DonsFilmkritiken für Januar 2012

01. Februar 2012 um 12:12 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Oje, DonsTag scheint momentan nur noch aus Filmkritiken und Digitalenderblättern zu bestehen, ich geb mir Mühe, da was dran zu ändern. Aber jetzt erstmal die Filmkritiken und später dann noch das Digitalenderblatt ;-)

Diesen Monat mit dabei:
“In Time – Deine Zeit läuft ab”, “Mission: Impossible – Phantom Protokoll”, “Moon”, “The Joneses” und “Plug & Pray”.

Interessante Grundidee (Lebenszeit als Währung mit “Die Reichen werden immer reicher auf Kosten der Armen”-Thematik), die dann auch noch recht nett umgesetzt wurde. Natürlich alles relativ vorhersehbar und mit Logiklöchern übersäht (warum ist es z.B. so einfach, eine Bank zu überfallen oder jemandem Zeit vom Arm zu stehlen?), aber das hat mich diesmal kaum gestört. (Im Kino gesehen)

Mission Impossible ist so eine Sache. Die Serie kannte ich nicht, den ersten Teil fand ich super, dann fing ich an Tom Cruise doof zu fanden, was mit dem grottigen zweiten Teil dafür sorgte, dass ich Mission Impossible eigentlich aufgeben wollte. Vom dritten Teil hörte man aber sehr viel Gutes und so konnte ich da irgendwann nicht anders, als ihn doch anzusehen. Zumal “Philip Seymour Hoffman” ja in der Regel auch für gute Filme steht. War dann auch tatsächlich sehr positiv überrascht. So war dann die Hürde zum vierten Teil wieder deutlich geringer. Und da das dann ja mehr ein “Oceans Eleven” als eine Solosache sein sollte und der Cast mit Simon Pegg (an den ich mich im dritten Teil nicht wirklich erinnern kann) und Jeremy Renner gut das Vorhandensein von Tom Cruise kompensierte, war ich dabei. Und sehr gut unterhalten. Ok, teilweise evtl. etwas zu viel Comedy (da ist ja echt alles schief gegangen), aber auf der Basis kann man gerne an einem fünften Teil arbeiten, da wäre ich dann auch wieder dabei. (Im Kino gesehen)

Moon ********** (8/10)

Da es in dem Film nicht um den “Twist” geht (der schon nach 30 Minuten aufgelöst wird), sondern um das “wie man damit umgeht”, kann ich hier ja ein wenig spoilern. Es geht also um einen Astronauten, der alleine (nur mit einem Roboter als Kontaktperson) auf dem Mond arbeitet und auf einmal auf einen Klon von sich trifft. Oder ist er selber der Klon? Eine dumme Situation, in die ich nur ungerne kommen würde. Anschauen hat aber dafür um so mehr Spaß gemacht… (auf englisch gesehen)

Wieder mal eine witzige Grundidee: Ein paar Schauspieler spielen in einem Vorort das perfekte Familienleben und präsentieren all ihren Nachbarn ihre tollen neuen Errungenschaften um damit den Verkauf eben dieser Gegenstände anzukurbeln. Erschreckenderweise nichts, was ich der Werbeindustrie nicht zutrauen würde. Der Film setzt das ganze dann einigermaßen solide um, Überraschungen bleiben aus, aber das passt schon. Die einzige Überraschung für mich war, dass ich David Duchovny wieder sympathisch fand. Da ist mir dann auch erst wieder eingefallen, dass ich den ja zu Akte X-Zeiten ganz toll fand, ihn aber damit überhaupt nicht mehr in Verbindung bringe, sondern nur noch mit Californication, wovon ich allerdings nur maximal 3 Folgen gesehen habe… (auf englisch gesehen)

Interessante Dokumentation über Künstliche Intelligenz, die vor allem durch die sympathische Art des ehemaligen MIT-Professorn Joseph Weizenbaum getragen wird, der den ganzen Entwicklungen sehr kritisch gegenüber steht. Und das in meinen Augen vollkommen zu Recht. Relativ oft hab ich mir im Laufe der 90 Minuten die Frage gestellt: “Und warum genau sollte man das wollen?” Ich hatte (auch aufgrund des Untertitels “Von Computern und anderen Menschen”) eher ein breiteres Spektrum erwartet als nur die KI und musste dann bald Erfahrungen aus meinem Studium wiederholen: KI ist zwar ein Thema, für das ich mich gerne interessieren würde, aber dann wird mir doch relativ schnell langweilig. Im Studium hab ich zweimal versucht (bei verschiedenen Dozenten) die KI-Vorlesung durchzuhalten, hab es aber nie über 3 Wochen geschafft. Und auch der Film verlor im hinteren Teil einen Teil meiner Aufmerksamkeit…

 
bullion:

Von “In Time” habe ich bisher nur Vernichtendes gehört, was schade ist, da ich die Grundidee äußerst spannend finde. Dein Eintrag macht nun Hoffnung.

“M:I-3″ fand ich ja überraschend gelungen und Teil 4 werde ich mir im Heimkino wohl auch anschauen. Ist aber nicht dringend.

Freut mich, dass dir “Moon” auch gefallen hat. Den vorgezogene Twist fand ich auch angenehm in die Handlung eingebaut.

“The Joneses” klingt interessant. David Duchovny steht für mich übrigens auch in einer seltsamen Zwischenwelt zwischen “Akte X” und “Californication”.

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Herbie:

Puh, ich hab ja noch nicht mal den dritten MI Teil gesehen…. Aber Simon Pegg ist schon n Argument. Selbst in ner Nebenrolle. Ich hab eben sein Buch Nerd Do Well fertiggelesen, der kommt mir sehr sympatisch rüber :)

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