DonsFilmkritiken für September 2011

01. Oktober 2011 um 23:02 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Konterte ich vor zwei Monaten noch der “hier kommt ja alles so geballt”-Kritik von bullion mit einem “Die Filmkritiken in der Sidebar kommen immer tröpfelchensweise”, so muss ich nun eingestehen, dass ich diesen Monat alle Filme gerade erst reingetippt habe. Irgendwie kam ich nie dazu…
Naja, dann eben jetzt die geballte Ladung, ganz ohne Ausreden.

Diesen Monat mit dabei:
“Dumbo, der fliegende Elefant”, “Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt”, “The Book of Eli”, “Ich – Einfach unverbesserlich”, “Der Informant!”, “Mary and Max”, “[Rec]“, “The Social Network” und “Die Royal Tenenbaums”.

Eigentlich stelle ich hier ja nur Filme rein, die ich zum ersten Mal gesehen habe. Aber wenn da soo viele Jahre dazwischen liegen, wie bei “Dumbo”, dann ist das ja quasi wie eine Erstsichtung. Wobei ich natürlich schon noch Erinnerungen an den Film hatte. Vor allem an die bösen, bösen Raben, die sich über Dumbo lustig machen. Bei Frau Bü war es eher die verstörende Traum-Sequenz, die sich festgesetzt hat. Und ich hatte den Film ja traurig in Erinnerung (die Mutter in Ketten ist auch so ein Bild, das mich als Kind sehr berührt hat), dass er aber fast durchgehend so traurig ist, war mir dann aber doch nicht klar. Definitiv nichts für sensible Kinder… Leider wurde der auf Sky nicht im Zweikanalton gesendet, die deutsche Synchro soll hier ja ziemlich schlecht sein, hätte den gerne mal im Original gesehen…

Die Kritiken waren ja fast überall voller lobender Worte und so stand dieser Film natürlich weit oben auf der “Will sehen”-Liste. Am Anfang war ich dann etwas skeptisch, als ich dann aber mit dem Comic-Stil warm wurde (und nun meine ich: So und nicht anders sieht eine richtige Comic-Verfilmung aus) hatte ich richtigen Spaß mit dem teils sehr albernen Film, auch wenn ich als Comic-Uninteressierter wohl nur 5 er Anspielungen und Referenzen verstanden habe. Für 9 Punkte hat es nur darum nicht gereicht, weil das absolut nicht meine Musikrichtung war… (auf englisch gesehen)

Joa… war klar, dass es bei dem Buch, das die Welt regieren kann natürlich um die Bibel geht. Und auch sonst gab es kaum Überraschungen. Das Ende wollte vermutlich eine sein, war aber auch nicht wirklich der Bringer. Ne, muss man nicht sehen… (auf englisch gesehen)

Die Story ist jetzt nicht der Überbringer, aber die ulkigen kleinen Minions lenken davon gekonnt ab und sind immer mal wieder für einen Lacher gut. Ein Film, der sicher nicht an Pixar-Streifen rankommt (und sich da wohl mit den sehr guten “Incredibles” messen lassen muss, was das Genre angeht), aber so für zwischendruch dann doch eine nette Beikost ist. Während des Filmes musste ich dann aber schnell mal den iPod zücken und recherchieren, wen denn nun Jason Segel spricht, hab seine Stimme einfach nicht erkannt… (auf englisch gesehen)

Ein Film, der bei uns lange vor sich hinstaubte, da wir uns aufgrund der Beschreibung nicht wirklich für ihn begeistern konnten. Dann haben wir zu all den angestaubten Filmen mal die Trailer angeschaut und waren hier sehr angetan. Sah nach nem lustigen “Trottel wird Spion”-Film aus. Enpuppte sich dann aber doch mehr als das, was wir uns von der textuellen Beschreibung erwartet hatten und fiel daher dann wieder durch. Gegen Ende mussten wir dann auf die deutsche Tonspur umschalten, da wir bei der “Auflösung” dann nur noch die Hälfte verstanden hatten. Naja, hätte ruhig weiter anstauben dürfen… (auf englisch gesehen)

Ich bin ja ein Fan von Knetfilmen. Und der hier ist von seinen Bildern dann auch noch ein sehr schicker. Eine jahrzehntelange Brieffreundschaft zwischen einem kleinen Mädchen aus Australien (alles in Prange, Braun und Ocker gehalten) mit einem alten Mann aus Amerika (grau), die sich über ihr Leben, ihre Ängste und Krankheiten (der Mann leidet unter dem Asperger-Syndrom) austauschen. Insgesamt ein sehr depressiver Film, der stellenweise trotzdem sehr lustig ist, aber auch oft bitter und traurig. All meine (vom Trailer erschaffenen) Erwartungen wurden erfüllt, daher kann ich ihn uneingeschränkt weiterempfehlen.

[Rec] ********** (5/10)

Vermutlich bin ich einfach nicht für Zombie-Filme gemacht (abgesehen von “Shaun of the dead”, aber der hier konnte mich nicht wirklich fesseln. Zumal die Prämisse mit der Reporterin mit Wackel-Kameramann weder neu noch realistisch war. Denn im echten Leben hätte der Polizist nicht dauernd (“Kamera aus” gerufen), sondern das Teil einfach mal mit Wucht gegen die Wand geworfen. Film vorbei. Hat er aber nicht, was ich sehr feige fand. Und ich gebs dann wohl langsam mit Horror-Filmen auf (einer liegt hier noch rum), wir scheinen einfach nicht füreinander bestimmt zu sein…

Ein Film, der mich nicht wirklich gereizt hat, als er rauskam. Die Kritiken im Internet hab ich dann auch nicht sonderlich ernst genommen, da ja klar ist, dass das Internet Filme über eben jenes gleich mal ganz toll findet. Als er dann aber auch bei den Oscars so gut dabei war, wurde ich doch interessierter. Die Erwartungen wurden dann aber nicht erfüllt, so richtig warm wurde ich mit keinen der Charakteren und interessiert hat es mich auch kaum (wäre evtl. anders gewesen, wenn es das “echte Leben” gewesen wäre und nicht immer unklar war, was nun echt und was Fiktion ist, wobei mich das weniger gestört hat, als es bei Frau Bü der Fall war). Immerhin hat der Film in mir mal wieder den Drang verstärkt, an meinen auf Eis liegenden Projekten weiterzuarbeiten. Auch wenn die ganz sicher kein “neues Facebook” werden… Nach 2 Minuten haben wir übrigens auf Deutsch umgeschaltet und den Film nochmal von vorne angefangen. Die haben ja so unglaublich schnell gesprochen, dass wir kaum ein Wort verstanden haben. Unglaublich… PS: Noch unglaublicher, was ich gerade erst erfahren hab: Die beiden Winklevoss-Zwillinge wurden ja (zumindest, was den Kopf angeht) von dem selben Schauspieler gespielt (hier ein Making-Of). Warum macht man denn sowas? Gibt es keine eineiigen Zwillinge, die schauspielern können? Sachen gibts…

Ich fand “Die Tiefseetaucher” ja sehr nett und auch “Der fantastische Mr. Fox” traf meinen Nerv. Da musste ich “Die Royal Tenenbaums” natürlich auch endlich mal sehen, da der ja immer als sehr ähnlich zu den beiden erst genannten Filmen geschildert wurde. War er dann von der Art auch und auch hier fühlte ich mich gut aufgehoben und merkwürdig unterhalten. Ok, nebenher bügelte ich, die volle Aufmerksamkeit hatte der Film aber nicht, trotzdem gebe ich mal 8 Punkte…

 
bullion:

Filmkritiken einmal wieder. Sehr schön – auch wenn geballt… ;)

“Dumbo” fand ich als Kind schon immer zu traurig. Deshalb hat es der Film bei mir auch nie in die persönliche Disney-Klassikerliste geschafft. Traurig, aber wahr.

“Scott Pilgrim vs. the World” mochte ich auch sehr. Bei mir gab es auch 9 Punkte, aber ich mag auch die Musik.

“The Book of Eli” sehe ich ganz ähnlich. Schau dir lieber mal “The Road” an. Ist aber mindestens so traurig, wie “Dumbo”.

“[Rec]” fand ich damals im Kino mächtig beängstigend. Sicher nichts für die Sammlung, aber die letzte halbe Stunde hat enorm an meinen Nerven gezerrt. Brr.

“The Social Network” fand ich bedeutend stärker. Ich mag aber auch Aaron Sorkins Schreibe unglaublich gern und habe nach 7 Staffeln “The West Wing” auch keine Probleme mehr mit den pfeilschnellen Dialogen. Das mit den CGI-Zwillingen fand ich auch absurd.

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