DonsFilmkritiken für Oktober bis Dezember 2012

23. Februar 2013 um 22:14 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

So… bin ich also doch mal dazu gekommen, zumindest das letzte Jahr an Kurzkritiken aufzuholen. Gleich kommt dann noch ein Jahresrückblick mit den üblichen Statistiken (behaupte ich mal), jetzt aber erstmal ein Schwung Kurzkritiken:

Diesen Monat mit dabei:
“Aftermath: Population Zero”, “Captain Abu Raed”, “The Greatest Movie Ever Sold”, “John Carter – Zwischen zwei Welten”, “Verblendung”, “Contagion” und “Glee on Tour – Der 3D Film”.

Der Film zum Buch “Die Welt ohne uns” (welches ich auch gelesen habe, vermutlich aber auch wieder nicht bis zum Ende, was man aber nicht dem Buch ankreiden darf), in dem gezeigt wird, was passieren würde, wenn alle Menschen auf einmal von der Erde verschwinden würde. Wie lange würde es dauern, bis sich die Natur den Erdball zurück geholt hat, was gäbe es sonst noch für Konsequenzen (z.B. passt dann ja niemand mehr auf die Atomkraftwerke auf). Ein sehr interessantes Gedankenspiel, bei dem man auch einiges lernen kann. Leider hat der Film aber (wie auch das Buch) ein paar Schwächen. So konzentriert sich alles zu sehr auf Nordamerika (und nebenbei noch Europa), der Rest wird fast komplett ignoriert. Dann wird der Zeigefinger oft zu penetrant erhoben, wenn es wieder mal darum geht, wie schlecht doch die Menschen für die Erde sind. Das weiß inzwischen jeder und muss nicht andauernd wiederholt werden. Überhaupt: Auf viele der Animationen waren die Macher wohl so stolz, dass sie sie auch gerne mal öfter in den Film eingebaut haben. Was auch daran liegt, dass streng nach Zeitstrahl vorgegangen wird und man so von Thema zu Thema hüpft, um dann irgendwann zum vorherigen Thema wieder zurück zu kommen, wenn es da weitergeht. Hier hätte eine thematische Strukturierung glaub besser getan. Schön fand ich dann am Ende die Pointe, was denn das letzte ist, was noch an uns Menschen erinnert und den Außerirdischen, sollten sie mal nach uns suchen, ein ganz falsches Bild geben wird. Allein darum lohnt es sich, dass wir mal ganz schnell von der Erde verschwinden…

 

“Alter Mann und junges Kind” – ein Thema, das in kleineren Nicht-Hollywood-Filmen bei mir schon öfter gut ankam (“Le papillon” oder auch “Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran”). “Captain Abu Raed” fängt auch gut an (also so, wie ich es mir aufgrund des Trailers vorgestellt habe), schlägt dann aber irgendwann (und das relativ abrupt, passt nicht so ganz zusammen) eine andere Richtung ein. Was ok wäre, aber das ganze wird dann noch recht langsam erzählt. Würde die beiden oben genannten Filme daher vorziehen…

 

Ein Dokumentarfilm, in dem dokumentiert wird, wie eben genau jener Film ausschließlich über Product-Placement und andere Werbeformen finanziert wurde. Die interessanten Einblicke ins Geschäft sind leider nicht ganz so groß, wie ich es mir erhofft hatte. Es gibt aber immer mal wieder was zum staunen, viel zum Lachen und gelegentlich was zum Kopf schütteln. Muss man aber nicht gesehen haben. Ist ja nur Werbung ;-)

 

Ja, das Buch mag schon an die 100 Jahre alt sein und all die Sci-Fi-Filme, die man so kennt, mögen sich von dem Buch inspiriert haben lassen. Das ändert aber nichts daran, dass ich all diese Filme zuerst gesehen habe und mir nun dieser Film daher wie eine billige Kopie vorkommt… Die Story ist also nichts neues (was will man auch von so einem alten Buch erwarten), dafür sehen die Effekte ud Bilder ganz gut aus. Nur die vierarmigen Außerirdischen haben mir (schon im Trailer) nicht gefallen, da die mir zu sehr zweiarmige Menschen sind, die halt auf einmal 4 Arme haben und mit den zwei zusätzlichen Armen meist nur das machen, was sie mit den anderen beiden auch schon tun. Wenn ich vier Arme hätte, würde ich schon versuchen, da etwas multitasking-mäßiger drauf zu sein… Und als dann die Prinzessin mit John Carter jemanden jagt, der seinen Körper in den der Prinzessin verwandelt hat und sie das mit “Achtung! Ich entkomme uns!” kommentierte, musste ich dann nochmal um einen Punkt abstufen… (auf englisch gesehen)

 

Ich kann ziemlich ignorant sein. So habe ich z.B. noch keinen einzigen Tatort gesehen, immer nur auschnittsweise, weil meine Eltern den immer gesehen habe und ich halt ab und an mit im Raum war. Und da ist “gesehen” dann auch übertrieben, es lief halt einfach unbeachtet im gleichen Raum. Und da ich “Stieg Larsson” mit Krimi-Büchern verbinde, die mein Vater liest (ich unterstelle einfach mal, dass er nur Krimi-Bücher liest, allein, weil er ja auch immer den Tatort guckt…) und ich die drei Verfilmungen dann einfach als ZDF-Krimi abgetan hab (hey, wenn der erste Film aber auch als Zweiteiler gezeigt wird. “Zweiteiler”. Da schalt ich dann sowieso schon mal ab), hab ich auch die Neuverfilmung erstmal schön von meinem Gehirn ausfiltern lassen. Bis die Lobeshymnen dann irgendwann zu laut waren und ich ihn mir doch anschauen musste, ohne mich vorher groß zu informieren, um was es eigentlich geht. Lange Vorrede, kurze Kritik: Hat sich gelohnt, seine Ignoranz mal beiseite zu schieben. Endlich mal wieder ein Thriller, der keine Hollywood-Action braucht und trotzdem (bzw. gerade deswegen) bis zum Ende (da mit kleinen Abstrichen) fesseln kann und spannend ist. Tator guck ich aber trotzdem nicht…

 
Contagion ********** (7/10)

Realistische und “ruhige” Pandemie-Geschichte, die jetzt nicht so der Mega-Knaller ist, aber für einen verregneten Abend (am besten zu einer Zeit, wo die Grippe rumgeht und draußen alle Husten) ganz gelegen kommt.

 

Dass die Szenen hinter den Kulissen immer noch Schauspiel sind und die Schauspieler in ihren Rollen bleiben ist nervig, die Lobeshymnen der Fans zwischendurch ganz scön übertrieben (inkl. Einspielfilme, wie Glee das Selbstbewusstsein und das Leben veränderte), aber die Musik dann gut genug, um den “Film” laufen zu lassen, während man Weihnachtsgeschenke einpackt und sonstige Vorbereitungen trifft. Man hätte auch eine CD einlegen können, aber dann hätte ich hier ja nichts zu schreiben ;-) (auf englisch gesehen)

 

Filmplakate via TMDb (oder auch: “This product uses the TMDb API but is not endorsed or certified by TMDb.”)

 
bullion:

Davon habe ich bisher nur “John Carter” gesehen und den fand ich herrlich altmodisch gut.

“Verblendung” steht aber schon im Regal und ich mochte sowohl die Bücher, als auch das schwedische Original, das tatsächlich oftmals (besonders Teil 2 & 3) an TV-Krimis erinnert hat.

Schaut ihr eigentlich noch aktib “Glee”? Wir sind in der dritten Staffel ausgestiegen und haben “Smash” als Musical-Serie für uns entdeckt.

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donvanone:

@bullion: Ja, Glee schauen wir noch, aber mehr aus Gewohnheit. Die Musik ist immer noch nett, die “Handlung” wiederholt sich (jetzt halt mit neuen Gesichtern) und kann ignoriert werden. Mehr sowas für die Abende, wo man selbst für “normale Serien” zu müde ist…
“Smash” haben wir aufgrund deiner Empfehlung vor einiger Zeit auch mal ausprobiert, wurden damit aber nicht war. Da ist mir Gute-Laune-Glee-Musik lieber…

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