Foto auf Acrylglas von Prentu – Mit Gewinnspiel

12. April 2012 um 09:51 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Gibt es was schöneres, als eine Anfrage in seinem Postfach zu finden, ob man nicht mal wieder ein Fotoprodukt testen will und auf dem Blog darüber zu berichten? Nein, erst Recht nicht als HSV-Fan, wo man gerade sehr wenig zu lachen hat.
Fotoleinwand, Poster und Foto unter Acrylglas hatte ich ja schon mal ausprobiert und da mit unsere Wohnung voll gehangen. Wie praktisch, dass wir jetzt ein Häusle bauen, wo es noch viel mehr Wände gibt, die gefüllt werden wollen. Da kam die Anfrage von Prentu genau richtig.
Das Problem war dann aber erst einmal, eine Entscheidung zu fällen, was wir überhaupt haben wollen, denn das Angebot von Prentu ist dann doch recht ausgefallen. Eine Fototapete fürs Haus? Ein Fotopuzzle für Sohnvanone? (Für den Babybody ist er ja jetzt zu groß…) Platzdeckchen oder Bierdeckel für die Einzugsparty? Stutzig wurde ich bei “Foto auf Acrylglas”, da ich bisher nur “Foto unter Acrylglas” kannte. Und als wir dann mal wieder eine Runde in einem Baumarkt drehten, um uns Fliesen und anderes Zeug anzuschauen, entdeckten wir dann auch eben solche Bilder an der Wand. Und waren sofort begeistert.
Der Clou an diesen Bildern auf Acrylglas ist, dass diese eben nicht auf Papier gedruckt werden, welches dann unter das Glas kommt, sondern direkt auf (bzw. doch “unter”, da es von hinten passiert) das Glas gedruckt werden. Dadurch sind die Bilder lichtdurchlässig und erhalten so richtig schön strahlende Farben, als wären sie von hinten beleuchtet (als ich meiner Familie die fertigen Bilder zeigte, hielten die diese direkt mal vors Licht und meinten, ich solle eine Lampe draus basteln. Will ich aber nicht die strahlen auch schon von alleine ganz gut).
Und so war klar, dass wir das mal testen mussten. Nach reiflicher Überlegung (im Baumarkt hatten uns vor allem die hellen Quallen auf dunklem Grund gut gefallen, da da der Knall-Effekt besonders gut raus kam, nochmal Unterwasserfotos wollten wir dann aber doch nicht machen, zumal wir keines mit dieser Charakteristik auf Lager haben) entschieden wir uns dann für mehrere Bilder, nämlich ein Portrait von jedem Familienmitglied, welche dann (vermutlich) das Treppenhaus schmücken sollen (die Reihe darf dann noch wachsen, durch die begrenzte Länge der Treppe ist dann der Familienplanung aber auch irgendwann mal ein definitives Ende gesetzt). Damit das ganze aber nicht zu spießig und langweilig wird, haben wir uns für eher ungewöhnlichere Motive entschieden und diese in Kontrast und Farbgebung ein wenig verstärkt, um den Acrylglas-Faktor noch zu verstärken.
Mittwoch Abends haben wir dann bestellt (dazu gleich mehr), Donnerstag Mittag kam die Versandbestätigung (aus den Niederlanden) und am Freitag waren die Acrylbilder auch schon da, inklusive Aufhängung (welches das Bild dann quasi an die Wand drückt, einfach mal hier anschauen. Wie gut das funktioniert, kann ich dann erst sagen, wenn das Treppenhaus fertig ist).

Und so sehen zwei der drei Bilder aus:

Kommt auf dem Foto jetzt nicht wirklich gut rüber, aber mir gefallen sie sehr gut!

Die Acrylglasbilder waren aber nicht das einzige, das ich bestellt habe. Meine Gutschrift war zwar aufgebraucht, aber als neu registrierter Kunde bekommt man momentan noch 50% Rabatt auf die erste Bestellung (dazu auch gleich noch mehr), was uns dann auch sehr gut in den Kram passte, denn zu Ostern wollten wir mal wieder eine Runde Sohnvanone-Fotobücher für die Familie schmeißen. Die ersten zwei Ausgaben habe ich bei einem anderen Anbieter machen lassen und war beide Male sehr enttäuscht. Der Beschnitt war eine Katastrophe (teilweise musste ich reklamieren, weil es überhaupt nicht ging), die Software ein Graus und die Wartezeit auf das Produkt ewig lang. Warum ich beim zweiten Mal doch da bestellt habe: Der Preis. Der war nämlich sehr gut. Und unser bevorzugtes Handtaschenformat (10×15) gibt es auch eher selten als Fotobuch.
Und eben solche gibt es auch bei Prentu. Anders als bei unseren bisherigen Büchern sind die Seiten hier schön dickes Papier, was das Blättern angenehmer macht, aber halt auch mehr Platz in der Handtasche wegnimmt. Geschmackssache…
Und da das Fotobuch sehr schnell fertig werden musste (man denkt an sowas ja immer viel zu spät), war ich dann auch von dem Erstellprozess sehr angetan: Die einzelnen Seiten hab ich mir selber in Photoshop zusammengebastelt (diese Online-Lösungen finde ich immer sehr krampfig und in Photoshop bin ich sehr schnell) und dann diese nur noch als einzelne Bilder hochgeladen. Dann auf “Buch erstellen” klicken und fertig. Also fast. Dummerweise hatte der die Seiten nicht nach Dateinamen, sondern nach Erstellungsdatum sortiert, mit der neuesten Datei vorne, also komplett falsch rum. War aber auch schnell korrigiert.
Man hätte da dann nachträglich auch noch mit einem Online-Tool rangehen können, aber ich hatte ja alles schon perfekt vorbereitet, also war das Buch tatsächlich in wenigen Minuten bestellfertig. Auch das: Ein Traum. Und der Preis ist selbst ohne die 50% Rabatt nicht übertrieben, so dass ich mir gut vorstellen kann, dass die nächsten Bücher der Sohnvanone-Reihe auch von Prentu kommen. Denn qualitativ gab es bei denen auch nichts zu meckern. Einziger Wermutstropfen: Den Buchrücken kann man nur mit Text versehen, da gibt es kein Bild. Eigentlich hatte ich aber “immer” ein Bild von vorne bis hinten über den Rücken fortlaufend als Stilelement gewählt. Naja, ist es halt kurz unterbrochen, ist zu verkraften.

Nach all der Lobhudelei nun aber noch ein wenig Kritik:
Als Elterngeldempfänger, der zugleich auf Angestelltenbasis als auch Selbständig arbeitet, kenne ich mich ja mit hochkomplizierten Berechnungsprozessen sehr gut aus. Warum das aber bei der Versandkostenberechnung bei Online-Foto-Bestellseiten auch so sein muss (und damit beziehe ich mich nicht nur auf Prentu, das ist eine allgemeine Seuche) ist mir vollkommen unverständlich. Zumal es bei Prentu eigentlich eine einfache Lösung gäbe, denn die machen das alles noch komplizierter.
Bestellt habe ich bei Prentu ja drei Acrylglasbilder und einige Fotobücher (10, um genau zu sein). Die 50% Rabatt konnte ich aber nur auf die Fotobücher anwenden, da man bei Prentu immer nur ein Produkt einzeln bestellen kann. Jedes Acrylglasfoto war also eine eigene Bestellung, eine weitere beinhaltete die 10 Fotobücher. Das bedeutet dann auch, dass ich vier mal die Bearbeitungsgebühr von 0.99€ zahlen musste (wobei.. ich sehe gerade, dass ich das merkwürdigerweise nicht musste. Bei Bestellungen, die ich komplett über die Gutschrift bezahlen konnte (bei der dritten musste ich noch draufzahlen, die vierte dann komplett selber) fehlt die Bearbeitungsgebühr. Merkwürdig…).
Die Versandkosten fielen dann pro Produkt an (die Höhe ist dann wieder abhängig von dem Produkt an sich, siehe diese lange Liste), also bei den 10 Fotobüchern dann auch zehn Mal. Was nur folgerichtig ist, denn diese 10 Fotobücher wurden jeweils einzeln verschickt (ich musste also meine 13 Artikel, die ich auf einmal bestellen wollte, in 3 Bestellungen packen und bekam sie am Ende verteilt über mehrere Tage in 13 Päckchen (zugestellt von 2 verschiedenen Versendern) zugeschickt).
Prentu begründet das damit, dass es für sie günstiger ist, die Dinger direkt zu verschicken, statt manuell die Produkte zu einem Paket zusammenzustellen. Dadurch wären dann die günstigeren Produktpreise möglich.
Ob das nun aus ökologischer Sicht der Bringer ist, ist zu bezweifeln, in so einem Wettbewerb zählt aber nunmal nur der Preis.
Wenn man aber eh für jedes Produkt die Versandkosten extra zahlen muss, warum sagt man dann nicht einfach “ohne Versandkosten” und schlägt den Preis beim Produkt auf. Klar, weil das für den Kunden dann wieder teurer aussieht, aber wie wäre es mit dem “transparente Kosten, hier brauchen sie kein Studium um ihren Endpreis zu ermitteln”-Weg? Ich persönlich fände es deutlich besser, denn gerade bei dieser Bestellung mit Gutschrift, 50%-Rabatt und verschiedenen Produkten hatte ich nur eine vage Ahnung, was da am Ende preislich bei rauskommt.

Der Versand eines jeden Päckchens wurde übrigens auch per Mail bestätigt, weswegen mein Postfach dann so aussah:

Die ersten 10 Bestellbestätigungen sind übrigens die Bücher, dann kommen die Acrylglasbilder. Hier finde ich es wieder lobenswert, dass nach der ersten Bestätigung eine gute Viertelstunde Pause ist, bevor die weiteren 9 Bestätigungen in rascher Folge eintreffen. Das zeigt nämlich, dass der erste Druck erst einmal einer Qualitätskontrolle unterzogen wurde, bevor die anderen Bücher in den Druck gingen.

Halten wir fest: Verdandkostenwirrwarr verbesserungswürdig, Angebot, Qualität und Preis stimmen aber und haben mich überzeugt. Werde hier sicher auch in Zukunft noch bestellen.

Und das könnt ihr auch. Denn neben der Gutschrift für meine Testbestellung habe ich auch noch einen 30€ Rabattcode für einen meiner Leser rausgehandelt.
Wenn ihr diesen gewinnen wollt, schreibt mir einfach, für was ihr ein Produkt von Prentu ihr euch entscheiden würdet und am liebsten noch, was für ein Foto da dann drauf käme. Der Gewinner wird dann per Los ermittelt. Ich gebe euch genau etwa (da war auf einmal das Internet weg, als ich den Beitrag veröffentlichen wollte…) eine Woche Zeit, alle Kommentare, die bis zum 18.04. um 23:59 eingehen, nehmen an der Verlosung teil.

 
Olli:

Hm, klingt gut – da würde ich mich wohl auch für das Acrylglasfoto entscheiden. Mit welchem Motiv? Ganz genau weiß ich es nicht, habe gerade nur eine beschränkte Auswahl da, aber wohl vom letzten Ausflug in die USA, sehr wahrscheinlich ein Bild der Wave (oder aus dem Death Valley, aber da ich nur ein Bild anhängen darf gibt’s jetzt auch nur die Wave zu sehen! (-; )

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Olli:

Nachtrag: Aber ja, volle Zustimmung bei den unübersichtlichen Preislisten – das scheint eine Bedingung zu sein, um überhaupt ein Fotolabor betreiben zu dürfen… )-:
Ach, und dann nutze ich doch gleich die Gelegenheit und hänge das Bild vom Racetrack Playa im Death Valley an!

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donvanone:

@Olli: Wow, das erste Bild ist richtig klasse. Und für Acrylglas quasi wie gemacht. Das zweite Bild würde ich eher auf einer Leinwand sehen.

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madonha:

Hab auch Lust auf Acrylglas. Zeige mal ein Foto, was ich mir sehr gut darauf vorstellen könnte.

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madonha:

Dieses Bild würde mir auch noch auf Acryl gefallen.

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Padonha:

Island-Impression – würde sich auch sehr gut auf Acryl machen

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Kerstin:

WOW, Olli, ich bin voll neidisch auf dein WAVE-Bild, wir wollten da auch gern hin, haben aber bei der Verlosung keine Tickets bekommen :-(
Ich würde deswegen ein Foto vom Monterey Bay Aquarium nehmen und auf Acrylglas drucken wollen:


by silberonyx, on Flickr

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donvanone:

So, das ist dann ja wohl eher eine maue Teilnahme, würde ich mal sagen (was ich einfach mal darauf schiebe, dass man von Foto-Gutscheinen,Rabat-Aktionen und Sondersachen schon so erschlagen wird, wenn man bei 1-2 Fotoanbietern mal versehentlich den Newsletter bestellt hat, dass man da schon gar keinen Bock mehr drauf hat. Geht zumindest mir so).
Kerstin, die eigentlich erst nach “Einsendeschluss” kommentiert hat, darf mit ihrem schicken Foto (das ebenfalls wie für ein Acrylbild gemacht ist) trotzdem noch an der Verlosung teilnehmen, denn das geht ziemlich sicher auf meine Kappe. Ich dachte nämlich, dass am Donnerstag Abend erst Einsendeschluss wäre und hab am Donnerstag für 20 Sekunden (bis ich den Fehler gemerkt habe) nochmal auf Facebook und Twitter zur Teilnahme aufgerufen…

Und da mir alle 4 Teilnehmer persönlich bekannt sind und ich mir keine Schiebung vorwerfen lassen will, machen wir mal wieder eine ganz transparente Verlosung.
Heute finden ja noch zwei Bundesliga-Spiele statt (Augsburg-Schalke und Hannover-Freiburg).
Multipliziert man das Produkt der Tore aus beiden Spielen und addiert man dazu die Summe aller Tore, so erhält man eine Zahl, sagen wir mal “x”. Dann gibt “(x mod 4) + 1)” eine Zahl zwischen 1 und 4. Diese Zahl bestimmt dann den Gewinner, mit 1=Olli, 2=Madonha, 3=padonha und 4=Kerstin.

Beispiel:
Augsburg – Schalke: 0 : 1
Hannover – Freiburg 3 : 2

x = (0*1) * (3*2) + (0+1+3+2) = 0*6+6 = 6
x mod 4 +1 = 3

Damit hätte padonha gewonnen und er würde sich zudem freuen, dass Augsburg verloren hat.
So kompliziert, so klar, oder?

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Olli:

@donvanone: Also an Deinen Zufallsalgorithmen musste nochmal arbeiten! (-;

@padonha: Glückwunsch, wenn ich das richtig sehe gibt’s bald Island-Impressionen auf Acrylglas!

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madonha:

@Kerstin: @Kerstin: Wäre der Preis nicht durch eine Verlosung vergeben worden, hätte für mich dieses Foto gewonnen. Wunderschöne, strahlende Farben und bemerkenswert anmutige Tiere, die man in der eigenen Phantasie nicht schöner malen könnte. Trotz der Bewegung im Bild, alles knackig scharf,ein Foto, das man sich gerne immer wieder ansieht.

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donvanone:

@Olli: Was hast du an meinem Zufallsalgorithmus auszusetzen?

Und ja, ich sehe es wie du, Padonha hat gewonnen. Ich an seiner Stelle würd mir die Bildauswahl nochmal überdenken, halte es für ein Acrylbild eher ungeeignet, wäre wie Ollis zweites Bild eher was für ne Leinwand. Oder doch nochmal nach nem ganz anderen Foto gucken.. Oder einfach machen, was er will…
Gutscheincode geht gleich per Mail raus.

@madonha: Ja, denke auch, dass das das acrylbildgeeignetste Foto ist, knapp hinter der Wave

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padonha:

Mein Auswahlbild wird bestimmt nicht in ein Acrylbild verwandelt – ich hatte leider auf meinem Laptop nur wenige Island-Bilder zur Verfügung. Mit diesem Bild sollte nur demonstriert werden, dass eifrig (über 10.000 Bilder) gearbeitet wurde.

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Olli:

@donvanone: Größter Kritikpunkt: der Algorithmus hat nen Gewinner != Olli ausgespuckt! (-;
Und ich glaube, dass die Gewinnchancen nicht gleichverteilt sind (auch wenn man davon ausgeht, dass die Tore “zufällig” fallen), da durch die Multiplikation gewisse “Modulos” öfter auftreten als andere – aber ganz sicher bin ich mir leider nicht…

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Olli:

@donvanone: Hm. Ich hoff, das kommt net falsch an. Ich wollte definitiv nicht rumstänkern, weil ich nicht gewonnen habe oder so, ich hoffe mal, dass da jetzt nicht der Eindruck entstand… (-;

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donvanone:

@Olli: Nein, kommt nicht falsch an, hab schon verstanden ;-)
Der Punkt, warum ich da am Anfang noch die Multiplikationen davor gesetzt habe, war, dass ich dachte, dass bei so zwei Spielen in der Regel so 2-3 Tore in Summe fallen, womit der Gewinner dann zwischen 2 Personen ausgemacht würde. Darum wollte ich noch ein wenig mehr Varianz reinbringen und hab ohne groß nachzurechnen einfach noch was davor geschrieben.
Und damit hab ich die sonst doch eher gleichverteilten Gewinnchancen (wenn man davon ausgeht, dass die Tore “zufällig” fallen) dann tatsächlich ins Ungleichgewicht gebracht.
Bei der “gleichverteilten” Variante (also nur “+”) wäre übrigens padonha leicht im Vorteil gewesen. Bei meiner Variante (“*+”) wechselt der Spieler mit der höchsten Gewinnchance abhängig davon, wie viele Tore man einer Mannschaft in einem Spiel maximal zutraut.
Ich hab das mal grafisch aufbereitet.
Da sieht man dann ganz klar, dass du etwas benachteiligt wurdest (sorry!), das ganze aber zu Gunsten von madonha und Kerstin verzerrt wurde, nicht zu Gunsten von padonha.

Ich werde an dem Algorithmus also weiter arbeiten müssen ;-)

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Kerstin:

@donvanone: Ich hab das mit deinem Einsendeschluss schon gelesen, und mir halt gedacht, Du hättest noch schnell spontan um einen Tag verlängert… Aber so ists auch ok :)

Herzlichen Glückwunsch an @padonha, viel Spaß bei der Auswahl eines geeigneten Fotos, das oben ist aber auch witzig :D

Vielen Dank @madonha für das Lob, mir gefällt das Bild auch super und bei ca. 20.000 Fotos der USA-Reise muss ja was dabei sein ;)

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yhm:

@Olli: Wenn doch nur jemand hier wäre, der sich mit sowas auskennt…
Keiner? Na dann müsst ihr wohl mit mir Vorlieb nehmen.

Eins vorneweg: Ich kenne keinen der vier Teilnehmer persönlich und finde die Idee, dass die Profifussballer das entscheiden sollen klasse. Aber Ollis Frage nach der Verteilung der Gewinnchancen hat mich auch interessiert und so habe ich etwas recherchiert.

Obwohl vermutlich kaum einer der Beteiligten weiß, was eine Poisson-Verteilung ist, schießen diese Fussballer wohl doch ziemlich genau gemäß dieser Zufallsverteilung ihre Tore. Mehr dazu steht bei Wikipedia.

Also bin ich davon ausgegangen, dass die vier Mannschaften Poisson-verteilte Tore schießen. Als Erwartungswert habe ich wie von Wikipedia empfohlen die mittlere Anzahl der geschossenen Tore der letzten Spiele (hier: der laufenden Saison) genommen.

Damit lässt sich ziemlich schnell die Wahrscheinlichkeit berechnen, dass bei dem Multiplikationsteil des Zufallsgenerators eine 0 herauskommt, bzw. die Wahrscheinlichkeit, dass keine Null herauskommt. Dafür sollten alle vier Mannschaften mindestens ein Tor schießen. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist ca. 29%. Also spielt in über 2/3 der Fälle der Multiplikationsteil keine Rolle. Dabei geht man davon aus, dass die Mannschaften die Tore unabhängig voneinander schießen. Genauso wie die Poisson-Verteilung ist das eine Näherung der Realität, aber eben das Beste was man so auf die Schnelle machen kann.

Bevor ich angefangen habe zu rechnen, war ich der Meinung, dass sich die Gewinnwahrscheinlichkeiten unterscheiden und dass die Ursache dafür nicht der Multiplikationsteil, sondern die fehlende Gleichverteilung der Spielergebnisse ist. Wie sich herausgestellt hat, lag ich damit aber nur teilweise richtig.

Zunächst habe ich 10000 Spiele der vier Mannschaften mit Poisson-Verteilung (s.o.) simuliert. Bei ca. 29% spielte (wie von der Theorie vorhergesagt) der Multiplikationsteil keine Rolle. Dann habe ich für diese 10000 Spiele jeweils den Gewinner des Gewinnspiels berechnen lassen. Und siehe da: Olli gewinnt ca. 22%, madonha ca. 28%, padonha ca. 23% und Kerstin ca. 26% der 10000 Spiele (das fehlende Prozent ist der Rundung geschuldet).

Ohne Multiplikation (aber mit Poisson-Verteilung) hätten alle ca. 25% der Spiele gewonnen. Mit der Poissonverteilungsannahme und der Unabhängigkeit lässt sich das auch relativ einfach theoretisch nachrechnen und man bekommt folgende Gewinnwahrscheinlichkeiten:
25,14% für Olli, 24,90% für madonha, 24,86% für padonha, 25,09% für Kerstin. Nicht genau Gleichverteilung, aber nahe dran. Das liegt aber an der Auswahl der Vereine, hätte man z.B. nur Augsburg genommen wären die Wahrscheinlichkeiten für Olli und madonha wesentlich höher, die anderen wesentlich niedriger. Klar: Damit Kerstin gewinnt müsste Augsburg 3, 7 oder 11 Tore schießen.

Ohne Multiplikation wären die Chancen also ausgeglichener gewesen, ein Glück hat bei dem tatsächlichen Ergebnis die Multiplikation keine Rolle gespielt.

Für alle die jetzt immer noch nicht genug von Wahrscheinlichkeiten und co haben jetzt der zweite Teil meiner Überlegung: Was passiert, wenn man davon ausgeht, dass die Fussballer nur jeweils 0, 1, 2 oder 3 Tore schießen und das jeweils mit einer Wahrscheinlichkeit von 25% (also keine Poisson-Verteilung)?

Dafür habe ich alle möglichen Ergebnisse aufgelistet (256 Stück) und die Anzahl der Gewinne berechnet. Anders als ich vermutet hatte hängt es hier aber auch von der Multiplikation bei der Gewinnermittlung ab, wie die Chancen verteilt sind. Mit Multiplikation gewinnt in 56 von 256 Fällen Olli, in 80 von 256 madonha, in 56 von 256 padonha und in 64 von 256 Kerstin. Wieso das so ist, ist mir im Moment noch nicht ganz klar.

Summiert man dagegen nur die Anzahl der Tore auf, gewinnt jeder in 64 von 256 Fällen.

So, sollte tatsächlich jemand bis hier durchgehalten haben und auch noch Lust haben das selbst mit der kostenlosen Open-Source Statistiksoftware R auszuprobieren: Herzlichen Glückwunsch, Du hast soeben den Quelltext von meinen Versuchen gewonnen.


remove(list=ls())
#set.seed(23514)

l1 <- 35/32 #Augsburg
l2 <- 67/32 #Schalke
l3 <- 39/32 #Hannover
l4 <- 41/32 #Freiburg
lambda <- c(l1,l2,l3,l4)

#Wahrscheinlichkeit, dass keine 0 auftritt:
(1-exp(-l1))*(1-exp(-l2))*(1-exp(-l3))*(1-exp(-l4))

#Erwartungswert des Zufallsgenerators (bei Unabhaengigkeit):
#E(X1*X2*X3*X4 + X1+X2+X3+X4) = E(X1)*E(X2)*E(X3)*E(X4)+E(X1)+E(X2)+E(X3)+E(X4)
meanRes <- l1*l2*l3*l4+l1+l2+l3+l4
round(meanRes)%%4 + 1 #Gewinn madonha

#Simulation von 10000 Spielen mit Poissonverteilung
spiele <- matrix(c(rpois(10000,l1),rpois(10000,l2),rpois(10000,l3),rpois(10000,l4)),nrow=10000,ncol=4,byrow=F)

#Spiele bei denen keine 0 auftrat
multipl <- apply(spiele,1,prod)
sum(multipl!=0)

#Ergebnisse des Zufallsgenerators
winner <- (multipl + apply(spiele,1,sum))%%4+1 #mit Multiplikation
winner2 <- apply(spiele,1,sum)%%4+1 #ohne Multiplikation

#Anzahl Gewinne von 10000 mit Multiplikation
sum(winner==1) #Olli
sum(winner==2) #madonha
sum(winner==3) #padonha
sum(winner==4) #Kerstin

#Anzahl Gewinne von 10000 ohne Multiplikation
sum(winner2==1) #Olli
sum(winner2==2) #madonha
sum(winner2==3) #padonha
sum(winner2==4) #Kerstin

#theoretischer Wert, ohne Multiplikation
theo <- dpois(0:99,sum(lambda))
sum(theo[4*(1:25)-3]) #Gewinnwkt. Olli
sum(theo[4*(1:25)-2]) #Gewinnwkt. madonha
sum(theo[4*(1:25)-1]) #Gewinnwkt. padonha
sum(theo[4*(1:25)]) #Gewinnwkt. Kerstin

#Spiele mit Gleichverteilung, 256 moegliche Ergebnisse
spieleGleich <- matrix(c(rep(0,64),rep(1,64),rep(2,64),rep(3,64),rep(c(rep(0,16),rep(1,16),rep(2,16),rep(3,16)),4),rep(c(rep(0,4),rep(1,4),rep(2,4),rep(3,4)),16),rep(0:3,64)),nrow=256,ncol=4,byrow=F)

#Spiele bei denen keine 0 auftrat
multiplGleich <- apply(spieleGleich,1,prod)
sum(multiplGleich!=0)

#Ergebnisse des Zufallsgenerators
winnerGleich <- (multiplGleich + apply(spieleGleich,1,sum))%%4+1 #mit Multiplikation
winnerGleich2 <- apply(spieleGleich,1,sum)%%4+1 #ohne Multiplikation

#Anzahl Gewinne von 256 mit Multiplikation
sum(winnerGleich==1) #Olli
sum(winnerGleich==2) #madonha
sum(winnerGleich==3) #padonha
sum(winnerGleich==4) #Kerstin

#Anzahl Gewinne von 256 ohne Multiplikation
sum(winnerGleich2==1) #Olli
sum(winnerGleich2==2) #madonha
sum(winnerGleich2==3) #padonha
sum(winnerGleich2==4) #Kerstin

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yhm:

@donvanone: Oh, hätte ich die Seite nach der Mittagspause aktualisiert, hätte ich mir das wohl sparen können. Naja, schauen wir den Tatsachen ins Auge: Vermutlich hätte ich es trotzdem ausprobiert…

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donvanone:

@yhm: Ganz ehrlich: Ich hab gehofft, dass du diese Kommentare liest und dann mit genau so einer Antwort gerechnet. Wollte schon fast irgendwo (Twitter, oder ein extra Beitrag) auf die interessante Fragestellung hinweisen, nur damit du die nicht übersiehst…
hast du ganz ganz toll gemacht, beim nächsten Spieleabend kriegst du dann auch ein Leckerli, versprochen ;-)
Und hiermit ernenne ich dich dann auch zu meinem zukünftigen Gewinnspiel-Auslosungsverfahren-Gleichverteilungsbeauftragten, damit mir sowas nicht noch einmal passiert.
Und bei Gelegenheit müsste ich dann auch mal mein Plugin überprüfen, dass eigentlich bei zu langen untrennbaren Texten in Kommentaren eingreift, statt die einfach überstehen zu lassen. Aber nur “bei Gelegenheit”…

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Olli:

@yhm: Coole Sache, danke.
…joa, bis an die Stelle mit R bin ich durchaus gekommen aber da dann beschlossen, Dir einfach mal zu glauben. Jaja, ich weiß, mein Ehrgeiz sollte ein anderer sein, aber es gibt ja noch andere Dinge zu tun… (-;

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