Dringend: Anguckbefehl

10. August 2006 um 00:01 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Der Wald vor lauter BäumenHeute (Donnerstag, 10. August 2006) kommt um 22:45 Uhr  auf ARD der Film  “Der Wald vor lauter Bäumen”. Wenn ihr da noch nichts vor habt: ANGUCKEN! Wenn ihr schon was vorhabt: Aufnehmen und später angucken!
Zum Inhalt und Film brauch ich gar nicht so viel zu schreiben, das haben andere schon sehr gut getan:

 

Es ist nun wirklich kein Spaß, das Debüt „Der Wald vor lauter Bäumen“ der Hff-Absolventin Maren Ade zu sehen und dennoch geht von dem Film eine irre Faszination aus, die lange nachwirkt.

Quelle:  filmstarts.de
(Wertung: 8 von 10 Punkte)

 

Es gibt ja oft Szenen in Filmen, bei denen man vor Peinlichkeit nicht mehr hinschauen kann. Wenn die Protagonisten etwa unwissend in ihr Unglück rennen, der Zuschauer mehr weiß als die Helden auf der Leinwand, der die Liebesintrige nicht durchschaut – man kennt das. “Der Wald vor lauter Bäumen” aber ist eine einzige 90minütige Peinlichkeitsarie.
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“Der Wald vor lauter Bäumen” ist ein packendes, schmerzhaft realistisches und vor allem hervorragend ausgestattetes Sozialdrama, das aber auch den schnellen Lacher nicht verwehrt. Am meisten freilich erstaunt die Hauptdarstellerin, Eva Loebau. Entweder, was nicht zu hoffen ist, sie spielt sich selbst, oder man sollte schleunigst eine Empfehlung an die Academy abgeben, bevor die Nominierungen rausgehen.
Quelle:  schnitt.de

 

Man sieht die arme Protagonisten offenen Auges ins Messer laufen, kann nicht wirklich Mitleid haben und will sie doch die ganze Zeit in den Arm nehmen. Als dramaturgische Entscheidung entwickelt das viel Sog, als Kinoerfahrung Folterqualität.
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Die besten Szenen bestehen im kalten Beobachten, wie jemand beobachtet. Hier nimmt der Film dann auch cineastisch Haltung an. Sein schmieriger Reality-TV-Look a la “Lensen und Partner” macht Sinn, weil er keinen Charakter inspiziert, sondern einen Fall. Dessen Ausgang steht fest. Die Inszenierung des Endes jedoch ist so überraschend, ökonomisch, richtig, dass ihretwegen “Der Wald vor lauter Bäumen” sehenswert ist.
Quelle:  filmtext.com

Ich kann euch aber noch sagen, dass ich nach dem Film ziemlich verstört war und mich am liebsten bei all meinen Lehrern aus der Schulzeit entschuldigt hätte. Mittlerweile hab ich den Film schon fünf mal gesehen (zweimal im Kino und dreimal noch auf DVD, weil ich ihn allen Leuten zeigen muss…) und kann immer noch lachen, weinen und über den Schluss nachdenken. Ein richtig krasser Film, der einen schier verzweifeln lässt. Mehr muss ich nicht sagen. Einfach angucken und danach hier für den Tipp bedanken…

 
Matthew:

100prozentige Zustimmung! Eva Löbaus Kampf mit der eigenen Unsicherheit in einer fremden Welt ist eines der seltenen Highlights im deutschen Film. Unsagbar, wie dieser Film allein im Vorbeizappen einen in den Bann zu ziehen vermag. Das Ende rundet den Film dann endgültig ab!

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Fluffi:

Oh schade, da war ich nicht da. Den hätte ich mir gerne noch mal angesehen. Hast du ihn aufgenommen?

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donvanone:

oben das Wort “DVD” mitbekommen? (Ist das eigentlich ein Wort) Hab ich bei mir im Regal stehen…

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