DonsFilmkritiken – Mai 08

31. Mai 2008 um 00:06 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Seit über einem Monat hat sich links in der Sidebar nichts mehr bei den Filmkritiken getan. Das lag aber nicht daran, dass ich keine Filme mehr gesehen hätte, sondern schlicht und einfach an meiner Faulheit. Da ich es aber ganz toll finde, all meine angeguckten Filme zu sammeln, musste ich es jetzt also nachtragen. Gar nicht so einfach, bei Filmen, die man vor einem Monat gesehen hat. Ich bin da doch so vergesslich. Außerdem wird einem bei so einer breiten Fächerung an Filmen klar, wie beschissen so ein Punktesystem denn ist. Denn man kann Filme einfach nicht pauschal vergleichen.
Egal. Jetzt hab ich die 13 Filme (4 davon im Kino, die anderen auf DVD) also nachgeholt und führe gleichzeitig (da die ja auch gar nicht alle in der Sidebar zu sehen sind und der Link zu allen Kritiken wird gerne mal übersehen…) was neues ein: Immer am Monatsende fasse ich die Filmkritiken in einem Beitrag zusammen. Dann kann man die nämlich auch kommentieren, was hier schon einmal gewünscht wurde.
Und schon gehts los:

 Unsere Erde (5/10)
Sehr enttäuschend. Klar, die Bilder sind toll, aber das waren sie auch schon in der Fernsehserie “Unser blauer Planet”. Was ich an den BBC-Filmen zu den TV-Mehrteilern immer mochte war, dass man nicht ständig von einem Sprecher zugelabert wurde, sondern sich voll und ganz den Bildern hingeben konnte, die mit perfekt passender (man denke nur mal an die Delphine in “Blue Water”) Musik untermalt waren. Wenn ich wissen will, was ich da sehe, guck ich mir die Fernsehteile an. Will ich aber nicht! Zumindest nicht im Kino, daheim hatte ich die Serie schon gesehen, was den Film nicht wirklich spannender machte. Und da Frau Bü und ich vorher eine anstrengende Wanderung über die Landesgartschau tätigten, schwenkten wir im Kino dann ständig zwischen Schlaf und krampfhaftem Augen aufhalten…

 Sharkwater (8/10)
Sehr gute Dokumentation über die Ausrottung der Haie. Fantastische Unterwasseraufnahmen mit unglaublichen Hammerhaischwärmen und immer wieder Fassungslosigkeit über die Machtlosigkeit gegenüber der Ausrottung ganzer Tierarten. Was da an Unmengen von Haifischflossen zu sehen waren. Und dann die Haie auch ohne Flosse einfach wieder zurück ins Meer zu werfen. Widerlich.
Trotzdem hat es wieder Lust auf Tauchen gemacht…

 Shooter (9/10)
Auch wieder so ein Film, wo ich mir das Kinogeld gespart habe, um ihn dann auf DVD zu sehen. Oft vergesse ich leider, was für Filme ich mir für nen Videoabend vorgemerkt habe, hier hab ich zum Glück wieder dran gedacht. Denn es hat sich wirklich gelohnt, kann ich nur empfehlen.

 Operation: Kingdom (9/10)
Hat mir überraschend gut gefallen. Vor allem das Ende hat dann zu den 9 Punkten geführt. Denn das hat eindrücklich gezeigt, wie schwachsinnig dieser Krieg ist und beide Seiten mit ihren Rache-Gelüsten nicht zu “den Guten” gehören. Mehr will ich aber nicht dazu sagen, muss man selber angucken…

 Children of men (7/10)
War mir damals, als er im Kino lief unsicher, ob ich den nun sehen will oder nicht. Hab mich dann für “irgendwann mal auf DVD” entschieden. Jetzt war es also mal so weit und ich denke es war die richtige Wahl. Viel Geld hätte ich dafür nicht ausgeben wollen, für einen DVD-Abend war er aber genau richtig. Mich hat zwar gestört, dass die Welt so dermaßen runtergekommen ist, nur weil es keine Kinder mehr geben kann. Ich denke nicht, dass das wirklich so ein Chaos geben würde. Der Mensch ist doch auch ganz schön egoistisch und denkt mehr an sich, als an sein Nachfahren. Warum soll er dann nicht mehr das beste aus seinem Leben machen, wenn er weiß, dass es wohl keine Nachfahren mehr geben wird? Der Punkt wurde im Film auch nur ganz ganz kurz abgehandelt, konnten sie wohl selber nicht erklären…

 Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich (7/10/10)
Hab den ersten Teil nicht gesehen, brauch ich aber auch nicht. War nette Unterhaltung, mehr aber auch nicht. Mehr wollten wir zu dem Zeitpunkt aber auch nicht…

 Jäger des verlorenen Schatzes (10/10)
Mein liebster Indy. Die Anfangsszene ist das Beste, was Indy zu bieten hat und Marion ist einfach die passendste Begleitung zu Indy.

 Indiana Jones und der Tempel des Todes (8/10)
Sowohl Willi als auch der Junge nerven irgendwie nur (der Affe auch). Ständig dieses Rumegschreie. Und auch sonst fehlt einiges, was Indy ausmacht. Die Voodoo-Puppe ist dämlich, es wird zu wenig rumgereist (immer nur in diesem Tempel wird es langweilig) und die Lorenfahrt finde ich jetzt auch nicht sooo spannend.

 Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (10/10)
9 Punkte sind zu wenig, 9.5 wäre genau richtig, aber das geht nun mal nicht. Mich stört nur, dass Indys Vater und vor allem Marcus ab und an zu stark als Trottel dargestellt werden (z.B. als sie sich im Panzer wiedersehen, oder die verkehrt herum gehaltene Zeitung im Zeppelin). Die drei Aufgaben am Ende sind dann wieder genau das, was ich in einem Indy-Film sehen will: Rätsel, die in alten Ruinen zwischen Skeletten gelöst werden müssen und mit den passenden Sprüchen gewürzt werden.

 Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels (8/10)
Schwer, schwer, schwer. Wir haben ja vorher schnell nochmal die ersten drei teile geguckt und ich muss sagen, dass ich finde, dass sich der vierte Teil überraschend gut einfügt. Ich hatte deutlich schlechteres erwartet. Die Außerirdischen stellen für mich klein Problem dar, sind sie in meinen Augen doch realistischer als irgendwelche Geister, die aus der Bundeslade kommen (nein, ich glaube nicht, dass wir jemals außerirdische Lebendformen treffen werden, aber ich glaube schon, dass es irgendwo im Weltall noch andere Lebensformen gibt. Ist ja immerhin unendlich groß, warum sollten wir dann die einzigen sein? Gott gibt es aber nicht. So…). Auch Indy Sohn hat nicht gestört und die Computeranimationen auch nicht (da hat mich die schlechte Bluescreen-Technik in den alten Teilen deutlich mehr gestört. man denke nur mal an die Schlauchbootfahrt, oder Indy mit seinem Vater im Flugzeug. Örks…). Was mich dagegen gestört hat, war, dass Indy kaum selber irgendwas tut. Meist finden andere die Lösung, Indy guckt nur zu. Aber egal, es war schön, mal was neues von Indy zu sehen und besser als Teil 2 fand ich ihn glaub schon…

 Brügge sehen… und sterben? (9/10)
Hab Frau Bü mit reingezogen, da ich ein paar positive Reviews gelesen hatte. Am Anfang hatte ich dann die Befürchtung, dass das evtl. keine so gute Idee war, da der Film doch etwas brauchte, um in Fahrt zu kommen. Und wenn sich der Film als Flop rausgestellt hätte, würde sich Frau Bü in Zukunft vielleicht nicht mehr so oft in ihr unbekannte Filme reinschleppen lassen. Naja, ist nochmal gut gegangen, denn irgendwann hat der Film dann angefangen, richtig Spaß zu machen. Zwei Auftragskiller, die von ihrem Chef in Brügge abgestellt werden, nachdem ein Auftrag nicht optimal verlaufen ist. Schöner schwarzer Humor, Witze über das Kaff Brügge und Belgien an sich (die es aber nur noch mehr fördern, dass man Brügge irgendwie gern gewinnt und evtl. ja mal vorbeifahren könnte…) und so weiter. Einfach mal angucken. Lohnt sich…

 Die Vögel (6/10)
Mal wieder ein “Den muss man gesehen haben”-Film. Jetzt hab ich ihn gesehen. Aber wie soll ich ihn bewerten? Hab ich mich gegruselt? Nein, ganz sicher nicht. Dafür umso mehr amüsiert. Zeiten ändern sich eben. In der damaligen Zeit war er sicher ein Knaller, aber ich lebe ja in der jetzigen Zeit. “Der Zauberer von Oz” hat in der jetzigen zeit auch noch funktioniert. Die Vögel irgendwie nicht.

 Ernst sein ist alles (7/10)
Eigentlich bin ich ganz und gar kein Fan von Kostümfilmen, trotzdem hab ich mich von Frau Bü dazu hinreißen lassen, den Film zu gucken. Und wo sie anfänglich nicht wirklich begeistert war, war ich überraschend gut unterhalten. Die Story ist nix weltbewegendes, halt eine übliche Verwechselungskomödie, die sich selbst aber überhaupt nicht ernst nimmt und mit den abstrusesten Geschichten auffährt. Hab mich gut amüsiert und bin mir sicher, dass der im Original nochmal deutlich gewinnen kann, wenn die hochgestochenene Sprache dann auch noch den passenden Akzent aufweist.

 
Indy:

oha…da habt ihr aber einen großen Nachholbedarf gehabt ;-)

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bullion:

Das ist doch mal ein Eintrag nach meinem Geschmack! :)

“Unsere Erde”: Kann ich voll und ganz nachvollziehen. Hab mir den Film gespart, da ich die Serie gerade sehe und eine Zusammenfassung davon nicht wirklich brauche.

“Shooter”: Liegt auf DVD noch ungesehen hier rum und nun freue ich mich doppelt darauf!

“Children of Men”: Halte ich für ein kleines Meisterwerk. Allein die Inszenierung. Da könnte ich richtig ins Schwärmen geraten.

“Indiana Jones”: Da stimmen wir ja ungefähr miteinander überein. Leider werde ich es dieses WE wohl wieder nicht zum neuesten Teil ins Kino schaffen (Frau bullion kränkelt).

“Die Vögel”: Finde ich immer noch recht überzeugend, wenngleich man dafür wohl in der richtigen Stimmung sein muss.

Nur weiter so! ;)

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Wolf:

Shooter war wirklich cool. Man muss da aber voll nach Mittermeier rangehen, und nicht “boooaah voll unrealistisch”. So viele Tote habe ich schon lange nicht mehr gesehen :-)

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Shooter « Tonight is gonna be a large one.:

[...] Run, Fatboy, Run (013) Shooter Juni 1, 2008 Nachdem ich in letzter Zeit einige positive Kritiken zu dem Film gelesen hatte, war es gestern an der Zeit mir selbst ein Bild von Antoine Fuquas [...]

 
 
donvanone:

@Wolf: Mir ist gerade aufgefallen, dass ich nicht benachrichtigt werde, wenn du bei mir kommentierst. Also bei deinen letzten beiden Kommentaren, davor gings noch. Wie kommt das denn bitte? bei allen anderen bekomm ich ne Mail…
Im Spamfilter bist du auch nicht drin. Ob das an deiner Falschangabe bei der Mailadresse liegen kann? Halte ich für eher unwahrscheinlich, aber irgendeinen Grund muss es doch geben…

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Indy:

Oha…haben gestern “Brügge sehen und sterben?” gesehen…
Ich fand von dem Film vielleicht 15 Minuten klasse – den Rest fand ich eher fad, depressiv und nicht so prall – so verschieden kann die Wahrnehmung sein..

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