DonsFilmkritiken Januar 2010

31. Januar 2010 um 23:33 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

So, nachdem ich das letzte Jahr ja sehr schlampig in dieser Beziehung war, hab ich mich jetzt im Januar etwas mehr zusammengerissen und immer schön die gesehenen Filme bewertet (der letzte Film ist immer links in der Sidebar zu finden, hier gibt es eine Komplettübersicht).
Und da ich diesen und den nächsten Monat Lovefilm testen durfte/darf (meine Meinung dazu gibts ein anderes Mal) und Frau Bü und ich sonst auch eher mal wieder Lust auf Filme statt Serien hatten (das ist die Ruhe vor dem Lost-Sturm, der nächste Woche losgeht, da fangen wir jetzt keine neue Serie an), war das im Januar dann auch eine ganze Menge an Filmen, 11 an der Zahl.
Und so führe ich mal die vor einem Jahr eingeschlafene Tradition fort, hier zum Monatsende meine kurze bescheidene Meinung zu den Filmen des Monats zusammenzufassen, fette Titel bedeuten hier wieder, dass ich den Film in Kino gesehen habe:

Tage wie dieser… (6/10)
Für den 1.1. genau richtig: Belangloses, einfaches Fernsehen für nebenher…

The Hangover (4/10)
Absolut nicht meine Art von Humor. War mir nach dem Trailer schon klar, aber dann kamen unglaublich positive Rezensionen von allen Seiten, so dass ich an meiner ersten Einschätzung gezweifelt habe. Ein Fehler!

Das Beste kommt zum Schluss (7/10)
Nichts besonderes, halt das was man erwartet. Und vom Titel nicht blenden lassen, denn nicht das “Beste”, sondern das “Traurigste” kommt zum Schluss. Aber auch was war zu erwarten…

Glaubensfrage (8/10)
Der Trailer gibt ein ziemliche gutes Bild von dem ab, was einen dann auch im Film erwartet. Es gibt nicht viel mehr, aber das was es gibt ist schön stimmig. Bis zum Ende weiß man nicht, wem man glauben soll und auf wessen Seite man eigentlich steht. Mal wieder was zum drüber Nachdenken…

Sunshine Cleaning (8/10)
[ohne Text]

Das Kabinett des Doktor Parnassus (8/10)
Sehr stranger Film, mit tollen Bildern (wenn auch stellenweise sehr billigen CGI-Effekten, die einen doch leicht aus der Fantasiewelt reißen) und abstrusen Ideen. Stellenweise erfreulich montypythonesk (tanzende Polizisten im Minirock), dann ein wenig Willi-Wonka-Style und die merkwürdig anfühlende Mischung der modernen Welt mit den uralten Schaustellern und ihrem Kutschenwagen. Ach: Auf die Stimme von Spongebob für “Mini Me” Verne Troyer hätte ich auch verzichten können. Insgesamt aber ein schönes Kinoerlebnis, das einem mit ein paar Fragzeichen im Kopf zurücklässt

Wonder Boys (5/10)
Hatte vorher noch nie von dem Film gehört und ihn einfach mal wegen der vielen positiven Kritiken ausgeliehen. War dann aber nicht wirklich das Meisterwerk, als welches es von vielen betitelt wurde, sondern ein durchschnittlicher, stellenweise ziemlich merkwürdiger Film, der bei mir (und Frau Bü) nicht wirklich gezündet hat. Und: Huch, sah Robert Downey Jr. da noch jung aus…

Surrogates (6/10)
Hier wurde es einem echt schwer gemacht, die ganzen Logik-Löcher zu ignorieren, irgendwie häufte es sich ja immer mehr. Zudem kam einem das doch alles relativ bekannt vor.

La vie en rose (6/10)
Von der schauspielerischen Leistung wirklich klasse, gar keine Frage (auch wenn ich den Mund nicht wirklich abgenommen habe, das sah oft einfach nach Grimasse schneiden aus), aber irgendwie war das mit den Zeitsprüngen alles so wirr, dass man kaum folgen konnte (erst Recht, als dann ganz am Ende mal ihre Tochter ins Spiel kam. Hätte ich nicht vorher mal kurz einen Blick auf die Biographie der Piaf geworfen, wäre ich noch verwirrter gewesen). Dann auch noch ganz schön lang. Aber vermutlich bin ich auch nicht die Zielgruppe, wenn auch die Musik nicht schlecht war.

Der goldene Kompass (4/10)
Sprechende Tiere sind nicht wirklich mein Ding. Fantasy-Filme auch nicht. Aber man muss allen Sachen ja auch nochmal eine Chance geben. Hab ich getan. Wird in naher Zukunft nicht wieder vorkommen…

Hellboy (7/10)
Eigentlich nix für mich, bin kein Fan von Comicverfilmungen. Aber Nach Pans Labyrinth hatte mich der Trailer zum zweiten Hellboy-Teil dann doch irgendwie neugierig gemacht, so dass der erste dann doch auf meiner 2watch-Liste gelandet ist. Und das war auch gut so, denn die Bilder waren schick (da erwarte ich mir vom zweiten Teil aber noch mehr) und der Humor hat mir auch gefallen. Ob ich auf meine alten Tage doch noch weich werde?

 
ani*ka:

so schlecht wie die filmfassung vom goldenen kompass ist, so toll ist das buch.

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Wolf:

Ich fand Surrogates auch GANZ kleines Kino (und das hing nicht damit zusammen, dass ich den im Flugzeug gesehen habe).

Ich dachte mir die ganze Zeit: Das ist eine SOO gute Prämisse für eine Sci-Fi Kurzgeschichte, 5-10 Seiten oder so, aber leider ist es ein Film in voller Länge, der die Story völlig ungenutzt läßt… Ich habe in der Zwischenzeit herausgefunden, dass es auf einem 200-seitigen Graphic Novel von 2005 von von Robert Venditti und Brett Weldele basiert. Aber es kommt auch einfach kein anderes Genre an die Erzähldichte einer Kurzgeschichte heran.

Hellboy 2 brauchst Du Dir nicht anzutun, der Erste ist um Längen besser.

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Henning:

Oh Mann, Hangover war so richtig genial! Allerdings bin ich im Gegensatz zu dir völlig ohne Erwartungen in dem Film gewesen. Vielleicht hat das bei meiner Bewertung mit reingespielt.

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donvanone:

@Wolf: Ja, aus Surrogates hätte man echt was machen können. Schade eigentlich. Und wegen Hellboy 2: mal schauen, wie es sich ergibt…
@Henning: Ich glaub bei mir wäre es egal gewesen, was für Erwartungen ich gehabt hätte, das ist einfach so gar nicht mein Humor.

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