DonsFilmkritiken für Mai 2012

01. Juni 2012 um 23:23 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Sohnvanone geht neuerdings erst kurz vor 21 Uhr ins Bett, was dann dazu führt, dass wir nur noch Wachheit für ein paar Serien haben, statt für einen ganzen Film. Daher diesen Monat nur 3 mickrige Kurzkritiken…

Und das wären:
“The Road”, “Wer ist Hanna?” und “Brothers”.

The Road ********** (8/10)

Einer der vielen Filme, die es dank einer begeisterten Bullion-Rezension auf meine “Muss ich gucken”-Liste geschafft haben. Und dieser bullion wird mich dann jetzt auch in Kommentaren übelst beschimpfen, weil ich mit meinen 8 Sternen ja viel zu schlecht bewertet habe. Egal, mir hat irgendwas gefehlt (keine Ahnung was), um mich restlos zu überzeugen. 9 und 10 Sterne vergebe ich auch nur sehr sehr selten, das sollte man auch bedenken… Naja, trotzdem ein sehr guter, sehr nahegehender, deprimierender und düsterer Film, der Vater und Sohn zeigt, die nach irgendeiner nicht genau definierten Katastrophe, die viel Leben auf der Erde zerstört hat, einen monatelangen Marsch Richtung Küste auf sich nehmen, in der Hoffnung, dass es dort wärmer und überlebensfreundlicher ist. Hoffnung gibt es in dem Film aber relativ selten (was noch übertrieben ist), so dass man sich schon ab und an fragt, ob man in so einer Situation selber den Willen aufbringen würde, da weiter zu machen. Oh, ein Kritikpunkt noch: Der Film ist eher in warmen erdfarben gehalten, was zwar schick aussieht, es mir aber schwer gemacht hat, eins der Hauptprobleme der Leute dort, nämlich die bittere Kälte, als solches anzusehen. Es sah einfach nie wirklich kalt aus (auf englisch gesehen).

 

Ich wusste nichts über den Film, außer das er sehr gut sein soll. Also sah ich ihn mir an. Und tatsächlich: Er war sehr gut. Und sehr merkwürdig, erfrischend anders, ab und an leicht albern, witzig skurril und trotzdem auch noch spannend und unterhaltsam. Jetzt wisst ihr etwas mehr als ich vorher wusste, solltet ihn aber trotzdem einfach mal ansehen…

 
Brothers ********** (6/10)

Hat man alles schonmal irgendwo gesehen. Zum Beispiel in der fantastischen Serie “Homeland”, wo die hier gezeigte Story (nur, dass es hier keine Brüder waren) nur als Nebenhandlung für die viel bessere Story dient. Was dann auch viel über die Story (Soldat geht im Einsatz verschollen, wird als tot erklärt, Frau kommt einer dem Soldaten nahe stehenden Person näher, der Soldat kommt plötzlich doch wieder zurück und ist aufgrund seiner Erfahrungen ein merkwürdiger Mensch geworden) an sich aussagt: Als Nebenstory ok, als Hauptstory für einen ganzen Film aber doch etwas zu lasch (auf englisch gesehen).

 

Filmplakate via TMDb (oder auch: “This product uses the TMDb API but is not endorsed or certified by TMDb.”)

 
bullion:

Oha, 21h ist eine stolze Zeit. Wir haben meist ab 20h unserer Ruhe – klingt nur etwas ehrlicher, als es gemeint ist… ;)

Ansonsten gehen 8 Punkte bei “The Road” schon völlig in Ordnung. Mich hat der Film nur emotional so sehr mitgenommen, wie dies kaum noch Filme schaffen. Das musste ich einfach würdigen.

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