DonsFilmkritiken für Juni und Juli 2012

15. Januar 2013 um 16:04 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Äh.. ja. Hat a super geklappt im letzten Jahr mit dem monatlichen Veröffentlichen der Filmkritiken.
Bevor es hier also zu einem statistischen Jahresrückblick kommen kann, muss da erstmal was nachgeholt werden…

Diesmal mit dabei:
“Marvel’s The Avengers”, “Beim Leben meiner Schwester”, “$9.99″, “Brautalarm”, “Country Strong”, “Der Vorleser”, “Tucker & Dale vs Evil” und “Kokowääh”.

Wie bekannt ist, bin ich kein Comic-Fan und bin daher ohne Superhelden groß geworden (mit Ausnahme der unschlagbaren Batman-TV-Serie) und so stehe ich diesen ganzen Superhelden-Filmen doch eher skeptisch gegenüber. Wenn aber auf einmal ganz viele Superhelden in einem Film zusammen kommen (darunter Iron Man, dessen beiden Filme ich sehr gut fand, das waren auch die einzigen Vor-Filme dieser Superheldengruppe, die ich gesehen habe) und ich da also ein wenig Allgemeinbildung nachholen kann, dann schau ich mir das natürlich an. Erst Recht, wenn man es dann noch in 3D tun kann (bei 3D-Filmen finde ich übrigens Glasscheiben immer sehr sehr merkwürdig. Irgendwas ist da falsch. Evtl. ist es, dass Spiegelung und das dahinter beides scharf sind? Sieht immer komisch aus). Und was soll ich sagen: Ich hab mich sehr gut unterhalten gefühlt. Einen Thor-Film werde ich mir ganz sicher nicht ansehen, denn das Gelaber war schon extrem nervig. Überrascht war ich dann, dass ich am öftesten gelacht habe, wenn Hulk auf dem Bildschirm war, eine Figur, um die ich sonst einen weiten Bogen gemacht habe, weil alles, was ich zufällig aufgeschnappt hatte doch eher abschreckend war… (im Kino gesehen)

 

Leider zu viel Kitsch und zu viel Gerichts-Show, statt mal die Grundsatz-Frage (genetisch passendes Geschwisterkind gezeugt, um krankem Kind als Organ-Erstzteillager zu dienen) ethisch zu hinterfragen und die entstehenden Konflikte zu beleuchten Schade, ich hatte mir den Film auf diesem Schwerpunkt erhofft…

 
$9.99 ********** (7/10)

Vermutlich der merkwürdigste Stop-Motion-Film, den ich je gesehen habe. Teilweise etwas zu abgedreht (die “Sitzsäcke”), meist aber doch mal erfrischend anders. (auf englisch gesehen)

 
Brautalarm ********** (7/10)

Wohl der weibliche “Hangover”, der mir ja so gar nicht gefallen hat. Bei Brautalarm konnte ich da deutlich öfter lachen (da muss man aber auch in der richtigen Stimmung für sein), auch wenn manche Szene (z.B. die Ekelszene im Bad) nicht hätte sein müssen. Und dass Melissa McCarthy ausieht, als würde Ricky Gervais sie spielen, ist wohl nicht nur mir aufgefallen. (auf englisch gesehen)

 

Der weibliche “Walk the Line”. Auch mit Country-Musik, auch mit Alkoholproblemen und auch mit komplizierter Liebesgeschichte. Aber alles eben nicht ganz so toll, wie beim Cash-Film, auch wenn ich Gwyneth Paltrow gerne singen hÖRE (z.B. in Glee). Aber weder die Musik noch die Geschichte konnten mich wirklich mitreißen.

 

Hm.. nö, nix für mich, aber das hab ich mir vorher schon gedacht…

 

Es gibt diese Filme, die würde ich mir nie angucken, tue es dann aber doch irgendwann, weil man immer wieder über gute Kritiken stößt. Hier war es z.B. bullion, dem man ja sonst nahezu blind trauen darf, der mich dazu gebracht hat (zumal ihm die Fernsehzeitung auch noch Recht gab). Und auch hab mir auch wirklich Mühe gegeben, den Film lustig zu finden, schaffte es auch ein paarmal, aber spätestens, als dann auf die bescheuertsten Arten versehentlich gestorben wurde, war es für mich vorbei (wobei, es war nur für Frau Bü vorbei, die steig ganz aus, ich schaute ihn mal noch beim Bügeln zu Ende). Gar kein Vergleich zu “Shaun of the dead” oder auch “Scream”, mir (wie auch das viel zu viel gelobte “Hangover”) vom Niveau zu weit unten angesiedelt. Eher so auf “Scary Movie”-Niveau, leicht drüber, aber in der Nähe… (auf englisch gesehen)

 
Kokowääh ********** (5/10)

Ich hab hier ja schonmal mein Guilty Pleasure verraten, dass ich Till Schweiger-Filme gerne wegen der schönen Bilder und Ausstattung anschaue. Klar, Schweiger ist ein überaus untalentierter Schauspieler, seine Kinder sind immerhin niedlich anzuschauen und die von der Story kommt seit langem nichts neues mehr (“Barfuß” fand ich aber auch von der Story nicht schlecht, ist aber auch schon ne Weile her), aber rein vom optischen find ich die Filme immer sehr schick. Diese überwiegend braunen Bilder (oder grau, oder warm, aber immer sehr wenig blau und grün) mit den hübsch altmodischen und stylischen Wohnungseinrichtungen, das guck ich mir gerne an. Daher war es auch ne dumme Idee, den Film während dem Bügeln (Fußball-Sommerpause, ich bügel ja normalerweise mit HSV-Begleitung) anzuschauen, wo man von den Bildern so wenig mitbekommt…

 

Filmplakate via TMDb (oder auch: “This product uses the TMDb API but is not endorsed or certified by TMDb.”)

 
bullion:

Schade, dass dir “Tucker & Dale vs. Evil” nicht gefallen hat. Ich habe immer noch die besten Erinnerungen daran und sehen den Vergleich zu den wirklich dämlichen “Scary Movie”-Filme so gar nicht. Aber ist eben Geschmackssache.

Dafür bin ich nun geneigt doch mal in “Bridesmaids” reinzuschauen, da ich ja bereits “Hangover” recht gelungen fand. Bisher habe ich eher verhaltene Stimmen gehört.

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donvanone:

Oh, da fällt mir erst auf, dass ich hier gleich zweimal auf Hangover rumhacke. Kommt davon, wenn so viel Zeit zwischen den einzelnen Kritiken vergeht…

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