Kind dann selber fahren wollte?
Und was genau ist ein “Dreirad mit Doppelsitz vorne”?

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Alexander:

@donvanone: Jetzt hab ich auch noch die Sidebar verändert. :-)

Zum Thema: Genau. Weil die Kids ja selbst fahren wollen und sollen. Vor allem mit den Laufrädern (http://amzn.to/RtXZWA) geht das ja schon früh los und die Kids sind damit auch schnell unterwegs. So ein Ausflug war (bei uns) meist weniger ein Aktion um die Eltern zu beschäftigen, sondern eher die Kinder. :-) Und so ne Stunde hinten im Hänger ist ja auch kein reines Vergnügen.

Wegen dem Dreirad frag ich mal meinen Freund, was das genau war.

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donvanone:

@Alexander: Sohnvanone ist von seinem Laufrad noch nicht wirklich zu überzeugen. Er hat es seit nem halben Jahr und hat es bisher erst zweimal länger als 10 Sekunden genutzt, da ist noch einiges an Aufbauarbeit zu leisten (momentan tun mir alle Knochen weh, weil ich gestern mit dem Teil um den Block gefahren bin, während er das Bobbycar nutze (das auch ein Jahr lang vor sich hin staubte. Wobei es halt auch so ist, dass wir erst jetzt am Haus wirklich genug sicheren Platz zum Fahren haben)).
Und es geht auch weniger um “Beschäftigungsaktionen”, sondern mehr um notwendige Fahrten (Einkaufen etc.), die auch mal mit müden Kindern oder bei Regen getätigt werden müssen.
Wenn Sohnvanone dann selber nebenher fahren will und ich einen freien Platz hinten drin habe und weniger Gewicht ziehen muss, sag ich da dann selbstverständlich nicht nein (wohlwissend, dass dann ab einem Gewissen Punkt der Sohn inkl. Laufrad im Hänger liegt…)

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Alexander:

@donvanone: Klar. Am Ende muss es auch immer zum geplanten Nutzen passen. In der Stadt sind dann vielleicht auch die Wege kürzer. Zudem war mein Großer ziemlich schnell und begeistert dabei.

Hier der Link vom Freund in Sachen Dreirad: Sensationelle Dinger!
http://bakfiets.nl/de/

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Olli:

@Alexander: Jaaaa – wobei ich die langen Dinger (http://www.bakfiets.nl/de/mode.....e_long.php) noch cooler finde als die Dreiräder. Also alleine die Räder wären ein Grund für Kinder… (-;

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Seb:

In Holland hatten wir auch einen Croozer.
Wir waren überzeugt!

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Roland:

Der Croozer ist so verbreitet, weil er vergleichsweise billig ist. In den Tests schneidet er nicht einmal gut ab (z.B. beim ADAC). Aber die meisten mit “Gut” bewerteten Anhänger sind gleich mal doppelt so teuer.
Wir sind mit dem Croozer ganz zufrieden (vor allem auch mit dem Babyeinsatz – gibt’s nicht zu jedem Anhänger). Und grad’ zum Einkaufen oder für eine kleine (für Lu aber doch noch zu lange) Radtour reicht’s allemal.

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Roland:

Ach ja, der Kindercar scheint auch noch relativ verbreitet zu sein. Wenn ich mich richtig erinnere gibt’s den eben auch mit Hartschalencase. Ist aber auch eher so bei 800€ angesiedelt.

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donvanone:

@Olli: Kann deine Begeisterung nicht wirklich teilen…
@Seb: Auch für 400€ überzeugt?
@Roland: Schneidet ja sogar nicht nur “nicht einmal gut”, sondern sogar “mangelhaft” ab.
Aber wenn ich da im Video (auf die Einzelartikel beim ADAC hab ich keinen Zugriff) sehe, dass manche bei Regen komplett undicht sind, befürchte ich, dass die Teile um die 100€, die immer mal wieder angeboten werden (Amazon hat auch ne Reihe davon) noch deutlich schlechter sein können (zumal der Croozer ja wohl wegen der Schadstoffbelastung so abgewertet wurde, das wird auf die Billigteile sicher auch immer zutreffen).
Der Babyeinsatz ist dann aber tatsächlich noch so ein Punkt, der die Auswahl deutlich eingrenzt, da scheinen die ganzen Billigteile eh schon rauszufallen.
Die Aussage “Bei den beiden Anhängern der Marke Croozer zeigten sich am Ende des Dauerhaltbarkeitsversuches Ermüdungserscheinungen im Chassis.” beim ADAC spricht dann allerdings wieder gegen Second-Hand, was immerhin so etwa 200€ ersparen könnte (aktuell wird einer 40km von uns für 150€ angeboten)…

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Martin:

@donvanone: Wir waren im Fahrrad-Laden und haben uns die Hänger live angeguckt. Die ganz billigen (100-200 €) sind klapprig, haben Null Federung und auch in der Regel keinen Kofferraum.
Nächste Stufe ist der Croozer, preisliches Mittelfeld (400€). Die Verarbeitung deutlich besser, aber auch keine Federrung. Allerdings ist die Sitzbank nicht starr mit der Achse verbunden, und alles ist irgendwie aus Stoff, wodurch es dann wohl doch etwas federt. Den Croozer kann man auch als Kinderwagen verwenden und man hat noch ordentlich Kofferraum für sonstiges Zeugs.
Dann gibt’s noch die Luxus-Modelle ab 800€ mit noch besserer Qualität, Federung, Kofferraum. Die sind aber aus Kostengründen nicht in Frage gekommen.

Just am gleichen Abend haben wir im Internet einen gebrauchten (für 2 Kinder) in der Nähe für 200€ gesehen und zugeschlagen. Wir sind sehr zufrieden damit, die Kinder lieben den Hänger auch. Und wirklich wichtig ist der Kofferraum. Man hat ja doch außer den Kindern in der Regel einiges, was es mitzuschleppen gilt. Waren erst kürzlich mit 2 Kindern unterwegs, im Anhänger war dann noch der Buggy, Wickeltasche, Ersatzklamotten, Verpflegung.
Den Croozer können wir empfehlen, bei Regen haben wir allerdings noch nicht getestet.

Was man bei den gebrauchten beachten muss: 2009 oder 2010 gab es einen Modell-Wechsel. Der aktuelle Hänger hat einen anderen Rahmen (sieht insgesamt stabiler aus). Wenn man gebraucht ein altes Modell kauft und keinen Klein-Kinder-Einsatz mitbekommt, kann man den nicht mehr im Laden kaufen. Der Kleinkinder-Einsatz für das aktuelle Modell passt nicht und die alternativen Babyschalen sind Mist und völlig überteuert. Wobei das Kind auch schon ordentlich sitzen können sollte, wenn es im Anhänger mitfahren will…

Viele Grüße
Martin

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kaline:

Wir fahren seit fast 2 Jahren mit dem croozer durch die Lande und sind sehr zufrieden. Unser Kind fährt gerne mit und kommt immer trocken zur Kita (was im Münsterland keine Selbstverständlichkeit ist!)
Wir können den Anhänger nur weiterempfehlen.
Und zu den Kosten: Wir haben ihn uns von Familienmotgliedern sponsor’n lassen. Geldsammlung von allen Omas,Opas, Tanten etc.. So haben wir im Endeffekt nur noch 50€ gezahlt 😉

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