Ernsthaft, UPS?

23. Februar 2011 um 13:34 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Ich wusste doch, dass es eine gute Idee ist, beim iPod Touch gleich noch so einen “AppleCare Protection Plan” mit zu kaufen.
Denn sonst hätte ich nie erfahren, dass UPS auch eine Elternberatungsstelle hat.

Aber der Reihe nach.
Nach Ablauf der “normalen” Garantie ging also mein Kopfhörer kaputt (rechts kam nix mehr) , dank dieses Super-Plans hatte ich hier dann aber trotzdem Anspruch auf eine “Reparatur” (also ein neues Kopfhörerset).

Das war dann auch schnell und unkompliziert in die Wege geleitet. Schon am nächsten Tag kam der neue Kopfhörer mit der Post. Muss ein Nachbar angenommen haben, denn Abends lag das Päckchen auf einmal vor unserer Wohnungstür. Hab ich kein Problem mit, Apple hatte mir das allerdings anders angekündigt:

 

Zum Schutz Ihrer Sendung gibt das von Apple beauftragte Transportunternehmen das Paket ausschließlich gegen eine Unterschrift heraus. Wenn Sie zum Zeitpunkt der Zustellung nicht anwesend sind, versucht das Transportunternehmen, die Sendung am nächsten Werktag erneut zuzustellen.

Naja…

Jetzt also nur noch den defekten Kopfhörer an Apple schicken, dazu lag dann auch Umschlag und Versandaufkleber für UPS dabei. Ich musste quasi nur noch den Umschlag füllen, Aufkleber drauf und bei der UPS anrufen, damit die vorbeikommen und ihn abholen.

Die nette Dame am Telefon meinte dann, dass ich das auch in Ulm abgeben könnte, statt es abholen zu lassen. “Klar, auch kein Problem. Wo denn?” – “Im Industriegebiet Donautal.” Hm… kann ich zwar vom Balkon hingucken, aber ohne Auto (das hat Frau Bü) doof und mit Auto eigentlich auch, denn da kurvt man schon ein Stück hin und eigentlich will ich da ja gar nicht hin. Außerdem bezahlt Apple die ja dafür, dass die das abholen. Also: “Ne, das geht nicht”. Brauch ihr ja nicht erklären, warum nicht. Zeit ist Geld, schließlich ist der Anruf ja auch nicht kostenlos.
Aber sofort aufgeben ist nicht ihre Art: “Ja aber das ist doch gleich um die Ecke…”.
Egal. Geht nicht!

“Wie viel wiegt es denn?” – “Quasi nichts. Unter 0,5kg” – “Na das ist ja ein richtiger Großauftrag”. Hallo? Ist das die Stelle, wo ich mich dafür entschuldigen muss, UPS zu nutzen?

Aber ok, sie würde es dann tatsächlich abholen lassen.
Wann ich denn morgen daheim wäre? “Den ganzen Tag.” – “Was macht man denn den ganzen Tag zuhause?”

Äh? Nochmal Hallo!? Versuche ich nicht gerade der optimale Kunde zu sein und vollkommen flexibel in die Route gesetzt werden zu können? Wäre ein 5-Minuten-Fenster lieber?

Aber ok, gehen wir mal drauf ein: “Aufs Kind aufpassen”. – “Aber das muss doch an die frische Luft…”

Aaaargh!

Weiter nett, aber detailarm bleiben: “Nein, ist krank”. Im Hintergrund müsste Sohnvanone husten. Sohnvanone hustet. Sie hört es. Und prompt: “Na, das hört sich jetzt aber nicht so schlimm an”…

Immerhin hat sie ihm am Ende noch eine gute Besserung gewünscht. Und vielleicht bringt der UPS-Mann ja morgen noch ne Packung Taschentücher mit. Oder das Jugendamt…

 
Madonha:

Stand up comedy ? Hört sich echt so an – euer Dialog! Schreibst ja bestimmt doch noch mal ein Buch, oder?

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donvanone:

@Madonha: Ja, hab auch überlegt, ob das ein Spaßanruf war. Aber dann ist mir eingefallen, dass ich ja die angerufen habe und nicht die mich…
Irgendwann meinte die auch, dass sie mich ganz schlecht verstehen würde.
Weil die um sie herum so laut wären…

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