Erfahrungen mit unserem DKB-Girokonto

24. Februar 2011 um 23:51 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

[Trigami-Review]

Ich hatte euch hier vor ca. 3,5 Jahren nach einer Bankempfehlung gefragt, gelandet bin ich dann, auch wegen euren Empfehlungen, bei der DKB.
Und da ja jetzt nicht jeder in solch einer tollen Lage ist, ein Blog zu haben, wo er Leute nach Bankempfehlungen fragen kann und dann auch noch so viele hilfreiche Antworten bekommt, ist es doch ganz praktisch, dass es Seiten wie topKonto.de gibt, auf denen Erfahrungsberichte zu Banken gesammelt werden und wo man sich dann ein gutes Bild von der aktuellen Bankenlage machen kann.

Aber um topKonto soll es hier jetzt primär gar nicht gehen, sondern eben um meine Erfahrungen mit meiner Bank, also der DKB.
Immerhin hatte ich ja jetzt 3,5 Jahre Zeit, mir das ganze mal genauer anzuschauen.

Also: Warum hab ich mich damals für die DKB entschieden?
Wer meinen oben verlinkten Empfehlungsgesuch liest, der wird sehen, dass ich die DKB schon vorher als möglichen Kandidaten im Hinterkopf hatte.
Hauptargument war hier für mich, dass ich mit der (kostenlosen) Visa-Karte weltweit gebührenfrei Geld abheben kann. Das ist schon eine deutliche Erleichterung. Meine erste Bank war eine, die in Deutschland schon gut vertreten ist, aber halt nicht an jeder Ecke. Für Auslandsreisen hieß das dann immer: So viel Bargeld einpacken, wie man vermutlich braucht, lieber noch ein wenig mehr. Und das ja sicher irgendwo verstecken.
Aber auch in der Heimat war es nicht immer leicht, denn je nachdem wo man gerade wohnt (als Student ist man ja doch öfter mal umgezogen) hat man da Glück oder Pech. Darum ging ich in der Studentenzeit dann zu einer anderen Bank über, die der Cash-Group angehört. Da hat man da tendenziell schonmal mehr Möglichkeiten, aber auch da kann man Pech haben und gerade solche Banken nicht in direkter Reichweite haben.
Und ich kann mich noch gut erinnern, wie Frau Bü und ich mal durch eine größere Stadt (Berlin? Hamburg?) geirrt sind und lauter Banken fanden, aber keine, die zur Cash-Group gehörte.
All das hat nun mit der DKB-Kreditkarte ein Ende. Ich gehe einfach zum nächstbesten Geldautomaten, checke, ob das Visa-Zeichen drauf ist (99% der Fälle) und heb mein Geld ab. Egal ob viel oder wenig: Ich zahl keine Gebühren.
Und ob Sri Lanka, Ägypten, Österreich oder sonstwo: Es hat immer ohne Probleme funktioniert.
Ok, bei der Sparkasse um die Ecke dürfen wir nicht abheben, da kostet es. Aber da das nicht die einzige Bank in der Nähe ist, ist das auch kein Problem. Das passiert einmal, dann achtet man immer auf das Visa-Zeichen…

Das zweite Hauptargument: Keine Gebühren.
Frau Bü und ich haben ein Gemeinschaftskonto und jeder von uns hat je eine EC-Karte (um bargeldlos zu bezahlen, Geld abheben würde Gebühren kosten) und eine Kreditkarte (zum Geld abheben). Alles kostenlos.
Dafür handelt es sich dann um eine reine Online-Bank, aber ich hab auch vorher eh alles nur online gemacht, was mit Banken zu tun hatte. Kontoauszüge sind digital eh viel besser zu handhaben.

Was sonst noch? Zinsen natürlich. Die waren damals auch ziemlich gut, momentan hab ich keinen Überblick, aber da die immer wieder ausgezeichnet werden, kann es so schlecht nicht sein,
Aktuell gibt es auf dem Internet-Konto (das ist das, auf welches man mit der EC-Karte zugreift) 0,5 % p.a. und auf dem Konto der DKB-VISA-Card 1,65 % p.a.
Da man auf das Geld auf dem Kreditkartenkonto jederzeit frei verfügen kann (also quasi ein Tagesgeldkonto, ist auch wirklich am nächsten Tag auf dem Internet-Konto), macht es Sinn, da einfach alles Geld hinzuschieben, was man gerade nicht auf dem “Internet-Konto” benötigt. Geht auch bequem mit Dauerauftrag. Und da dann nicht nur “Jeden Monat XX Euro rüberschieben”, sondern auch sowas wie “Immer zum 13. des Monats so viel Geld vom Internetkonto aufs Visa-Konto schieben, so dass auf dem Internetkonto noch XX Euro übrig sind”, was ganz praktisch ist, wenn man mal rausgefunden hat, wie viel Geld man im Monat braucht.

Viel mehr mache ich mit den Konten und der DKB dann auch schon gar nicht, ich kann also überhaupt nichts zum Service sagen, da ich den noch ne beansprucht habe.
Dinge wie Bausparverträge, Versicherungen, längerfristige Geldanlagen oder sonst so was mache ich nicht mit meiner Bank, sondern über einen unabhängigen Berater. Aber das ist ein anderes Thema.

Momentan gibt es laut topKonto.de verschiedene Prämien, wenn man sich für ein Konto der DKB entscheidet, wir haben damals keine bekommen, dafür aber die Person, die uns geworben hat. Würde ich jetzt jemanden werben, gäbe es da keine konkrete Sachprämie. sondern 15.000 DKB-Plus-Punkte aus dem Prämienprogramm. Diese Punkte bekommt man auch andauernd für irgendwelche Sachen, die man macht (bestimmte Umsätze für Einkäufe mit der VISA-Card, ein gewisses Guthaben auf den Konten, Abschluss von Festzinsanlagen und so weiter). Und die kann man dann in Prämien eintauschen.
Hab ich mich aber noch nicht wirklich mit auseinander gesetzt, ohne Kunden zu werben und größere Sachen abzuschließen, kommt man da aber auch nicht zu sonderlich vielen Punkten, so dass ich mir da auch gar keine Gedanken machen brauch…

So. Gibts auch noch negative Punkte? Nichts gravierendes.
Die EC-Karte ist so hässlich, dass die an Supermarktkassen von der Kassiererin gerne mal sehr ungläubig angeschaut wird, so nach dem Motto: “Ihren Fanclubausweis des Kleintierzuchtvereins nehmen wir aber nicht als Zahlungsmittel…”. es kam tatsächlich mal vor, dass ich denen erklären musste, dass das wirklich wirklich eine ganz normale EC-Karte ist…

Und dann ist das mit den Kontoauszügen noch etwas dämlich gelöst. Die bekommt man zwar online automatisch zugestellt, da sind die aber nicht dauerhaft gespeichert, sondern verschwinden nach einem Jahr wieder. Es sei denn, man markiert den Kontoauszug und “schiebt” ihn ins Archiv. Da bleibt er dann. Warum nicht einfach direkt ins Archiv legen? Oder mich entscheiden lassen, wo er per Default hingelegt werden soll.

Und an dieser Stelle mal ne Frage, die ich mir schon öfter gestellt habe: Warum ist es eigentlich so, dass man gerade bei den Webseiten, bei denen man ein besonders sicheres Passwort haben will, keine Sonderzeichen bei eben diesem benutzen darf? Ist zum Beispiel bei der DKB so, oder auch bei PayPal.
Trauen sich die Programmierer so wenig zu, das ganze so sicher zu bauen, dass man mit den Passwörtern keinen Scheiß anstellen kann?

Aber ok. Ihr merkt: Das Positive überwiegt deutlich, ich bin sehr zufrieden mit der DKB und würde die Entscheidung immer wieder so treffen.

Und damit endet dann auch mein DKB-Erfahrungsbericht und wir gehen nochmal zurück zu topKonto.de.

Dort gibt es nämlich momentan eine Amazon-Gutschein Aktio, bei der ihr genau das tun sollt, was ich hier auch getan habe, nämlich eure Erfahrungen mit eurer Bank mit anderen zu teilen. Als Dankeschön gibt es einen 10€-Amazon-Gutschein, wenn der Bericht auf topKonto.de veröffentlicht wird.

UPDATE: Neben den subjektiven Erfahrungsberichten gibt es auf topKonto.de auch noch einen rein objektiven Vergleich der Girokonten verschiedener Banken. Nachdem ich meinen Adblocker mal etwas gedrosselt habe, krieg ich den jetzt auch sogar angezeigt. Hier kriegt man nach einer kurzen Eingabe der prognostizierten Finanzbewegungen einen schnellen Überblick, welches Girokonto für einen das meiste Geld abwirft.
Und wer ist bei den Default-Angaben die Nummer 1? Genau: Die DKB.

 
Heiko:

Der Review passt ja perfekt – gerade such ich nämlich nach nem guten Gemeinschaftskonto :)

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Wolf:

sososo, keine Sonderzeichen im Passwort also… hmmmm…gut zu wissen…wie war nochmal die Kontonummer??

;-)

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Dany:

Ich habe selbst ein DKB Konto eröffnet und kann es jedem empfehlen. 50 Euro geschenkt, Weltweit kostenlos abheben und alles ging super schnell und einfach. Bin einfach nur begeistert.

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Georg:

Wer mit seinen DKB Punkten nichts anfangen kann oder will, dem biete ich an sie gegen Ablöse zu erwerben.

Ich biete 10.- für 10.000 Punkte.

Wer Interesse hat, kann sich gern bei mir melden.

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